Home » Herren News, Top News

Schweizer Alpin Chef Rudi Huber: „Wir müssen nicht alles auf den Kopf stellen.“

© swiss-ski.ch / Rudi Huber, neuer Alpin Chef Schweiz

© swiss-ski.ch / Rudi Huber, neuer Alpin Chef Schweiz

Rudi Huber, Du trittst die neu geschaffene Stelle als Chef Alpin an. Was ist der Reiz dieser Aufgabe?

Der Reiz besteht zu einen darin, für Swiss-Ski zu arbeiten, in einem Land, wo der alpine Skirennsport sehr wichtig ist und richtig gelebt wird. Zum anderen ist auch sehr spannend,  dass meine Position neu ist. Dadurch kann man gewisse Dinge anpacken, die bis jetzt vielleicht nicht möglich waren. Es geht darum, etwas Positives zu bewegen. Damit das gelingt, dafür bin ich bereit, sehr viel Energie einzusetzen.

Das Schweizer Männer-Team befand sich im letzten Winter im Weltcup in einer grossen Krise. Wo setzt du als erstes den Hebel an, damit es schnell wieder aufwärts geht?

Es geht zunächst darum, dass wir die Situation grundlegend analysieren und umfassend Informationen zusammentragen. Ich habe schon einige Gespräche mit Athleten, Trainern und Betreuern geführt und werde noch viele weitere führen. Es geht geht darum, die Probleme zu erkennen, damit gewisse Dinge im System verändert und verbessert werden können. Es nicht darum, nach dieser Saison alles als „schlecht“ abzustempeln und alles neu zu machen.  Viel wichtiger ist es, Ruhe hineinzubringen und den Athleten Stabilität zu vermitteln. Der Athlet muss Vertrauen erhalten und uns glauben, dass das, was wir machen, gut ist. Nur wenn der Athlet fühlt, dass er das beste Umfeld hat, dann hat er Erfolg. Und hat er Erfolg, geht es auch uns gut.

Welche Probleme hast du denn bereits bei den Athleten orten können?

Ganz verschiedene, bei jedem drückt der Schuh woanders. Beim einen Athleten können das skitechnische Probleme sein, bei einem anderen geht es in den mentalen Bereich und wieder ein anderer ist gesundheitlich angeschlagen. Das müssen wir wieder auf die Reihe bringen.

Wie willst du dich als Alpinchef da einbringen

Es kann gut sein, dass ich einzelne Athletinnen und Athleten herauspicke und mit ihnen spreche. Ich bin nicht so im Tagesgeschäft engagiert wie die Cheftrainer, die sich um eine ganze Mannschaft kümmern müsse. Ich werde mir gezielt Zeit nehmen für solche individuellen Gespräche. Aufgrund meiner Vergangenheit und Erfahrung weiss ich gut, was ein Athlet oder Athletin meint. Und dann versuche ich, ihm oder ihr zu helfen.

Der Chef Alpin hat ein umfassendes Aufgabengebiet und eine grosse Spanne, von Nationalmannschaft bis zum Nachwuchs in den Skiclubs, verteilt über drei Sprachregionen und mit komplexen, teils föderalistischen Strukturen mit ihren Eigenheiten. Wie gehst du diese Aufgaben an?

Dafür werde ich mir viel Zeit nehmen und sehr viele Gespräche führen, um ein Gesamtbild zu erhalten. Ich muss verstehen, wie das System tickt und dazu werde ich mir viele Meinungen einholen und Fakten analysieren. Wir haben ja grundsätzlich nicht das Problem, dass ganz unten schlecht gearbeitet wird – im Gegenteil! Es kommen ja immer wieder aus allen Ecken der Schweiz neue Talente nach. Die Karriereplanung beziehungsweise der Athletenweg ist ein Punkt, wo ich mich einbringen möchte, und zwar von ganz unten bis ganz oben. Das ist aber vielleicht nicht das erste Projekt, das ich in Angriff nehme. Zuerst müssen wir schauen, dass es ganz oben wieder rund läuft. Dann haben wir Ruhe und können die weiteren Aufgaben anpacken.

In deiner ersten Amtshandlung hast du Walter Hlebayna als Cheftrainer der Männer eingesetzt. Weshalb fiel die Wahl auf ihn?

Ein Cheftrainer braucht ein umfassendes Wissen aus allen Bereichen. Das hilft ihm, das ganze System zu verstehen. Walter bringt nach 25 Jahren Trainertätigkeit das nötige Wissen und diese Erfahrung mit. Er begann in Österreich ganz unten im Landesverband und hat dann auf allen Ebenen gearbeitet, also von FIS- über Europacup- bis Weltcup-Stufe, sowohl bei Männern wie Frauen und das in mehreren Ländern.

