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ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel will Abfahrt interessanter machen

ÖSV Präsident Prof. Peter Schröcksnadel (Foto: Erich Spiess)

ÖSV Präsident Prof. Peter Schröcksnadel (Foto: Erich Spiess)

Innsbruck – ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel erkennt die Gefahr, dass die alpine Skiabfahrt aus dem olympischen Programm entfernt werden könnte. Sobald die FIS wieder tagt, will der Tiroler einen Vorschlag einbringen. Dabei geht es darum, wie man die Abfahrt für den Fernseh-Zuschauer interessanter gestalten kann.

Vor Kurzem sprach FIS-Präsident Gian Franco Kasper davon, dass aus Kostengründen die Speedbewerbe bei Olympia zur Disposition stehen könnten. Warum gibt es bei der Abfahrt so ein Problem? Während bei einem technischen Rennen viele Länder ihre besten Athletinnen und Athleten an den Start schicken und so auch die TV-Rechte gefragt sind, stehen bei den Speed-Disziplinen nur acht bis zehn Nationen am Start.

Angeblich soll bei den Speed-Disziplinen auch das Zuschauerinteresse rückläufig sein. Hierbei muss man auch bedenken, dass zum Beispiel in Deutschland bei wetterbedingten Verschiebungen meistens die Übertragung abgebrochen wird. Die Abfahrt ist nun mal sehr wetterabhängig, und natürlich muss die Gesundheit der Rennläufer vorgehen. Häufig wird jedoch auch eine Flexibilität der TV-Sender vermisst, und der Skifan hat keine Möglichkeit, das Rennen live zu verfolgen. So kann der deutsche Otto Normalverbraucher die meisten Nordamerika-Entscheidungen erst am nächsten Vormittag sehen.

Dass man nun daran denkt, einen Qualifikationslauf am Vortag durchzuführen, und so die Startnummern zu vergeben, ist ein zweischneidiges Schwert. Trainingsläufe sind gerade für junge Rennläufer, wichtig um die Strecke kennenzulernen. Das Auslosen der Startnummern von 1 bis 30 scheint ebenso sehr fraglich. Gerade bei einer Abfahrt können sich mit Unterbrechungen die Bedingungen extrem ändern. Auch Sprintabfahrten in zwei Durchgängen sind gewöhnungsbedürftig. Der ORF wird sicher beide Durchgänge übertragen, ob man so aber bei ZDF und ARD mehr Sendezeit bekommt, ist ungewiss. Die derzeitige Regelung kann man zwar überdenken, aber sie scheint zurzeit doch die fairste zu sein.

Die zwei Athletensprecher Michael Janyk aus Kanada und Hannes Reichelt aus Österreich haben auch mit Schröcksnadel gesprochen. Man will versuchen, bereits in diesem Winter, der für die Speed-Asse Ende November beginnt, die ersten Versuche in die Tat umsetzen. Wir werden auf jeden Fall berichten, ob die Forderungen oder Wünsche des rot-weiß-roten Verbandschefs umgesetzt werden oder Gehör finden. Der Gesprächsstoff geht uns sicher nicht aus.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.kleinezeitung.at

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