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Renate Götschl wird 40, wir gratulieren!

© Gerwig Löffelholz  /  Renate Götschl

© Gerwig Löffelholz / Renate Götschl

Judenburg – Am heutigen 6. August vor 40 Jahren erblickte die einstige ÖSV-Skirennläufern Renate Götschl das Licht der Welt. Drei WM-Titel, ein Gesamtweltcupsieg und zehn kleine Kristallkugeln sprechen für sich. Mit 46 Weltcuperfolgen in vier unterschiedlichen Disziplinen ist sie die viertbeste Skifahrerin im Weltcup aller Zeiten.

Doch der Reihe nach: Mit drei Jahren stand Götschl erstmals auf den Brettern. Nach dem Besuch der Skihandelsschule Schladming wurde sie Schülermeisterin im Slalom, im Super-G und in der Kombination. 1992 wurde sie in den B-Kader des ÖSV aufgenommen, nachdem sie im Vorjahr in den Nachwuchskader aufstieg.

Schon bald bahnten sich die ersten Erfolge an. So siegte sie beim Europacup-Torlauf in St. Sebastian und gewann die Silbermedaille im Rahmen der Junioren-WM, abermals im Slalom. Im Weltcup konnte sie sich bei ihrem ersten Einsatz (Slalom von Cortina d’Ampezzo) noch nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Beim nächsten Torlauf, der Weltcup gastierte in Hafjell, ging Götschl mit der Startnummer 42 ins Rennen und hatte am Ende die Nase vorn. Die damals 17-Jährige distanzierte die Konkurrenz um mehr als sechs Zehntelsekunden. Im Dezember 1993 schrammte sie mit dem zweiten Rang in der Abfahrt und dem vierten Platz im Slalom von St. Anton knapp am Sieg, bzw. am Podest vorbei. Dennoch gewann sie die Kombination überlegen. Bei den 1994 in Lillehammer ausgetragenen Olympischen Winterspielen schied sie jedoch in der Abfahrt aus.

Im Jänner 1995 siegte die junge Österreicherin im Super-G von Flachau. Bei der WM in der Sierra Nevada, die wetterbedingt um ein Jahr verschoben wurde, verpasste sie in der Kombination denkbar knapp ein weltmeisterliches Edelmetall, in der Abfahrt belegte sie Rang acht. In der Folge avancierte Götschl zur Speed-Queen. In Vail triumphierte sie im Dezember 1996 in der Abfahrt, in der gleichen Saison belegte sie bei den Welttitelkämpfen in Sestriere den ersten Platz in der Kombination und verwies die beiden DSV-Athletinnen Katja Seizinger und Hilde Gerg auf die Positionen zwei und drei. Das Jahr endete positiv, zumal Götschl nicht nur zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, sondern auch die kleine Kristallkugel in der Abfahrtswertung mit nach Hause nehmen konnte.

In der Folgesaison war sie auch recht erfolgreich, nur bei den Olympischen Winterspielen, die im japanischen Nagano ausgetragen und vom recht spektakulären Abflug ihres Landmannes Hermann Maier in der Abfahrt überschattet wurden, blieb Götschl medaillenlos. Im Ski-Winter 1998/99 war die Steirerin mehr als nur erfolgreich und gewann fünf Rennen. Außerdem belegte sie bei der WM in Vail den zweiten Platz im Super-G. In der Abfahrt triumphierte sie, und im Gesamtweltcup reichte es für den sehr guten dritten Endrang.

Doch die Österreicherin wurde noch besser. In der Millenniumsaison 1999/2000 stand sie sechs Mal auf dem obersten Treppchen. Fünf weitere Male landete die stets sympathische Athletin unter den besten Drei. Beim Saisonkehraus hatte Götschl jede Menge zu schleppen. So holte sie sich die kleine Kugel im Super-G und jene für den Gesamtweltcup. In der Abfahrt musste sich denkbar knapp der DSV-Athletin Regina Häusl geschlagen geben. Auch in den technischen Disziplinen zeigte Götschl ihre Klasse.

