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Susanne Riesch: „Mein Hauptziel ist im November wieder Rennen zu fahren.“

© Gerwig Löffelholz / "Mein Hauptziel ist im November wieder Rennen zu fahren."

© Gerwig Löffelholz / "Mein Hauptziel ist im November wieder Rennen zu fahren."

Zwischen einem Kurzurlaub in Italien und einem sechswöchigen Bundeswehrlehrgang stellte sich Susanne Riesch den Fragen von Skiweltcup.TV und berichtete über ihren Gesundheitszustand, über ihr Rehaprogramm, über wahre Freundschaften und wagte einen Ausblick in die neue Saison.

Im September 2011 im Trainingslager warst Du laut Aussage deiner Trainer „traumhaft“ unterwegs. Dann kam der böse Sturz, bei dem Du Dir einen Bruch des linken Schienbeinkopfes, einen Kreuzbandriss und eine Meniskusverletzung zugezogen hast. Wie geht es Dir heute?

Susanne Riesch: „Ich bin auf jeden Fall auf dem Wege der Besserung und es läuft alles nach Plan. Die Erfahrungswerte bei einer so schweren Verletzung sind nicht sehr hoch. Bei einem Kreuzbandriss kann man z.B. nach ca. 6 Monaten wieder auf die Ski gehen. In meinem Fall muss man von Woche zu Woche schauen wie es bergauf geht. Aber mir geht es jetzt soweit gut und ich habe auch keine Schmerzen mehr, nur dass Skifahren wird noch etwas dauern. Hier habe ich noch keinen festen Zeitpunkt wenn ich wieder auf Skiern stehen werde. Geplant ist es Ende Mai Anfang Juni.“

Du bist als sehr ehrgeizige Sportlerin bekannt. Hat sich der Mensch bzw. die Skirennfahrerin Susanne Riesch nach dieser schweren Verletzung verändert?

Susanne Riesch: „Irgendwie verändert könnte ich so jetzt nicht sagen. Das wird sich wohl erst auf den Skiern herausstellen, wie risikobereit ich noch bin und wie lange es dauert bis ich mich wieder überwinden kann. In Alltagssachen bin ich etwas vorsichtiger geworden. Beim Radfahren wenn es mal etwas steiler runter geht oder die Bodenbeschaffenheiten etwas schlechter sind, dann bin ich schon etwas vorsichtiger. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass das Knie noch nicht hundertprozentig gut ist.“

© Gerwig Löffelholz / Susanne Riesch

© Gerwig Löffelholz / Susanne Riesch

Bist du ein geduldiger Mensch oder muss man dich beim Reha-Training immer wieder einmal bremsen, damit du nicht zu viel auf einmal willst?

Susanne Riesch: „Ich würde sagen ich bin genau in der Mitte, wobei ich am Anfang etwas zu viel gemacht habe und das Knie dick wurde. Da habe ich gemerkt dass ich etwas langsamer machen muss. In der Zwischenzeit habe ich aber das Gespür dafür, welche Sachen gehen oder nicht. Wenn es sein muss schalte ich schon einen Gang zurück.“

Trotz deiner Verletzung hast du nie den Kontakt in den Skiweltcup abreißen lassen. Immer wieder warst Du bei den Rennen Vorort. Hilft es der Motivation beim Reha-Training wenn man immer wieder einmal Weltcupluft live schnuppert?

Susanne Riesch: „Ja. Das erste Rennen wo ich zugeschaut habe war kurz vor Silvester in Lienz. Ich war schon gerne bei den Rennen. Am Anfang hat es mir nichts ausgemacht die ersten Rennen im Fernsehen anzuschauen. Da war mein Knie noch so schlecht dass ich nur auf der Couch liegen konnte und mir nicht vorstellen konnte dass ich da jetzt runterfahren könnte. Aber zu Ende des Winters, vor allem in Schladming wo so schönes Wetter war, wurde das Zuschauen schon etwas schlimmer. Jetzt bin ich schon froh dass der Winter abgehackt ist und ich in der neuen Saison wieder dabei sein kann.“

Neben Dir fielen in dieser Saison auch deine Freundinnen Kathrin Hölzl und Gina Stechert verletzungs- bzw. krankheitsbedingt aus. Wie war der Kontakt in der Verletzungspause zu deinen Teamkolleginnen?