Der Übergang vom guten Nachwuchsfahrer an die Spitze im Weltcup, da haperte es in der Vergangenheit immer wieder. Was gedenkst du da zu tun?

Da setze ich grosse Hoffnungen in Walter Hlebayna. Er hat zuletzt einige Jahre in Österreich genau an dieser Schnittstelle gearbeitet. Seine Aufgabe war es unter anderem, die Fahrer im Europacup aufzubauen und sie dann in den Weltcup zu bringen. Hans Flatscher, Walter und ich werden uns zusammensetzen, damit wir das System hier optimieren können. Auch geht es darum zu analysieren, weshalb immer wieder Fahrer ausfallen, also den Weg nach ganz oben nicht oder erst viel später schaffen.

Bisher war im Zusammenhang mit deiner Verpflichtung immer vom Fernziel Heim-WM 2017 in St. Moritz die Rede. Doch nächstes Jahr finden bereits Olympische Spiele statt. Was setzt du dir für Ziele im kommenden Winter?

Es gilt, bis dahin optimal zu arbeiten. Wir müssen den Athleten Top-Bedingungen verschaffen. Der Athlet muss das Gefühl haben, dass Swiss-Ski alles für ihn gemacht hat, damit er gewinnen kann. Wenn es uns gelingt, dass der Athlet den Kopf frei hat, dann werden auch die Resultate kommen. Und wenn dann noch Beat Feuz und Carlo Janka wieder gesund werden, schaut es schon wieder besser aus. Wir setzen alles daran, schon in Sotschi gute Resultate zu erreichen, das ist selbstverständlich.

Autor: llt
Quelle:   www.Swiss-Ski.ch  

 

Alle News zum Ski Weltcup 2013 finden Sie in unserer NEUEN FACEBOOK SEITE

 

FIS Ski Weltcup Rennkalender der Herren – Die Termine der Saison 2012/13
FIS Ski Weltcup Rennkalender der Damen – Die Termine der Saison 2012/13
FIS Europacup Kalender der Damen
FIS Europacup Kalender der Herren
FIS NOR-AM Cup 2012/13


In eigener Sache: Wir suchen immer Skifans die uns mit Skiweltcup News und Nachrichten aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz versorgen. Wer Lust am Schreiben hat oder über „Insider News“ verfügt, einfach bei uns melden: news@skiweltcup.tv
Du möchtest in Sachen Skiweltcup immer auf dem Laufenden sein? Dann trage deine E-Mailadresse unten ein. Bestätige deine Anmeldung (Mail) und schon kommen alle aktuellen Nachrichten direkt in dein E-Mail Postfach.

 

 

Das TV-Sport Netzwerk: Ihr Partner in Sachen Sport
www.TV-Sport.de
www.Liveticker.TV
www.Skiweltcup.TV
www.Biathlonweltcup.TV

 

Für Werbe und Kooperationsanfragen stehen wir immer gerne für Sie zur Verfügung.
Ansprechpartner: Karl “Charly” Seidl
Telefon: 0049 (0)9471 / 1664
Mobil: 0049 (0)151 / 187 904 08
E-Mail: info@skiweltcup.TV

Alle News zum Ski Weltcup in dein Postfach
Gib deine E-Mailadresse ein und Du bekommst
täglich alle News direkt in dein E-Mailfach:

Delivered by FeedBurner

Alle News zum Ski Weltcup 2015/16 finden Sie in unserer NEUEN FACEBOOK SEITE

FIS Ski Weltcup Rennkalender der Herren – Die Termine der Saison 2015/16
FIS Ski Weltcup Rennkalender der Damen – Die Termine der Saison 2015/16
FIS Europacup Kalender der Damen Saison 2015/16
FIS Europacup Kalender der Herren Saison 2015/16

In eigener Sache: Wir suchen immer Skifans die uns mit Skiweltcup News und Nachrichten aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz versorgen. Wer Lust am Schreiben hat oder über „Insider News“ verfügt, einfach bei uns melden: news@skiweltcup.tv
Du möchtest in Sachen Skiweltcup immer auf dem Laufenden sein? Dann trage deine E-Mailadresse unten ein. Bestätige deine Anmeldung (Mail) und schon kommen alle aktuellen Nachrichten direkt in dein E-Mail Postfach.

Das TV-Sport Netzwerk: Ihr Partner in Sachen Sport
www.TV-Sport.de
www.Liveticker.TV
www.Skiweltcup.TV
www.Biathlonweltcup.TV

Für Werbe und Kooperationsanfragen stehen wir immer gerne für Sie zur Verfügung.
Ansprechpartner: Karl “Charly” Seidl
Telefon: 0049 (0)9471 / 1664
Mobil: 0049 (0)1575 / 4 791 287
E-Mail: info@skiweltcup.TV

Anmerkungen werden geschlossen.