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Stefan Luitz im Skiweltcup TV Interview: „Ich bin bereit für Slalom und Riesenslalom!“

© Gerwig Löffelholz / Stefan Luitz (GER)

© Gerwig Löffelholz / Stefan Luitz (GER)

Kempten – Stefan Luitz ist ein deutscher Technikspezialist. Er kam im März 1992 in Kempten auf die Welt. Ende 2007 bestritt er seine ersten FIS-Rennen und kam rund 14 Monate später erstmals im Europacup zum Einsatz. Kurze Zeit später freute sich der bayerische Skirennläufer über die Silbermedaille, die er im Riesentorlauf beim European Youth Olympic Festival in Szczyrk gewonnen hatte. 2010 holte er sich im Rahmen der Junioren-WM in Les Houches hinter dem Franzosen Mathieu erneut den zweiten Rang.

Da er fleißig und gut trainierte, wurde Luitz in den deutschen Weltcupkader aufgenommen. Sein Weltcupdebüt feierte der Deutsche im Januar 2011 in Adelboden; jedoch schied er im ersten Durchgang aus. Bei der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen erreichte er im Riesenslalom den 29. Schlussrang und wurde im Teambewerb als Ersatzläufer nominiert.

In der Folgesaison kletterte er beim Riesentorlauf im norwegischen Trysil erstmals auf ein Europacuppodest. Auch konnte er am gleichen Ort, 24 Stunden später, einen Sieg feiern. In der Gesamtwertung belegte er dank sechs Podestplatzierungen den zweiten Rang. In Crans-Montana erzielte er seine ersten zwei Weltcupzähler. Immer noch im gleichen Winter unterwegs, rundete er seine gute Saison mit dem Kombi-Titel im Rahmen der Deutschen Meisterschaften ab.

Auch im Weltcup ging es stetig bergauf. In Beaver Creek erreichte er im Dezember 2012 den 13. Platz und schnupperte bereits an den Top-10. Diese erreichte er eine Woche später in Val d’Isère in eindrucksvoller Manier, als er im Finale von der 25. Position noch bis auf den zweiten Rang nach vorne preschte. Bei der WM in Schladming eroberte er mit dem DSV-Team die Bronzemedaille im Teambewerb.

Wenige Tage später zog er sich bei einem Sturz bei einem Trainingslauf in Garmisch-Partenkirchen einen Kreuzband riss zu, von dem er sich nach gelungener Operation, einer guten Reha und guten Trainingseinheiten rasch erholte, ehe er in der nächsten Saison mit dem dritten Rang, wiederum erzielt in Val d’Isère, erneut für Furore sorgte.

Lebhaft in Erinnerung war sein Auftritt bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Beim Riesentorlauf lag er bis kurz vor Ende des ersten Laufs auf dem zweiten Platz und konnte als einziger dem US-Amerikaner Ted Ligety einigermaßen Paroli bieten. Doch Luitz war schon mit dem Gedanken im zweiten Durchgang, ehe er unglücklicherweise am letzten Tor einfädelte und aus der Wertung genommen wurde. Die Tränen des Bayern gingen um die ganze Welt. Im Dezember des gleichen Jahres eroberte er mit dem dritten Platz in Åre erneut einen Podestplatz. Durch eine Muskelverletzung in Oberschenkel musste er etwas pausieren, konnte aber noch die Saison beenden und die WM bestreiten.

Wir unterhielten uns mit dem DSV-Athleten über den Gesundheitszustand nach einer Muskelverletzung, das Trainingslager in Südamerika, den Vergleich mit anderen Ski-Nationen und vieles mehr. Außerdem erzählte Luitz uns, wie man in Sölden erfolgreich sein kann.

skiweltcup.tv: „Stefan, in der letzten Saison hast du dir eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Wie fit gehst du in die neue Saison?“