© Gerwig Löffelholz  /  Renate Götschl

© Gerwig Löffelholz / Renate Götschl

Im Folgejahr belegte sie sowohl im Gesamtweltcup als auch in den Speedwettbewerben am Ende des Jahres den zweiten Rang. Bei der Heim-WM 2001 in St. Anton am Arlberg durchlief die Steirerin ein Wechselbad der Gefühle. Im Super-G kam sie nach bester Zwischenzeit nicht ins Ziel, nach dem Kombislalom lag sie zur Halbzeit in Front, fiel aber aus. In der Abfahrt wurde sie hinter ihrer Teamkollegin Michaela Dorfmeister Zweite und im Riesenslalom konnte sie ihr gutes Ergebnis aus dem ersten Durchgang nicht verwerten und kam nicht ins Ziel.

Im Olympiawinter 2001/02 belegte sie abermals den zweiten Rang im Gesamtweltcup. Bei den Winterspielen im US-amerikanischen Salt Lake City wurde sie Zweite in der Kombination und Dritte in der Abfahrt. Nach dem Saisonhöhepunkt stürzte sie bei einer Abfahrt im Weltcup und verletzte sich schwer am Knie. Doch die Steirerin quälte sich durch den Spitalsaufenthalt und die Rehabilitation und konnte gleich an ihre Erfolge in der Abfahrt anknüpfen, denn der erste Sieg ließ nicht lange auf sich warten. Bei der WM 2003 in St. Moritz gab es jedoch keine Spitzenresultate. Im Kampf um die kleinen Kristallkugeln in den Speeddisziplinen reichte es jeweils für den zweiten Rang. In der Abfahrtswertung hatte sie nur um vier Punkte gegenüber ihrer Teamkollegin Michaela Dorfmeister das Nachsehen.

Die Saison 2003/04 war wieder sehr erfolgreich. Am Ende des Winters holte sie sich sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G die kleine Kristallkugel. Im Kampf um die große Kristallkugel war nur die Schwedin Anja Pärson besser. Im Riesenslalom von Lienz verpasste die Steirerin mit Rang zwei knapp den Sieg.

Auch der nächste Winter verlief gut. Die vierte Kristallkugel im Abfahrtsweltcup ist ein Beweis dafür, die WM-Bronzemedaille in der gleichen Disziplin und Rang zwei im neu entstandenen Teambewerb und in der Folge die Wahl zur österreichischen Sportlerin des Jahres sprechen Bände.

Im nächsten Winter war Götschl nicht erfolgreich. Als einziger positiver Lichtblick kann der Sieg in Cortina d’Ampezzo gesehen werden. Mit ihrem neunten Erfolg auf der Olimpia delle Tofane war bis zu jenem Zeitpunkt kein anderer Skifahrer erfolgreicher an einem Ort.

Bei der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Winterspielen in Turin durfte sie die rot-weiß-rote Flagge tragen. In der Saison 2006/07 gewann Götschl acht Rennen. Beim zweiten Rang im Super-G von San Sicario stand sie zum 100. Mal auf einem Weltcup-Podium. Bei der WM im schwedischen Åre wurde sie Dritte im Super-G, eine Abfahrtsmedaille blieb außer Reichweite. Im Gesamtweltcup reichte es trotz 13 Stockerlplätzen zu Platz vier.

Im Sommer 2007 ließ sich Renate Götschl, die von den Medien als Speedqueen bezeichnet wurde, am Knie operieren und die Österreicherin konnte aufgrund des Trainingsrückstandes in der Folgesaison kein Rennen gewinnen. Die Saison 2008/09, die letzte ihrer langen, aber durchaus sehr erfolgreichen Karriere, verlief nicht nach Plan. Bei der WM in Val d’Isère kam sie in der Abfahrt auf Position 24. Bei der letzten Abfahrt der Saison, sie wurde in Schweden ausgetragen, belegte sie mit Rang drei den einzigen Stockerlplatz.

Da sie ein Kind erwartete, gab Götschl im Sommer 2009 ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Mittlerweile ist das Geburtstagskind von heute zweifache Mutter. Ihr Strahlen ist geblieben, wir von skiweltcup.tv wollen uns in die schier unendliche Anzahl von Gratulanten mischen und ihr alles Gute zum Geburtstag wünschen. Sie hat dem Skisport viel gegeben, wir haben uns mit all den Erfolgen gefreut und danken, dass wir über sie berichten durften.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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