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Realistische Zuversicht – Andreas Sander startet in die Weltcup-Saison

Bild: Andreas-Sander.com

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Wenn an diesem Wochenende auch die Ski-Abfahrer endlich in den Weltcup-Winter starten, könnte für Andreas Sander eigentlich alles wie immer sein. Bereits zum vierten Mal in Serie nimmt der Ennepetaler am Weltcup-Auftakt im kanadischen Lake Louise teil. Gefahren wird immer auf der gleichen Piste, übernachtet immer im gleichen Hotel. Und dennoch fühlt sich vieles anders an.

Im Mai 2014 wurde der Österreicher Mathias Berthold neuer Bundestrainer der Männer, holte mit Christian Schwaiger den bisherigen Techniktrainer der DSV-Damen zu den Herren und machte ihn zum Abfahrtstrainer. Sander meinte darin einen Richtungswechsel erkannt zu haben und sah sich nach den ersten Gesprächen mit dem neuen Trainerteam schnell bestätigt. „Christian hat die Anteile des Techniktrainings ordentlich erhöht. Da hat sich insgesamt die Sichtweise auf die Trainingsschwerpunkte etwas geändert.“

Das bedeutet allerdings nicht, dass die deutschen Abfahrer jetzt langsamer, aber umso schöner fahren sollen. „Nein“, lacht Sander, „das ist es nicht. Aber vielleicht ist es einfach so, dass einer wie Svindal nicht der Waghalsigste unter guten Skifahrern ist, sondern der beste Skifahrer unter vielen Waghalsigen. Unsere Trainer haben einen Plan, den sie uns gut vermitteln. Wir vertrauen den Trainern, aber sie auch uns.“

Motiviert von diesen Neuerungen kam der inzwischen 25-jährige Sander gut durch die wettkamplose Zeit. Nachdem im Frühjahr noch Narbengewebe am 2013 gerissenen Kreuzband entfernt wurde, bestehen hier keine Beeinträchtigungen mehr. Ein wenig Grund zur Sorge bereitet noch die Wurzel eines Fußnagels, die eigentlich bereits entfernt wurde. „Das beobachten wir jetzt mal, aber es schränkt fast bis gar nicht ein. Ansonsten fühle ich mich sehr wohl, dürfte fit und gut gerüstet für den kommenden Winter sein.“

Das notwendige Rüstzeug holte sich der Westfale wie schon in den vergangenen Jahren im langen Trainingslager auf der Südhalbkugel. Leider lag in den chilenischen Anden kaum Schnee, so dass auch hier fast nur an der Technik gearbeitet werden konnte. „Die Speed-Rennen, die wir eigentlich fahren wollten, fielen wie auch das Speed-Training der Witterung zum Opfer. Deswegen haben wir auch dort fast nur Riesenslalom trainieren können“, sagt Sander, der hofft, dass so die Not zur Tugend geworden ist.

In Nordamerika befindet sich der Wahl-Oberstdorfer seit Anfang November. Fast drei Wochen wurde in den Bergen um Denver trainiert; wie schon in Chile fast ohne Schnee. „Auch hier sind die Speed-Rennen abgesagt worden. Erst am letzten Wochenende konnten wir auf die Abfahrt.“ Als Nachteil will Sander das nicht verstanden wissen. „Den anderen Nationen ging es ja auch nicht besser. Also ist alles im grünen Bereich.“

So kommt es, dass der ehemalige Juniorenweltmeister gut gelaunt in Lake Louise seinem offiziellen Start in die Saison am Mittwoch entgegenfiebert: „Ich freue mich wirklich, dass es jetzt losgeht.“

Wie genau es diese Woche losgehen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass Sander am Sonntag im Super G an den Start gehen wird. Ein Start am Samstag bei der Abfahrt ist hingegen noch ungewiss. Aufgrund der schlechten Vorsaison stehen dem DSV in Lake Louise nur drei Abfahrts-Startplätze zur Verfügung, um die mindestens vier Athleten streiten.

Da Sander in der FIS-Rangliste derzeit nur die Nummer vier der deutschen Abfahrt ist, und somit eine viel schlechtere Startnummer als drei Mannschaftskollegen, wird es schwer, sich intern zu qualifizieren. „Um mit Nummer 70 die gleiche Zeit zu haben wie mit 35, muss man schneller fahren als die 35. Das ist einfach so und lässt sich durch gutes Training allein nicht ausgleichen. Ich werde versuchen mich zu qualifizieren. Wenn es klappt, dann umso besser.“ Sollte es nicht klappen, wird sich Sander auf den Super G konzentrieren können, wo er wegen steigender Leistungen zum Ende der vergangenen Saison über eine bessere Startnummer verfügt.

Überhaupt haben die letzten beiden Winter dafür gesorgt, dass sich Sander in der eigenen Erwartungshaltung bewusst zurückhält. „Ich bin da voller realistischer Zuversicht. Das Training der letzten Wochen war sehr gut. Meine Zeiten werden besser, ich stehe sehr sicher auf dem Ski. Das macht mich zuversichtlich für den kommenden Winter“, so der Athlet der SG Ennepetal, der dennoch die Realität nicht aus den Augen verliert. „Bis Weihnachten habe ich aber kaum realistische Chancen meine Startnummer deutlich zu verbessern. Bis ich eine bessere habe, muss ich daher ruhig bleiben, und auf eine der seltenen Chancen warten, wo mal das Wetter oder die Piste die hinteren Startnummern bevorteilt.“ Chancen, von denen es im Weltcup allerdings nicht viele gibt. So fuhr in der Vorsaison nur dreimal eine Startnummer über 60 überhaupt in die Punkte. “Aber wenn sie kommt, dann muss ich sie nutzen. Das verlangen die Trainer von mir, das erwarte ich von mir”, so der Westfale.

 

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