Susanne Riesch: „Der Kontakt war immer sehr gut. Die Kati war neben meiner Familie eine der Ersten die mich gleich im Krankenhaus in Murnau besucht hat. Mit der Gina war ich ja in Chile gemeinsam auf dem Zimmer. Ich hab mich am Anfang des Trainingscamp verletzt, Gina dann am Ende. Als ich das von Gina gehört habe war es schon ein harter Schlag. Wir hatten bereits Kontakt aus den jeweiligen Krankenhäuser und auch in der Rehaphase. In der Zwischenzeit war ich auch schon öfters bei Gina im Allgäu und wir sind auch schon gemeinsam Skitouren gegangen. Mit der Kati habe ich eh immer viel Kontakt weil Sie eine sehr gute Freundin ist und wir telefonieren mehrmals die Woche miteinander. Das haben wir aber auch schon vorher gemacht.“

© Kraft Foods / Susanne Riesch

© Kraft Foods / Susanne Riesch

Du hast, nach dem anstrengenden Reha-Wochen über Ostern einen Kurzurlaub in Italien verbracht. Ab dem 16.04. steht ein sechswöchiger Bundeswehr Lehrgang auf deinem Programm. Wie war der Urlaub und kannst Du in den sechs Wochen dein Aufbautraining weiter durchziehen?

Susanne Riesch: „Das Wetter in Italien hätte etwas besser sein können, leider haben auch wir einige Regentage gehabt. Es hat mir aber sehr gut getan einfach einmal in den Tag hineinzuleben ohne sich schon Gedanken zumachen was man am nächsten Tag trainiert wird oder was auf dem Trainingsplan steht. Diese Woche war ich jetzt einmal raus, weg vom ganzen Training. Ich habe mein Mountainbike dabeigehabt mit dem ich etwas zum Spaß herumgefahren bin und hab das erste Mal auch wieder Tennis gespielt. Es war vor dem Bundeswehrlehrgang  auch wichtig für den Kopf, mal etwas weg zukommen und ich habe es sehr genossen. Ab Montag bin ich nun in Warendorf bei einem Sport Bundeswehrlehrgang. Die kommenden zwei Monate sind sehr wichtig für mich dass ich auch im Ausdauerbereich wieder auf ein gutes Niveau komme. Nach den 6 Wochen in Warendorf steht auch gleich am 25. Mai eine Konditionslehrgang in Zypern auf dem Programm. Ich glaube dass ich bis dahin auch konditionell soweit bin, das ich gut mit radeln kann. Anschließend geht es dann erstmals auf die Ski, wenn das Knie gut ist.“

© Kraft Foods / Susanne Riesch

© Kraft Foods / Susanne Riesch

Dein Bruder Matthias ist großer Bayern-Fan, dein Schwager Marcus Höfl Manager von Franz Beckenbauer. Beim Spiel Bayern München gegen Hannover warst Du in Fanmontur in der Allianz Arena. Nicht schwer zuerkennen für wenn dein Herz schlägt. Hast Du Dir schon Karten für das mögliche Champions League Endspiel FC Bayern München gegen den FC Barcelona zur Seite legen lassen?

Susanne Riesch: „Mein Bruder hat zwei Dauerkarten in der Allianzarena. Ich bin jetzt nicht unbedingt der Fan der sich immer mit Trikot in die Fankurve stellt. Aber wenn es sich mal ausgeht und das Wetter passt fahre ich schon gerne mal rein. Beim Champions Legaue Finale bin ich ja leider noch in Warendorf. Ich glaub dass ich über Marcus die Möglichkeit gehabt hätte an Karten zukommen, aber es wird sich wohl nicht ausgehen. Warendorf ist 720 km von Garmisch weg und ich werde eventuell mal an einem Brückentag nach Hause fahren. Außerdem sind bei dem Lehrgang immer viele Sportler und da werden wir, wenn es denn ein Endspiel Bayern gegen Barcelona geben wird, sicher ein Lokal finden wo wir uns das Spiel ansehen können.“

Wie ist dein Ausblick in die WM Saison 2012/13 ?

Susanne Riesch: „Ich bin ein Jahr weggewesen und hatte eine brutal schwere Verletzung und kann das selbst noch nicht richtig einschätzen. Ich hatte zwar im März 2005 schon einen Kreuzbandriss und bin dann im November wieder ganz normal in die Saison eingestiegen. Durch die Schwere der Verletzung ist das jetzt schon anders. Mir fehlt schon noch einiges an Muskelmasse am Oberschenkel, die wird aber noch kommen. Aber es war halt nicht nur ein Kreuzbandriss sondern ein Totalschaden im Knie. Ich bin jetzt aus der ersten Startgruppe rausgerutscht und sicher wäre das Ziel am Ende der Saison wieder unter den Top 15 zu sein. Aber wenn dies nicht der Fall ist, werde ich auf alle Fälle weiterkämpfen und dann ist es auch kein Weltuntergang, wenn ich in der Comeback Saison einfach noch Zeit brauche. Darum stelle ich meine Erwartung nicht so hoch. Ich weiß dass ich Zeit habe und bin einfach richtig froh wenn ich im November wieder Rennen fahren kann. Das ist jetzt das Hauptziel von mir.“

 

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Ein Kommentar »

  • rochi schreibt:

    Susan force next season will be wonderful!