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ÖSV Rennläufer Clemens Dorner beendet seine Karriere

Clemens Dorner (AUT) / Foto privat / facebook

Clemens Dorner (AUT) / Foto privat / facebook

Der Andelsbucher Clemens Dorner hat bekanntgegeben, dass er seine Karriere beenden wird. Dorner wird sich in Zukunft seinem  Wirtschafts- und Mechatronik-Studium widmen. Dorner war im Sommer aus dem ÖSV-Kader ausgeschieden, obwohl er kurz zuvor den österreichischen Meistertitel im Super-G geholt hatte.

Seinen international größten Erfolg feierte der 24-Jährige mit einem Europacup-Sieg im Super-G auf der Reiteralm. Im unten angeführten Schreiben erklärt Clemens Dorner die Beweggründe für seinen Rücktritt.

Dazu die Erklärung und die persönlichen Beweggründe, die Clemens Dorner übermittelt hat.

„Sehr geehrte Damen und Herren, mein letzter Eintrag auf Facebook zeigt mich bei der Fahrt zum Sieg bei den Österreichischen Meisterschaften 2015 im Super-G. Diesem Titel und der für mich sehr guten letzten Saison messe ich persönlich große Bedeutung zu.

Weniger der bloßen Ergebnisse wegen, sondern viel mehr stolz macht mich der Weg den ich bis dahin gegangen bin und die sportliche Bestätigung die ich schlussendlich dafür bekommen habe. Aus dieser Sicht ist es für mich umso schwieriger, heute und hiermit meinen Rücktritt vom aktiven Skirennsport bekannt zu geben. Die Entscheidung ist bei mir nicht von heute auf morgen und auch nicht aus einzelnen Gründen oder Argumenten heraus gefallen. Ich habe den Skirennsport mit Leidenschaft, mit Herzblut und Zielstrebigkeit gelebt und alles dafür gegeben. Das Gefühl, auf pickelharter Piste mit 120 km/h in einen Steilhang einzufahren, war für mich das Größte.

Leider war meine Laufbahn immer wieder durch schwere Verletzungen unterbrochen. Waren es in den Schülerjahren noch Probleme mit der Wachstumsfuge die mich vom Rennfahren abhielten, folgten die Jahre drauf zwei Kreuzbandrisse. Am Schlimmsten traf mich dann aber der schwere Sturz bei der Abfahrt in Wengen 2013, nachdem ich zuvor meinen ersten Europacup-Sieg feiern durfte. Patellasehnenriss, Kreuzband-und Seitenbandriss, Meniskusriss, Kniescheibenluxation – so damals die Diagnose. So kam es des Öfteren, dass während meine ÖSV Kollegen auf Gletschern und in Übersee ihre Trainingsfahrten absolvierten, ich mit dem Eisbeutel daheim an das Bett gefesselt war.

Und trotzdem ist es mir mit viel Willen und Aufwand gelungen, nach jeder Verletzung den Anschluss an die ÖSV-Teamkollegen zu finden. Mehr noch: jedes Mal konnte ich mich mit Siegen und top Platzierungen bei FIS- und Europacup Rennen wieder in das Spitzenfeld in dieser Kategorie fahren und damit das Leistungspotential unter Beweis stellen.

Auch, nachdem 2013 nicht feststand, ob ich je wieder eine blaue Piste normal hinunter fahren werde können. In solchen Phasen spielt das Vertrauen und Orientierung für jeden Sportler eine enorm wichtige Rolle. Vertrauen zu sich selber, Vertrauen vom engen Umfeld und Vertrauen vom zuständigen Verband, dem ÖSV. Letzteres ist über die letzte Saison und die Sommermonate verloren gegangen. Ich möchte dem Thema an dieser Stelle keine zu große Bedeutung beimessen und schon gar nicht soll es als Ausrede herhalten. Dafür lebt man als Sportler zu sehr nach dem Leistungsprinzip. Zudem habe ich dem ÖSV viel an Möglichkeiten und sportlicher Unterstützung zu verdanken. Aber es ist die Undurchsichtigkeit, das Fehlen von Argumenten und das „immer eine Hintertür offen lassen“ bei Entscheidungen, was einem als Athlet das Gefühl gibt, nur Ware zu sein, nur hin und her gereicht zu werden sowie den Interessen und Befindlichkeiten von einzelnen Personen ausgesetzt zu sein.

Eine sehr bekannte Skirennsportlerin hat es insofern auf den Punkt gebracht und sich in diesem Zusammenhang die Frage gestellt, ob Wahrheit und Ehrlichkeit heute nichts mehr wert wären. So sehr ich den Fight gegen die Uhr vermissen werde, bin ich zum Entschluss gekommen, dass es für mich nicht mehr dafür steht, mich dem Risiko, dem Aufwand und der Ungewissheit auszusetzen und die Energie und Zeit in ein Wirtschafts- und Mechatronik-Studium besser investiert zu sein scheint.

Ich möchte mich bei allen meinen Partnern und Unterstützern bedanken, vor allem aber bei der Skifirma Head, die mich all die Jahre mit top Material versorgt und betreut hat, beim ÖSV, beim Vorarlberger Skiverband, beim Skiclub Bregenzerwald, beim Sportservice Vorarlberg. Und nicht zuletzt bei Physiotherapeut Michael Rüscher (Reha Med) und Dr. Christian Hoser (Gelenkpunkt Innsbruck), denen ich die vollkommene Wiederherstellung nach meiner komplexen Knieverletzung verdanke.

Mein allergrößter Dank gilt aber meinen Eltern, meiner Familie und Freundin Christine. Vielen Dank für Alles!

Euer Clemi

PRESSEAUSSENDUNG DES VORARLBERGER SKIVERBANDES

 

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