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Neureuther nach Alta Badia Slalom am Boden zerstört

21 Dezember 2009 10 views bisher keine Kommentare

09-neureuther003Felix Neureuther wollte alles anders machen diese Saison, alles besser als in der vergangenen, die so unbefriedigend für ihn verlaufen war. Aber nun ist sie wieder da, diese Frage nach dem Warum, und sie quält Neureuther. Genau daran aber, so erscheint es, scheitert er nun immer wieder.

„Ich muss nach Fehlern suchen und Lösungen finden“, sagte der 25-Jährige, der sich im südtiroler Hochabteital wie bei einem bösen Deja-vu fühlen musste: Bereits im vergangenen Winter war er total verunsichert nach Alta Badia gekommen und dort im Riesenslalom und auch beim dann folgenden Torlauf ausgeschieden. In dieser Saison schaffte Neureuther es bei jetzt acht Starts nicht einmal in die Top 15, Rang 20 beim Riesenslalom von Val d’Isere ist sein Top-Resultat.

Quelle: www.welt.de  und www.sueddeutsche.de

„Es ist die gleiche blöde Situation wie im letzten Jahr“, sagte er: „Es ist klar, dass mir das Selbstvertrauen fehlt. Und mit den schlechten Ergebnissen wird auch die Stimmung im Umfeld schlecht.“ Noch am Nachmittag wollte er im Gespräch mit Cheftrainer Karlheinz Waibel und seinem Coach Manfred Widauer auf Ursachenforschung gehen. „Da wird über alles geredet. Ich brauche Sicherheit“, sagte er.

Neureuther gab zudem zu bedenken, dass es eine Fehlentscheidung gewesen sein könnte, sich im November und Anfang Dezember vermehrt im Speed-Bereich zu versuchen. So wollte er seine Medaillenchancen in der Super-Kombination erhöhen, „aber darunter hat das Training im Slalom gelitten“. Neureuthers Konsequenz: „Ich werde mich jetzt auf den Slalom konzentrieren und vielleicht ein paar FIS-Rennen fahren.“

Alpin-Direktor Wolfgang Maier wollte mit dem WM-Vierten nicht zu hart ins Gericht gehen: „Es gibt keinen Grund, Hektik zu machen. Wir haben noch den ganzen Januar Zeit, da muss Felix jetzt durch.“

“Er darf nicht dauernd alles in Frage stellen”, sagt Alpinchef Maier, “er muss zu seinen Entscheidungen stehen und die auch durchziehen.” Soll heißen: Er sollte weitermachen, wie er die Saison begonnen hat, mit den Speed-Rennen, seinem Trainingsprogramm – und nicht alles umwerfen, nur weil er ein paar mal ausscheidet. Zumal der Rennkalender ja noch sechs Slalomrennen bis Olympia vorsieht, sechs Chancen.

Maier sagt auch, Neureuther dürfe “nicht jedes Mal psychologisch in den Keller gehen, wenn etwas nicht klappt”. Aber Felix Neureuther stellt hohe Erwartungen an sich selbst, und dann wird die Enttäuschung mit jedem Ausscheiden gewaltiger. Noch vor der Saison hatte er über den Österreicher Reinfried Herbst gesprochen, mit dem er befreundet ist; dass Herbst so locker sei, das bewundere er, das nehme er zum Vorbild.

Nach der Weihnachtspause geht es für Neureuther dann ab dem 6. Januar Schlag auf Schlag, bis zum Monatsende stehen insgesamt sechs Slalom-Rennen an – für Neureuther sechs Chancen, um die Norm für die Winterspiele (einmal in den Top 8 oder zweimal Top 15) doch noch zu erfüllen. „Es ist sinnlos, jetzt wieder alles in Frage zu stellen – nur wegen eines Fehlers“, meinte Maier deshalb.

Dieser eine, aber verhängnisvolle Fehler unterlief Neureuther auf der Piste „Gran Risa“ nach 38 Fahrsekunden. Bis dahin hatte er einen ordentlichen Lauf gezeigt, der ihn vermutlich unter die Top 6 geführt hätte. „Es sind Kleinigkeiten, die nicht passen“, sagte er.

Quelle: www.welt.de  und www.sueddeutsche.de

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