Osborne-Paradis gewinnt Super G in Lake Louise
Der 25-Jährige Kanadier Manuel Osborne-Pardies gewinnt den Super G von Lake Louise in einer Zeit von 1:32.93 Minuten vor den beiden Österreichern Benjamin Raich (+0,24 Sekunden) und Michael Walchhofer (+0,62 Sekunden).
Hinter den beiden ÖSV-Läufern landeten mit Erik Guay und Robbie Dixon zwei weitere “Canadian Cowboys” auf den Rängen vier und fünf.
“Ich wusste, dass ich schnell sein kann, trotzdem ist der Sieg etwas überraschend für mich. Mein Rennen habe ich sehr aggressiv absolviert”, erklärte Osborn-Paradis, der seinen zweiten Sieg im Weltcup nach der Abfahrt in Kvitfjell im März 2009 feierte.
Benjamin Raich mußte sich bereits zum dritten Mal in einem Super-G in Lake Louise mit dem zweiten Platz begnügen war aber rundherum zufrieden: “Das liegt mir hier sehr gut, im Mittelteil in den Kurven bin ich immer sehr schnell. Ich habe alles relativ gut erwischt, bin bin auch unten sehr gut gefahren.”
Auch Raich’s Landsmann, Michael Walchhofer freute sich über den 3. Platz auf dem Podest: “Das ist nach dem Samstag-Ergebnis ein extrem wichtiges Resultat, es war eine gewisse Nervosität da. Das nimmt sehr viel Druck für die Woche in Beaver Creek. Der Kurs war sehr eckig, da habe ich mir nicht gedacht, dass ich so weit vorne landen kann“.
Nicht zufrieden waren Klaus Kröll und Georg Streitberger, die ex aequo Platz 18 belegten.
Carlo Janka egalisierte in Lake Louise mit Rang 6 das beste Super-G-Ergebnis seiner bisherigen Karriere. Er kam mit derselben Zeit ins Ziel wie der Franzose Adrien Theaux (+ 0,86). Hinter dem Bündner klassierten sich mit Didier Défago (9.) und Didier Cuche (10.) zwei weitere Schweizer in den Top 10. Nach zwei Siegen zum Saisonstart musste sich Cuche bei seinem dritten Start erstmals geschlagen geben.
Über ihre besten Platzierungen im Weltcup und Punkte durften sich Tobias Stechert und Andreas Strodl freuen. Der Oberstdorfer Stechert belegte Platz 21, der Partenkirchener Strodl erreichte den 22. Rang. Peter Strodl (Partenkirchen) und Stephan Keppler (Ebingen) schieden aus.
Der Sieg des Kanadiers und die starke Mannschaftsleistung wurde überschattet vom schweren Sturz des Teamkollegen John Kucera der mit Verdacht auf einen Schienbeinbruch mit dem Rettungshubschrauber nach Vancouver verbracht werden mußte.
Kanadas Alpinchef Max Gartner im ORF-Interview: “John hat sich am Schienbein verletzt, wahrscheinlich ein Bruch. Das ist eine sehr traurige Sache. John ist der Leader der Mannschaft, er war in sensationeller Form. Furchtbar, wir haben Olympia im Februar.”






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