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Sporthistorischer und geografischer Exkurs über Adelboden

© Kraft Foods / Sporthistorischer und geografischer Exkurs über Adelboden

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Adelboden – Rund um den 10. Januar wird es in Adelboden heiß. Der Grund liegt auf der Hand. Der Skiweltcup macht in der politischen Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz Halt. Am Chuenisbärgli messen sich die weltbesten Techniker; die Strecke gilt als schwerster Riesentorlauf-Strecke der Welt. Auch der Slalom wird hier ausgetragen.

Seit 22 Jahren ist Hans Pieren Rennleiter in Adelboden. Der in wenigen Tagen 54 Jahre alt werdende Schweizer war von 1982 bis 1993 im Weltcup aktiv und fuhr dreimal aufs Podest. Ein Sieg gelang dem Adelbodner nie. In der Saison 1991/92 belegte er hinter Alberto Tomba aus Italien den zweiten Rang in der Riesenslalom-Disziplinenwertung.

Der Start des Riesentorlaufs liegt auf knapp 1800 Metern Seehöhe, jener für den Slalom knapp 350 Meter darunter. Die Länge des Riesenslaloms beträgt fast 1,5 km. Der Slalom ist annähernd 600 Meter lang. Rund 35.000 eingefleischte Schlachtenbummler längs der Piste und auf den Tribünen im Ziel auf fast 1300 Metern Seehöhe machen die Rennen zu einem wohl einmaligen Erlebnis. Jeder Fahrer wird mit Applaus empfangen, die Schweizer mit ihren roten Fahnen mit dem weißen Kreuz und den Kuhglocken frenetisch unterstützt.

Vor 60 Jahren fanden die ersten Internationalen Adelbodner Skitage statt. Seit 1967 wird der Weltcup in Adelboden ausgetragen. So kann man mit Fug und Recht betonen, dass das Rennen ein Klassiker ist. In den fernen Jahren 1988, 1990, 1993 und 1994 gab es keine Rennen in Adelboden. Als Grund führt die Statistik Schneemangel an.

Auf dem Dorfplatz gibt es ein schönes Denkmal mit den Fußabdrücken der Sieger. In die Annalen eingegangen sind Martin Julen (Slalom) und Roger Staub (Riesentorlauf). Julen gewann im Slalom 1955 bzw. Staub den Riesentorlauf 1958 beim Internationalen Adelbodner Skitag. Bei der Weltcuppremiere 1967 siegte Jean-Claude Killy aus Frankreich im Riesenslalom. Der erste Torlauf ging 2000 an den Slowenen Matjaž Vrhovnik.

Im Jahr 2003 feierte Hermann Maier sein Comeback nach seinem schweren Verkehrsunfall beim Riesentorlauf in Adelboden. Als 31. verpasste er denkbar knapp die Qualifikation für den zweiten Lauf. Jedoch auch ohne Punkte an jenem Tag bereitete er uns mit vielen Erfolgen danach viel Freude.

Lebhaft in Erinnerung ist uns der Slalom am 7. Januar 2007, als Marc Berthod mit der Startnummer 60 und nach dem 27. Platz im ersten Lauf mit klarer Durchgangsbestzeit vor 15.000 fanatischen Zuschauern den Slalom für sich entschieden hatte. Er beendete eine lange Durststrecke, war das Schweizer Herrenteam seit 103 Rennen ohne Sieg. Seit 1999 stand kein Eidgenosse zudem auf der höchsten Stufe des Podests. Im Folgejahr gewann er auch im Riesentorlauf.

Marcel Hirscher feierte in Adelboden bereits fünf Weltcupsiege. Drei Mal war er im Slalom (2012, 2013 und 2014) siegreich, sowie zwei Mal im Riesentorlauf (2012 und 2015). Nur Ingemar Stenmark kann in seiner Vita ebenfalls fünf Weltcuperfolge in Adelboden nachweisen. Fairerweise muss man aber sagen, dass zur aktiven Zeit des Schwedens kein Slalom auf dem Chuenisbärgli gefahren wurde.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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