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Sabrina Fanchini beendet Karriere und stellt die Skier in die Ecke

© Gerwig Löffelholz / Sabrina Fanchini

© Gerwig Löffelholz / Sabrina Fanchini

Lovere – Sabrina, die jüngste der Fanchini-Schwestern, beendet ihre Karriere als Skiläuferin. Die 1988 geborene Athletin hat am Sonntag auf der sozialen Plattform Facebook eine sehr lange Nachricht geschrieben, in der die Gründe für ihren Schritt aufgezählt worden sind.

Dazu postete die Italienerin ein Foto, welches sie nach dem Riesentorlauf in Lienz 2011 zeigt. Bei diesem Rennen ging sie mit der hohen Startnummer 42 an den Start und belegte den sehr guten 23. Rang nach dem ersten Durchgang. Im Finale machte sie gleich 15 Positionen gut und schob sich dank der zweibesten Laufzeit (nur Teamkollegin Irene Curtoni war besser!) bis auf Platz acht vor.

„Ich möchte meinen Abschied vom aktiven Skirennsport mit diesem Foto zeigen. Das waren der schönste Moment in meinen Leben und meine größte Emotion. Darüber hinaus ist jener Tag, an dem ich das Maximalste aus mir herausholen konnte. Ich habe mich zum Rücktritt entschlossen, zumal ich in mir den Zeitpunkt verspüre, Schluss zu machen. Im vergangenen Jahr habe ich sehr gelitten, zumal das Skifahren eine starke Last und kein Vergnügen mehr war. Es tut mir sehr leid, da der Skisport mein Leben ist, und ich bin sicher, dass er es weiterhin ist. So werde ich nicht mehr die Hauptdarstellerin sein, denn ich versuche, meine Leidenschaft auf andere Personen zu übertragen. Die ersten Personen, denen ich meinen Dank aussprechen will, sind meine MUTTER und mein VATER. Es sind meine Säulen, und es sind die Einzigen, die neben mir immer an mich geglaubt haben. DANKE für die Möglichkeit, das zu machen, was ich liebe. DANKE auch an meine süßen Schwestern Elli und Nikki, die die absolut stärksten sind. Sie sind Lebensvorbilder im Sport, und danke, dass sie mir den Weg gezeichnet haben […]. Und zum Schluss DANKE an den SKISPORT, der mich zu der Person, die ich bin, gemacht hat. So bin ich stolz auf mich selbst!“

Als im Jahr 2004 Nadia Fanchini die Junioren-WM-Goldmedaille im Super-G für sich entschied, war ihre junge Schwester Sabrina, erst 15-Jährig, schon Mitglied des Comitato Alpi Centrali. Im Jahr darauf konnte Sabrina Fanchini schon im Europacup debütieren. Sie ging bei den Speedrennen an den Start. Bei den Italienmeisterschaften 2008 konnten die Fanchini-Schwestern in der Abfahrt feiern. Der Sieg ging an Nadia, die Silbermedaille an Elena. Sabrina, die Jüngste, erreichte den sehr guten achten Platz, der gleichbedeutend mit dem zweiten Platz und dem Gewinn der Silbermedaille in der Jugendkategorie war.

Im Europacup war Sabrina nicht so erfolgreich, um ihre vielseitigen Talente zu demonstrieren. Dennoch eroberte sie in allen Disziplinen Punkte. Meistens erzielte sie im Riesentorlauf Top-10-Plätze, im März 2014 kletterte sie beim Riesenslalom im andorranischen Soldeu das einzige Mal auf ein Europacup-Podest.

Im Weltcup startete Sabrina Fanchini nur 34 Mal. Zwischen 2010 und 2015 konnte sie sowohl im Slalom als auch im Riesentorlauf siebenmal in die Punkte fahren. Der vorher angedeutete Einsatz in der Dolomitenstadt Lienz im Dezember 2011 brachte ihr das beste Ergebnis ihrer Karriere. Im Sommer 2010 dachte sie bereits an einen Rücktritt, doch dank des Trainers Devid Salvadori machte sie weiter. Mitte Dezember des gleichen Jahres fuhr sie beim Torlauf in Gressoney mit der sehr hohen Startnummer 64 auf Platz zehn. Das Rennen wurde von einer gewissen Frida Hansdotter gewonnen. Aufgrund des sehr guten Ergebnisses nominierten die azurblauen Trainer Sabrina Fanchini für die kommenden Weltcupaufgaben.

Im Jahr 2013 endete die Saison schon im November. Im Sommer konnte sie sehr gut trainieren, doch bei einem FIS-Rennen in Loveland riss sie sich das Kreuzband im linken Knie. Im Sommer 2014 wechselte sie in die Gruppe „von nationalem Interesse“, ein Jahr später schied sie aus allen nationalen Kadern aus.

Blicken wir noch auf ein paar Ergebnisse. In allen Disziplinen konnte sich Sabrina Fanchini im Rahmen der Italienmeisterschaften unter den besten Fünf klassieren: Abfahrt (4., 2010), Super-Kombi (3., 2011), Slalom (5.; 2015), Riesentorlauf (5.; 2012 und 2014) und Super-G (5.; 2009).

Sabrinas Schwester Elena, die genauso wie Nadia immer zu ihr hielt, sagte: „Meine kleine Schwester, die kleinste mit dem größten Herzen […]! In deiner Karriere hast du viel gelitten; du hast nie aufgegeben und hast mit Kraft, deiner Entschlossenheit und deinen Opfern deine Ziele erreicht. Danke für alles, was du gemacht hast, damit ich lebe. Ich liebe ich.“

Wenn das keine schöne Botschaft ist. Wir von skiweltcup.tv wünschen Sabrina Fanchini alles Gute für die weitere Zukunft, und vielleicht sehen wir sie eines Tages als Trainerin oder Betreuerin innerhalb der italienischen Skinationalmannschaft wieder.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: www.fantaski.it, Facebook (Account Sabrina Fanchini)

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