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Roland Leitinger im Skiweltcup TV-Interview: „Die abgelaufene Saison war ganz ordentlich!“

Roland Leitinger: „Die abgelaufene Saison war ganz ordentlich!“

Roland Leitinger: „Die abgelaufene Saison war ganz ordentlich!“

St. Martin bei Lofer/Salzburg – Der Österreicher Roland Leitinger ist ein vielseitig interessierter und einsetzbarer Sportler. Neben seiner Tätigkeit als Skirennläufer ist er auch als Shortcarver und Firngleiter unterwegs.

Wir von skiweltcup.tv sprachen mit dem fast 25-jährigen, quirligen Athleten und sympathischen Zeitgenossen aber nur über sein Leben als Skifahrer. Dabei kamen die leidige Begegnung mit einer PET-Flasche in St. Moritz, eine Saisonanalyse und ein Blick in die Zukunft zur Aussprache.

skiweltcup.tv: „Roland, beim letzten Saisonrennen in St. Moritz durchquerte eine große PET-Flasche deine Fahrt. Ist dir während des Rennens der Drohnenabsturz hinter deinem Teamkollegen Marcel Hirscher beim Slalom Madonna di Campiglio in den Sinn gekommen?“

Roland Leitinger: „Wenn ich speziell in so einem Moment an den Drohnenabsturz denke, dann hätte das Ganze wahrscheinlich nichts mehr mit Rennfahren zu tun. Während meiner Fahrt hatte ich genug zu tun, und dann musste ich noch der Flasche irgendwie ausweichen. Das war schon eine ordentliche Challenge. Deshalb kommt dir so etwas nicht mal im Entferntesten in den Sinn. Trotzdem war es schon komisch, bei einem Weltcuprennen mal mit so einer Situation zu kämpfen.“

skiweltcup.tv: „Einige Rennfahrerkollegen vertrauen auf den Vater als Coach. Muss da mehr als ein blindes Vertrauen da sein, oder ist es deiner Meinung nach besser, wenn der eigene Vater sozusagen der erste ist, der seinen eigenen Nachwuchs nach bestem Wissen und Gewissen fordert und fördert?“

Roland Leitinger: „Ich glaube, dass es absolut situationsabhängig. Bei mir hat es sich einfach nicht ergeben, dass mein Vater schon im Kindes- und Schüleralter bei mehreren Rennen von mir dabei war. Er hat ja hart gearbeitet, um meine Geschwister und mich im Skirennsport überhaupt mit Material unterstützen zu können.

Für mich waren funktionierende Skiklubs, die Schulen und die Verbände entscheidend. Aber es ist klar, dass das Verhältnis Trainer-Rennläufer passen muss, da man ja mehrere Monate im Jahr zusammen verbringt. Wenn man da hervorragende Leistungen bringen will, muss die Beziehung klappen. Ob das dann der Vater oder eine externe Person ist, ist meiner Meinung und Erfahrung nach weniger wichtig.“

© Kraft Foods / Roland Leitinger

© Kraft Foods / Roland Leitinger

skiweltcup.tv: „Du bist sehr furios in die letzte Saison gestartet. Eine kleine Verletzung hat dich etwas aus der Bahn geworfen, ehe du dann wieder zum Ende hin mit guten Leistungen und Ergebnissen auf dich aufmerksam gemacht hast. Wie würdest du deinen Ski-Winter benoten, und welche Lehren ziehst du im Hinblick auf die neue Saison?“

Roland Leitinger: „Ich will meine Saison nicht benoten. Ich habe mein Ziel in dieser Saison erreicht, und dann muss man auch mal sagen, dass das gepasst hat und man damit zufrieden sein kann. Natürlich war der Saisonstart mit den Plätzen sechs und zehn gleich mal hammermäßig und cool. Auch das Rennen in Val d’Isère hätte wieder super gepasst, und ich bin gut gefahren.

Dann kam aber alles anders, und ich bin im Krankenhaus gelandet und habe mich 20 Tage mit einer Schnittwunde herumgequält und dann durch die Absagen von Adelboden und Garmisch-Partenkirchen wenige Rennen gehabt. Danach konnte ich auf einmal die Schwünge nicht mehr so schön ziehen. Mir fehlte ein wenig der Grundspeed; zudem hatte ich mit mehreren technischen Fehlern zu kämpfen.

So habe ich weiterhin hart gearbeitet und wieder Top-15-Resultate eingefahren. Ich möchte mich weiterhin an die Weltspitze herantasten. Die abgelaufene Saison war ein wichtiger Schritt dazu. Ich werde auch im nächsten Winter mit Volldampf unterwegs sein und nach vorne schauen.“

skiweltcup.tv: „Was machst du abseits des Skirennsports, wenn du einmal abschalten willst und nicht an Torstangen, Hundertstelsekunden, Finalqualifikationen, Betreuer, Serviceleute und die Bretter, die für den einen oder anderen deiner Kollegen wohl die Welt bedeuten, denkst?“

Roland Leitinger: „Also im Winter ist es mit Abschalten für mich gleich mal schwer, denn es ist immer sehr viel los. Wenn nicht gerade trainiert wird oder Rennen gefahren werden, dann setze ich mich mit Videos von mir und der Konkurrenz auseinander. Es gibt dann auch mal ruhigere Tage, an denen ich dann doch ausspanne und regeneriere. Ein Spaziergang in der schönen Natur ist immer mal drinnen und bringt mich auch wieder runter und beruhigt.“

skiweltcup.tv: „Was erwartest du dir vom nächsten Winter und der möglichen Teilnahme an der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz? Den Hang, wenn auch mit der unliebsamen Begegnung mit der Trinkflasche, kennst du ja schon…“

Roland Leitinger: „Sie sind jetzt der Erste, der mir eine Frage dazu stellt. Es ist schwer zu sagen, zumal ich noch nicht darüber nachgedacht habe. Nach dem Europacup-Sieg in der RTL-Wertung im Winter zuvor und dem Etablieren in den Top-30 heuer setze ich alles daran, den positiven Aufwärtstrend fortzusetzen.

Dass Vieles möglich ist, habe ich in dem zu Ende gegangenen Winter gesehen. Es gibt kein Limit im Skisport, und diesem Motto bleibe ich treu. Bei den Welttitelkämpfen in St. Moritz möchte ich auf alle Fälle dabei sein und um Edelmetall kämpfen. Es war immer schon einmal ein Traum von mir, Weltmeister zu werden. Dafür kämpfe ich immer und immer wieder. Der Hang dort gefällt mir schon einmal sehr.“ (lacht)

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Roland Leitinger überzeugte bereits zum Saisonstart mit Platz 6 in Sölden

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