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Saison-Abschluss: Interview mit DSV Rennfahrer Andreas Sander

Andreas Sander vor dem Start auf der Streif

Andreas Sander vor dem Start auf der Streif

Andreas Sander blickt auf die vergangene Saison zurück und gibt ambitionierte Ziele für den kommenden Winter aus.

Andi, vor gut einem Monat hast Du Deine erste komplette Weltcup-Saison beendet. Wie fällt Dein Gesamtfazit aus?

Andreas Sander: Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden, dass ich die gesamte Saison durchfahren und mich zu Beginn der Saison für die Starts qualifizieren konnte. Das war vor der Saison mein Ziel. Ich hätte mir jedoch ein bisschen mehr Konstanz in meinen Leistungen gewünscht. Diese kleine Unzufriedenheit konnten jedoch die besonders guten Platzierungen von Lake Louise und Sotchi überlagern.

Gehen wir die Saison mal der Reihe nach durch. In Lake Louise bist Du unglaublich gut in die Saison gestartet. Wie kam es?

Ich habe mich besonders am Ende der Vorbereitung sehr gut gefühlt und wollte dies gleich in den ersten Rennen zeigen. Nachdem ich dann im Abschlusstraining die Qualifikation geschafft habe, war ich besonders motiviert. Als dann kurz vor meinem Start die Sicht etwas besser wurde, habe ich mir nur  gedacht, dass ich das jetzt unbedingt ausnutzen will. Dass mir das in beiden Tagen mit einem 16. und einem 18. Platz gelingt, hatte ich mir nicht erträumt.

In Gröden fingen die Klassiker an, die mit dem Heimrennen in Garmisch abgeschlossen waren. Wie warst Du zufrieden mit diesen Rennen und was war für Dich die wichtigste Erfahrung.

Die Zeit der Klassiker war eine sehr gute und wichtige Erfahrung für mich, auch wenn in dieser Zeit die Ergebnisse nicht ganz zufriedenstellend waren. Ich bin noch nie in einem so kurzen Abschnitt so viele Abfahrtswochen gefahren und das in meiner ersten kompletten Weltcupsaison. Dass in 5 Wochen 5 Speedrennen mit Trainingsläufen in einem Weltcupkalender stehen, ist normalerweise nicht üblich. Das war für alle eine anstrengende Zeit. Für mich war es dann auch noch die erste richtige Weltcupsaison. So kamen dann viele Eindrücke in kürzester Zeit zusammen und ich musste lernen mich auf die verschiedensten Abfahrten und Schneeverhältnisse in der kurzer Zeit umstellen. Dies war die wichtigste Erfahrung in diesen Wochen.

Im letzten Drittel ging es erstmals auf die Olympiapiste von 2014 nach Sotschi. Nach Platz 16 kann man wohl sagen, dass der Hang Dir liegt?

Ja, das kann man so sagen. Ich bin gleich vom ersten Training an gut zu Recht gekommen. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und lang. Für Olympia wird die Kurssetzung noch ein bisschen verändert, aber das Gesamtprofil wird gleich bleiben. Von dem her werde ich wieder mit einem sehr guten Gefühl nach Sotchi reisen, wenn ich mich dafür qualifizieren sollte.

Mit Ausnahme der WM-Piste von Schladming bist Du jetzt auf allen regelmäßigen Abfahrten gestartet. Gibt es eine Lieblingspiste und eine, die Dir gar nicht liegt?

Da ich jetzt auf manchen Abfahrten schon zum zweiten Mal gefahren bin und auf manchen erst zum ersten Mal, ist das schwer zu sagen. In Beaver Creek und in Wengen war ich sicher am weitesten von den besten 30 weg, aber auf beiden Abfahrten bin ich auch zum ersten Mal gefahren. Somit werde ich in der nächsten Saison auch dort hoffentlich Punkten können.

Schauen wir voraus:  Im nächsten Jahr steht die WM in Schladming an. Wie schauen Deine Ziele für den Weltcup aus? Inwieweit steht die WM in Schladming im Fokus Deiner Ziele?

Im Weltcup will ich mich auf jeden Fall in der Abfahrt unter die besten 30 fahren. Dies würde eine viel bessere Startnummer bedeuten und dann traue ich mir auch zu konstanter unter die besten 25 zu fahren. Im Super-G muss ich einfach weiterhin Weltcuppunkte sammeln um mich an die TOP 30 heranzuarbeiten. Wenn ich am Ende der Saison in einer, oder vielleicht sogar in beiden Disziplinen unter den besten 30 bin, wäre ich sehr zufrieden.

Erstmal will ich mich für die WM in Schaldming qualifizieren. Das bedeutet, dass ich 2 Mal unter die besten 15 oder einmal unter die besten 8 fahren muss. Wenn ich dann ich Schladming dabei wäre, würde ich mich über eine Platzierung unter den besten 15 sehr freuen.

Nächstes Jahr werden neue Ski gefahren. Viele Experten erwarten eine offene Saison voller Überraschungen, weil kein Fahrer Erfahrungen mit dem neuen Material hat. Hast Du schon neue Ski testen können? Wenn ja, wie verändert sich das Skifahren mit den neuen Ski?

Ja, das stimmt allerdings. Die Veränderungen am Material machen sich sehr bemerkbar im Fahrgefühl. Man muss die Technik und die Körperposition wieder etwas umstellen um einen guten und schnellen Schwung fahren zu können. Ich bin schon beim Testen des neuen Skimaterials. Ich bin aber gerade auch noch am testen, welchen Skischuh ich denn zu dem neuen Material fahre. Ich teste verschiedene Schuhhärten und auch aggressivere und nicht so aggressive Skischuhe. Das  könnte wirklich bedeuten, dass es im Winter ein paar Überraschungen geben wird.  Da die größten Veränderungen beim Riesenslalom-Ski vorgenommen wurden, sind auch hier die größten Überraschungen zu erwarten. Im Speedbereich merkt man jedoch sehr, dass die Ski mit einem höheren Kraftaufwand gefahren werden müssen und dies könnte besonders bei den Klassikern von Bormio und Wengen interessant werden, weil die ohnehin schon verdammt kraftraubend sind.

Zur  Zeit machst Du ja einen Lehrgang bei der Bundeswehr. Wann geht Dein Training auf die Saison wieder los?

Das Training ist schon wieder los gegangen. Ich war über den 1. Mai 4 Tage auf dem Mölltaler Gletscher in Österreich. Dort haben wir die neuen Riesenslalom-Ski getestet. Nach Pfingsten werde ich nochmal Skifahren gehen und dann werde ich mich in den Monaten Juni und Juli hauptsächlich auf das Konditionstraining konzentrieren. Im August und September fliege ich mit meinem Team  wieder nach Chile. Wenn wir dann wieder zurück kommen, geht das Herbsttraining auf den Österreichischen Gletschern wieder los.

Wirst Du im Sommertraining Veränderungen vornehmen oder baust Du auf die Kontinuität der letzten Jahre?

Ich werde auf die Kontinuität der letzten Jahre aufbauen und hoffentlich im konditionellen Bereich, sowie in der Skitechnik, den nächsten Schritt  machen und mich weiter  verbessern können.

Welche Schlagzeile über Dich würdest Du nächsten Winter gerne lesen?

Das wären zwei, wobei die erste wichtiger wäre: „Sander kommt seinem Traum ein Stückchen näher und macht in Kitzbühel auf sich aufmerksam.“ Und natürlich: „Sander und der BVB holen erneut Deutsche Meisterschaft“.

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