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Rücktritt: Tina Maze verabschiedet sich in Maribor aus dem Skiweltcup

© Kraft Foods / Tina Maze - Gesamtweltcupsiegern 2012/13

© Kraft Foods / Tina Maze – Gesamtweltcupsiegern 2012/13

Tina Maze wird nach einem Jahr Pause in ihrer Heimat, am 7. Januar 2017 beim Riesenslalom von Maribor/Marburg, ihr Abschiedsrennen im Skiweltcup-Zirkus bestreiten. Wie Jurij Zavrsnik von der slowenischen Sportzeitung ‚Ekipa‘ gegenüber der ‚Kleinen Zeitung‘ bekanntgab, wird sie nur in ihrer Paradedisziplin an den Start gehen. Den Slalom am 8. Januar wird die 33-Jährige nicht mehr bestreiten.

Ob die Slowenin auch ihr Startrecht bei der SKI-WM 2017 in St. Moritz in Anspruch nimmt, scheint jedoch fraglich. Offiziell steht Tina Maze am 20. Oktober, im Hotel Bergland in Sölden, bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort. Dann sollten wir wirklich mehr wissen.

Mit Tina Maze verabschiedet sich ein Grand-Dame des Skisports von der Weltcupbühne. Vier Olympische-Medaillen (davon 2 x Gold & 2 x Silber), neun Weltmeisterschafts-Medaillen (5 x Gold & 4 x Silber), Gesamtweltcupsiegern 2012/13, Super-G Weltcupsiegerin (12/13), Riesenslalom Weltcupsiegerin (12/13), Kombination Weltcupsiegerin (12/13), 26 Weltcupsiege, 81 Weltcup Podiumsplätze, 400 Weltcupstarts, 2 Europacupsiege, 6 Europacup Podiumsplätze.

Ihr Weltcupdebüt feierte Tina Maze am 02.01.1999 bei einem Heimrennen in Maribor. Die ersten Weltcuppunkte konnte sich die Slowenin am 28. Oktober 2000 mit Platz 24 in Sölden gutschreiben lassen. In Maribor stand sie beim Riesenslalom am 04.01.2002 zum ersten Mal, als Zweitplatzierte auf dem Podium. Den ersten Weltcupsieg feierte sie beim Weltcup-Opening 2002/03, welchen sie zeitgleich mit Nicole Hosp und Andrine Flemmen teilen musste. Ihr letztes Rennen bestritt sie am 22.03.2015 beim Riesentorlauf von Meribel. Auch hier stand sie als Drittplatzierte auf dem Podest.

Nach ihrem Sieg 2002/03 versuchte Maze den Anschluss an die Weltspitze zu finden. Es dauerte jedoch bis zum 02.02.2008 bevor Maze, mit Startnummer 47 (die höchste, mit der je eine Weltcupabfahrt der Damen gewonnen wurde) völlig überraschend die Abfahrt von St. Moritz gewinnen konnte. Hierbei profitierte sie jedoch auch von den besser (schneller) werdenden Pistenverhältnissen.

Ein Knackpunkt in der Karriere von Maze war der Sommer 2008. Sie löste sich vom slowenischen Skiverband und war von nun an mit dem „Team Maze“ eigenständig unterwegs. Darüber hinaus wechselte sie von Rossignol zu Stöckli.

Bereits in der Saison 2008/09 zahlten sich die Umstellung aus. Maze siegte im Riesentorlauf von Maribor und Are und konnte sich bei der WM 2009 in Val d’Isere über die Silbermedaille im Riesenslalom freuen.

In der Saison 2009/10 belegte Maze, nach konstanten Leistungen im Riesenslalom, Super-G und Slalom den vierten Platz im Gesamtweltcup. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver durfte sie die Fahne Sloweniens tragen und belohnte sich und das Land mit zwei Silbermedaillen (Super-G und Riesenslalom).

2010/11 konnte Maze acht Podiumsplätze einfahren. Auf einen Sieg musste sie jedoch bis Anfang März 2011 warten. In Travis konnte sie, nach fast einem Jahr ohne Sieg, bei der Super Kombination konnte sie vom höchsten Podestplatz in die Menge winken. Den größten Erfolg ihrer Karriere feierte sie jedoch, mit dem Gewinn der Goldmedaille im Riesenslalom, bereits am 17.02.2011 bei der WM in Garmisch-Partenkirchen. Beim Weltcupfinale in Lenzerheide gewann Maze ihr erstes Slalomrennen. Am Ende der Saison konnte sie sich über Platz drei in der Gesamtwertung freuen.

Mit zehn Podest-Platzierungen beendete Tina Maze die Saison 2011/12 hinter Lindsey Vonn auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung. Dabei stand sie in allen fünf Disziplinen mindestens einmal auf dem Podest.

Im der Saison 2012/13 purzelten durch Tina Maze sämtliche Skirekorde wie am Fließband. Sie trat in Sphären ein, die vielen Konkurrentinnen mehr als unheimlich erschienen. Gesamtweltcupsiegerin mit einem Rekord von 2414 Punkten, Super-G Weltcupsiegerin (12/13), Riesenslalom Weltcupsiegerin (12/13), Kombination Weltcupsiegerin. Mit insgesamt 24 Podestplätzen in einer Saison stellte sie eine weitere Bestmarke auf. Im Oktober 2013 wurde Maze mit dem Skieur d’Or ausgezeichnet. Auch bei der WM 2013 in Schladming räumte Maze kräftig ab. Gold im Super- G und Silber im Riesenslalom und der Super Kombination.

Im folgenden Winter (13/14) glaubten alle an eine Fortsetzung der Übermacht von Maze, doch sie wurden eines Besseren belehrt. Wenige Podestplätze und nur ein Sieg konnte Maze erreichen. Der Sieg bei der Abfahrt in Cortina d’Ampezzo kam gerade zum rechten Zeitpunkt.

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 präsentierte  sich die Slowenin wie von einem anderen Stern und holte Gold in der Spezialabfahrt und im Riesentorlauf. Zudem schrammte sie mit Platz fünf im Super-G und Rang vier in der Super-Kombination knapp am Podest vorbei. Mit ihren zwei Goldmedaillen schrieb sie Skigeschichte. Noch nie war es einem slowenischen Skisportler gelungen, bei den Olympischen Winterspielen auf dem obersten Podest zu stehen.

Auch in der Saison 2014/15 war Maze sehr erfolgreich unterwegs. Insgesamt stand sie bei 13 Weltcuprennen auf dem Podium und konnte drei Weltcupsiege feiern. Bis zum letzten Rennen in Meribel, kämpfte Maze gegen Anna Fenninger um den Gesamtweltcup; welchen sie am Ende um 22 Punkte verpasste. Maze zeigte sich nach anfänglich bitterer Enttäuschung als faire Zweite und schenkte ihrer Kontrahentin eine Halskette aus der eigenen Kollektion. Der Höhepunkt der Saison war jedoch die Ski-Weltmeisterschaften in Vail / Beaver Creek. Hier sicherte sich Maze den WM Titel in der Abfahrt sowie in der Alpinen Kombinationen und konnte sich über eine Silbermedaille im Super-G freuen.

Bericht für Skiweltcup.TV: Andreas Raffeiner

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