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Swiss Ski Herren Cheftrainer Walter Hlebayna: „Eine reizvolle Angelegenheit“

© swiss-ski.ch / Walter Hlebayna, neuer Cheftrainer Männer

© swiss-ski.ch / Walter Hlebayna, neuer Cheftrainer Männer

Walter Hlebayna, was reizt dich besonders an der neuen Aufgabe als Cheftrainer bei Swiss-Ski?

Eine Aufgabe bei Swiss-Ski, einem der grössten und erfolgreichsten Verbände der Welt, ist für einen Trainer immer eine reizvolle Angelegenheit, die auch mit viel Ehre verbunden ist. Wenn man berücksichtigt, dass in dieser Saison nicht alles nach Wunsch gelaufen ist und die Resultate auf Stufe Weltcup oft ausgeblieben sind, gleichzeitig bei den Jungen aber sehr gute Resultate erzielt wurden, macht es das natürlich noch interessanter.

Du warst in den letzten Jahren vor allem im Europacup unterwegs und konntest beobachten, wie die Schweizer Nachwuchsathleten gefahren sind. Hat das deine Entscheidung beeinflusst, zu Swiss-Ski zu wechseln?

Ich konnte die Jungen im Europacup sehr oft beobachten und mich von ihrem Potential überzeugen. Das sind in der Tat gute Perspektiven. Das war aber natürlich nur ein Punkt von vielen, der den Ausschlag gegeben hat.

In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass sich gute Nachwuchsfahrer im Europacup durchgesetzt haben, danach aber im Weltcup nicht richtig Fuss fassen konnten. Was ist in deinen Augen der Plan, um den Sprung von Europa- in den Weltcup zu schaffen?

Wir müssen dafür sorgen, dass wir saubere Strukturen haben, gut aufgestellt sind und wir müssen unseren Mittelbau stärken, damit wir an der Spitze Erfolge feiern können. Und nicht zuletzt müssen wir dafür sorgen, dass die Athleten auf allen Stufen konsequent trainieren und gesund bleiben. Das ist sozusagen die Grundvoraussetzung.

Die drei Leaderfiguren im Männerteam Carlo Janka, Beat Feuz und Didier Défago sind entweder gesundheitlich angeschlagen oder kämpften mit der Materialumstellung und der Konstanz. Wie willst du sie zurück zum Erfolg führen?

Es ist wohl jedem klar, dass alle drei sehr gute Skifahrer sind und das verlernt man nicht innerhalb kurzer Zeit. Auch nicht, wenn es mal Umstellungen beim Material gibt. Vor allem bei Beat und Carlo müssen wir dafür sorgen, dass sie schnellstmöglich gesund und fit werden. Wenn sie gut trainiert haben und das Selbstvertrauen da ist, bin ich überzeugt, dass alle drei wieder gewinnen werden. Das ist nun unsere Aufgabe, sie wieder dahin zu führen, wo sie schon einmal waren.

Kannst du bereits etwas über die Strukturen und Gruppenzusammensetzung im Männerteam sagen?

Wir werden ganz oben mit drei Weltcup-Trainingsgruppen arbeiten. Die Future-Trainingsgruppen, die im letzten Jahr als Anschlussgruppen Sinn gemacht haben, werden wir nun in die Weltcupgruppen integrieren. Dann wird es eine Gruppe für den Europacup geben, sowie eine Gruppe für die C-Kaderfahrer, die sich vor allem auf Stufe FIS-Rennen bewegen.

Mit dem Wechsel von Roland Platzer zum Frauenteam ist bereits ein Wechsel im Trainerteam bekannt geworden. Wird es weitere Veränderungen geben?

Die Entscheidungen auf Stufe Gruppentrainer sind gefallen. Walter Hubmann wird neuer Abfahrtschef, Jörg Roten übernimmt die Gruppe der Kombinierer und Steve Locher bleibt wie bis anhin für die Techniker zuständig. Auch im Europacup und bei den C-Kader-Fahrern möchte ich auf bewährte Kräfte setzen, Reto Nydegger und Michael Weyermann werden die Gruppen deshalb weiterhin führen. Sepp Brunner, bisher Gruppentrainer der Kombinierer, wird auch weiterhin für Swiss-Ski tätig sein und sich gezielt um Athleten kümmern, die ein individuellen Training benötigen. In einer derartigen Funktion hat er schon in der Vergangenheit bewiesen, dass ihm solche Aufgaben liegen.

Was hat in deinen Augen den Ausschlag gegeben, dass du Cheftrainer geworden bist?

Ich bringe rund 26 Jahre Erfahrung als Trainer auf allen Stufen, vom Nachwuchs bis Weltcup, Frauen und Männer, sowie in mehreren Ländern mit. Ich würde mich als recht abgebrüht und nicht leicht aus der Fassung zu bringen bezeichnen. Das sind sicher keine schlechten Voraussetzungen für diesen Job.

Wie gut kennst du dich bereits mit dem Schweizer Sportsystem und den Eigenheiten unserer Regionen aus?

Sicher nicht so gut wie jemand, der Zeit seines Trainerlebens in der Schweiz gearbeitet hat. Ich freue mich aber sehr auf diese Herausforderungen und gehe sie dank meiner Herkunft auch offen und unvoreingenommen an. Da hilft mir sicher auch meine Erfahrung. Dadurch, dass ich schon an ganz verschiedenen Orten und in verschiedenen Organisationen gearbeitet habe, kenne ich kaum Berührungsängste – im Gegenteil.

Ein kurzer Blick noch in die Zukunft: die Olympischen Spiele stehen unmittelbar bevor – was dürfen wir vom Schweizer Team in Sotchi erwarten?

Auch wenn der vergangene Winter bekanntlich nicht nach Wunsch verlief, ist es sicher nicht zu spät, um die Mannschaft zurück auf die Siegerstrasse zu führen. Wenn die Athleten gesund sind, bzw. werden, und über den Sommer gut trainieren können, dann bin ich überzeugt, dass wir bereits in Sotchi einen klaren Aufwärtstrend feststellen können. Erzwingen können wir das aber nicht und wir dürfen auch den Fokus auf mittel- und langfristige Zielsetzungen nicht aus den Augen verlieren.

Quelle: www.Swiss-Ski.ch
Autor: llt

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