Stefan Luitz: „Von der Verletzung merke ich überhaupt nichts mehr. Es geschah in der letzten Saison zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt, aber nach sechs Wochen Pause und Reha ging es mir wieder relativ gut. Das Problem damals war, dass keiner genau wusste, wie lange die Pause dauern wurde. Zur Weltmeisterschaft hin wurde es etwas eng, doch die Teilnahme ging sich aber glücklicherweise noch aus. Der restliche Saisonverlauf war dann vom Muskel bzw. von der Verletzung her überhaupt kein Problem mehr.“

skiweltcup.tv: „Das heißt, dass es keine Spätfolgen gibt und du absolut schmerzfrei bist!“

Stefan Luitz: „Ich bin schon jetzt absolut ohne Schmerzen unterwegs. Vielleicht kann ich ja anhand der Narbe einen Wetterwechsel spüren. (lacht) Dann weiß ich gleich am Morgen Bescheid, ob wir fahren können oder nicht, und ich kann bei schlechten Bedingungen morgens länger im Bett liegen bleiben!“

skiweltcup.tv: „Was kannst du uns über das Trainingslager in Argentinien erzählen?“

Stefan Luitz: „Bei unserem Überseetraining hatten wir sehr gute Trainingstage. Es herrschten vom tiefsten Winter bis zum Frühlingsschnee sehr wechselhafte Bedingungen, aber das kann sich während der Saison nur auszahlen. Auch bei den Weltcuprennen haben wir immer wechselnde Bedingungen; darum bin ich sehr zufrieden mit dem Trainingslager.“

skiweltcup.tv: „Konntet ihr auch Vergleiche mit anderen Nationen ziehen?“

Stefan Luitz: „Rennen haben wir keine gefahren, aber natürlich konnten wir bei den Trainingseinheiten auch mal einen Blick auf die Konkurrenz werfen. Teilweise haben wir auch mit den anderen Nationen trainiert, so beispielsweise mit den Franzosen, Italienern und Schweizern. Da hat man dann schon die ersten Vergleiche, was zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saisonvorbereitung nicht schlecht ist.“

skiweltcup.tv: „Sehen wir in der neuen Saison auch den Slalomfahrer Stefan Luitz?“

Stefan Luitz: „Es ist immer noch klar, dass ich nicht nur eine Disziplin fahren möchte. Auch im vergangenen Jahr konnte ich mich richtig gut für den Slalom vorbereiten. Durch die Verletzung wurde ich aber wieder zurückgeworfen. So musste ich den Fokus auf den Riesentorlauf legen. Am Ende des Winters habe ich dann noch versucht, beide technischen Disziplinen unter einen Hut zu bringen, da ich auch noch wichtige Punkte einfahren wollte. Da haben aber der Körper und die Konzentration nicht ganz so mitgespielt. Jetzt fühle ich mich sehr gut und auch vom Skifahrerischen bereit für beide Disziplinen. Vielleicht bietet sich auch die Möglichkeit, beim Nor-Am Cup wichtige Punkte für die Startliste einzufahren. Es ist auf jeden Fall das Ziel von mir, zweigleisig zu fahren.“

skiweltcup.tv: „Stefan, wie groß ist die Vorfreude auf den Saisonstart?“

Stefan Luitz: „Sölden rückt jetzt immer näher. Man trainiert das ganze Jahr und freut sich nun, dass es bald wieder richtig losgeht. Aber es gibt auch noch Einiges zu tun. Wir stehen zwar ganz gut da, haben aber noch drei Wochen, um alles noch besser abzustimmen.“

skiweltcup.tv: „Wie kann man auf dem Weltcuphang am Rettenbachferner erfolgreich sein?“

Stefan Luitz: „Der Weltcuphang ist nicht leicht, oben geht es etwas flacher los. Hier muss man Tempo aufnehmen, im Steilhang heißt die Devise überleben, aber man muss auch den Ski laufenlassen. Speziell in Sölden ist die Ausfahrt aus dem Steilhang sehr wichtig, denn hier muss man den Schwung in die sehr flache Zielpassage mitnehmen. Hier kann man das Rennen gewinnen, aber auch verlieren.“

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