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Rücktritt von Kathrin Zettel offiziell – Eine große Karriere geht zu Ende

© Gerwig Löffelholz / Kathrin Zettel

© Gerwig Löffelholz / Kathrin Zettel

Göstling – Nach den Rücktritten von Niki Hosp, Alexandra Daum, Andrea Fischbacher und Regina Sterz hängt mit der Niederösterreicherin Kathrin Zettel eine weitere ÖSV-Dame die Skier an den Nagel. Dies gab Kathrin Zettel bei einem Pressegespräch am Montag in Wien bekannt. Der in wenigen Wochen 29 Jahre alt werdende Skirennläuferin machten gesundheitliche Probleme im Rückenbereich zu schaffen, sodass ihre Entscheidung durchaus nachvollziehbar ist.

Blicken wir etwas auf die Karriere von Kathrin Zettel. Erstmals in Erscheinung trat sie im Februar 2004, als sie im Rahmen der Junioren-WM im slowenischen Marburg die Goldmedaille im Slalom holte. In der Kombination konnte sie sich über die Silbermedaille freuen. Kurze Zeit debütierte sie im Weltcup. 2005, die Ski-Junioren tagten bei den Welttitelkämpfen im italienischen Bardonecchia, drehte die ÖSV-Athletin den Spieß um und gewann in der Kombi, währenddessen sie im Torlauf Zweite wurde.

Im gleichen Jahr nahm sie auch bei der Ski-WM bei den „Großen“ teil. Die Niederösterreicherin schrammte mit den Positionen vier (Slalom) und sechs (Kombination) knapp am Edelmetall vorbei. Mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen Niki Hosp, Renate Götschl, Benni Raich, Rainer Schönfelder und Michi Walchhofer gab es jedoch eine Silbermedaille im Teambewerb. Dieser wurde in Bormio das erste Mal ausgetragen.

In der Folgesaison zeigte die sympathische Athletin Ausdauer und Konstanz und konnte mit 16 Top-10-Ergebnissen ihre Klasse unter Beweis stellen. Im Gesamtweltcup wurde sie Siebte. Im Torlauf-, Riesenslalom- und Kombinationsweltcup klassierte sie sich unter den besten Sechs. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 verpasste sie in der Kombination als Vierte knapp eine Medaille.

Ende November siegte Zettel beim Riesentorlauf in Aspen. Somit stand sie erstmals bei einem Weltcuprennen auf dem obersten Treppchen. Auch vor heimischer Kulisse am Semmering konnte sie sich über einen Erfolg freuen. Bei den Weltmeisterschaften im schwedischen Ǻre wurde sie zweimal Fünfte und einmal Neunte. Wenige Wochen später stürzte die Niederösterreicherin in der Kombi-Abfahrt in Tarvis schwer und zog sich dabei einen Schienbeinkopf- und einen Nasenbeinbruch zu. Die Saison war somit frühzeitig zu Ende.

In der Saison 2007/08 zeigte sie mit dem dritten Rang im Riesentorlauf von Sölden, dass sie wieder ganz die Alte war. Im Laufe der Saison fuhr sie beim Slalom von Aspen und im Riesenslalom von Bormio zwei weitere Male aufs Podest. Im darauffolgenden Winter krönte sie sich bei der Ski-WM im französischen Val d’Isère zur Kombi-Königin. Neben der Goldmedaille in dieser Disziplin schien eine zweite Auszeichnung im Riesenslalom zum Greifen nahe, doch nach Laufbestzeit im ersten Durchgang wurde Zettel noch auf Platz sechs zurückgereicht. Im gleichen Winter gewann die Niederösterreicherin gleich sieben Riesenslaloms, im Kampf um die kleine Kugel hatte sie gegenüber der routinierten Finnin Tanja Poutiainen um gerade einmal sieben Zähler das Nachsehen.

Im Januar 2010 war Kathi Zettel auch im Slalom erfolgreich. Innerhalb von 24 Stunden war sie sowohl im Riesenslalom als wie auch im Torlauf von Maribor erfolgreich. Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver klebte ihr erneut das Pech an den Füßen. Im Slalom wurde sie nur 13., während sie sich in der Super-Kombi mit „Blech“ und im Riesentorlauf mit Rang fünf begnügen musste.

Im Folgejahr stand sie nach längerer Abwesenheit wieder einmal auf dem Podium. Beim dritten Platz, den sie beim Riesenslalom in Zwiesel herausfuhr, spürte man deutlich, welcher Stein Zettel vom Herzen gefallen ist. Beim Slalom von Spindlermühle, im tschechischen Riesengebirge gelegen, wurde sie Zweite. Bei der Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen belegte sie am Gudiberg hinter Teamkollegin Marlies Schild den zweiten Rang im Torlauf. Bei der Super-Kombination ging sie, obwohl sie als Titelverteidigerin ein Startrecht hatte, nicht ins Rennen. Im Riesentorlauf wurde sie am Ende 12.

Im Ski-Winter 2011/12 wurde Zettel wiederum zweimal Dritte bei einem Weltcuprennen. In der Saison 2012/13 war sie erfolgreicher. Neben einem Erfolg kletterte sie viermal auf die zweit- und zweimal auf die dritthöchste Stufe des Podests. Bei der Heim-WM 2013, die im steirischen Schladming ausgetragen wurde, reichte es denkbar knapp nicht für eine Medaille. Sie musste mit den Rängen vier im Riesentorlauf bzw. fünf in der Super-Kombination zufrieden sein. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi freute sich Zettel über die Bronzemedaille im Slalom.

Bei der Ski-WM 2015 in Vail/Beaver Creek kam, auch wenn es wiederum zu keinem Edelmetall reichte, die Niederösterreicherin bei drei Starts zu drei Top-7-Ergebnissen. Am 1. März dieses Jahres freute sich Zettel im Rahmen der Super-Kombination über den dritten Platz und über den 50. Podestplatz ihrer langen Karriere, die mit dem heutigen Tag zu Ende geht.

Abgerundet wird das Profil von Zettel von 17 Podestplatzierungen, davon fünf Siegen im Europacup. Des Weiteren gewann sie sowohl 2009 als auch 2014 in beiden technischen Disziplinen die Goldmedaille im Rahmen der Österreichischen Skimeisterschaften. Dazu gesellen sich die Silbermedaille beim Super-G beim European Youth Olympic Festival 2003, zwei Erfolge im Nor-Am Cup und fünf Siege in FIS-Rennen.

Wir von skiweltcup.tv wünschen Kathrin Zettel, die 2005, also im Blütenalter von 19 Jahren schon das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten hatte, alles Gute für ihre Zukunft. Vielleicht wird sie eines Tages Mutter einer erfolgreichen Skirennläuferin oder eines erfolgreichen Skirennläufers. Es kann aber auch sein, dass sie ihre Erfahrungen im Trainersektor weitergibt. Wir werden sehen. Auf jeden Fall verliert nicht nur der Österreichische Skiverband ein Aushängeschild, sondern auch der Weltcup ein sympathisches Lächeln und eine äußerst couragierte Athletin.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner 

 

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