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Tamara Tippler im Skiweltcup.TV-Interview: „No risk, no fun!“

©  ÖSV  /  Tamara Tippler

© ÖSV / Tamara Tippler

Mautern – Tamara Tippler ist eine junge österreichische Skirennläuferin, die in wenigen Wochen 23 Jahre alt wird. Sie gehört dem B-Kader des ÖSV an und ist eine Speedspezialistin. Im Dezember 2006 bestritt sie ihre ersten FIS-Rennen. Ihre größten Erfolge waren neben einem fünften Platz beim Super-G bei der Junioren-WM 2010, dem Gewinn der österreichischen Staatsmeisterschaften 2012 in der Abfahrt auch der Triumph bei der Abfahrt beim Europacupfinale im andorranischen Soldeu vor rund einer Woche.

Zweimal fuhr sie im Weltcup schon unter die besten 25. Im Skiweltcup.TV-Interview spricht die Steirerin über ihren Sport, ihren persönlichen Saisonrückblick, ihre mögliche handwerkliche Begabung und vieles mehr.

skiweltcup.tv: „Tamara, was ist für dich das Faszinierende, das Fesselnde am alpinen Skisport?“

Tamara Tippler: „Skifahren zaubert mir schon von klein auf immer ein Lächeln ins Gesicht. Es ist von Beginn mein Lieblingssport. Ich bin gerne auf den zwei Brettl‘n unterwegs, und das so schnell als möglich. Egal ob privat oder bei Rennen, ich mag die Herausforderung, die der Skisport mit sich bringt. Sich mit anderen zu messen und zu duellieren, wer die Schnellere ist. Aber auch die Fröhlichkeit, die dieser Sport mit sich bringt, gefällt mir. Am Berg triffst du meistens fröhliche, lustige und gut gelaunte Menschen, das mag ich. Spaß ist mir sehr wichtig. Und das habe ich beim Skifahren immer.“

skiweltcup.tv: „Schon mit jungen Jahren bist du erstmals auf den Skiern gestanden. Hast du einen Ratschlag für Eltern, die mit ihrem Nachwuchs auf die Piste gehen wollen?“

Tamara Tippler: „Auf keinen Fall soll man die Kinder zum Skifahren zwingen; das führt selten zum großen Erfolg. Es sollte Spaß machen und keine Qual sein, wenn man die Ski anschnallt. Eltern sollen die Freude am Skifahren mit ihren Kindern teilen. Es ist eigentlich ganz easy: Einfach Spaß haben, am Skifahren der Rest kommt von allein.“

skiweltcup.tv: „Wie wesentlich ist für dich das Erlernen einer Sportart ganz ohne Zwang, oder ist die elterliche Ambition bisweilen zu viel des Guten?“

Tamara Tippler: „Ich würde sagen, es ist wichtig, dass man die elterliche Unterstützung hat. Ohne diese wird’s relativ schwierig. Dennoch übertriebener Ehrgeiz ist selten gut. Ein gutes Mittelmaß ist gefragt. Bodenständigkeit ist mir persönlich sehr, sehr wichtig. Mir wurde vermittelt, dass wenn man etwas erreichen will, muss man sich dafür einsetzen und hart an sich arbeiten. Ohne Einsatz geht gar nichts. Also: ‚Freiwillig und Ohne Zwang.‘“

© Kraft Foods / Tamara Tippler

© Kraft Foods / Tamara Tippler

skiweltcup.tv: „Blicken wir ein wenig in den abgelaufenen Skiwinter 2013/14. Kannst du ein wenig deine Saison beleuchten und sowohl positive als auch negative Aspekte hervorheben?“

Tamara Tippler: „Meine Saison glich einer Berg- und Talfahrt. Es gab schönen Momente, wie etwa mein Sieg bei der Europacupabfahrt in Andorra oder der 20. Platz in Crans Montana bei der Weltcup-Abfahrt. Nicht so schön zum Beispiel war der Sturz in Lake Louise Anfang Dezember 2013. Durch ihn musste ich einige Zeit pausieren und versäumte ein paar Rennen. Aber das ist der Sport. Auch bei Rückschlägen bzw. wenn es nicht nach Wunsch läuft, muss man weiterkämpfen und positiv an die Sache herangehen, was natürlich nicht immer leicht ist.

skiweltcup.tv: „Du punktest durch Offenheit, Natürlichkeit und auch durch Charisma. Wieso ist es wichtig, charismatisch zu sein, und wieso helfen dir diese guten Eigenschaften bei der Festigung deiner Sportlerpersönlichkeit?“

Tamara Tippler: „Ich bin generell ein sehr fröhlicher Mensch, der gerne Spaß hat und viel lacht (lacht). Zudem will ich authentisch und nicht gekünstelt wirken, zeige bzw. teile gerne Gefühle. Ich freue mich, wenn ich Erfolge feiern kann, und das möchte ich auch zeigen. Ich gehe sehr offen auf Menschen zu, komme mit Leuten leicht ins Gespräch, das alles taugt mir. So mag ich den Kontakt und den Umgang mit Menschen.

Ich möchte, dass sich die Leute an mich erinnern. Ich liebe das Skifahren, und das können alle spüren und das zeige ich gerne. Des Weiteren möchte ich niemanden nachmachen. Wenn ich mich über das Erreichte freue, teile ich das positive Gefühl gerne mit anderen.

skiweltcup.tv: „Was machst du gerne in den warmen Monaten, wenn du Skischuhe und Skier in die Ecke stellst? Und was dürfen wir über deinen sommerlichen Trainingsalltag in Erfahrung bringen?“

Tamara Tippler: „Dazu gehören viele Sportarten wie beispielsweise Schwimmen, Volleyball, Fußball und  Wasserski, aber auch ein Urlaub im Süden.

Das Sommertraining ist natürlich sehr wichtig. Ohne Schweiß kein Preis. So begebe ich mich in die Kraftkammer, setze mich aufs Rad oder bin mit Rollerskates unterwegs. Dadurch habe ich die besten Voraussetzungen für den Winter. Je fitter, desto besser. Auch die Verletzungsgefahr sinkt, wenn man gut trainiert ist und die Regeneration zwischen den Skitrainings und Rennen funktioniert; dann geht alles etwas schneller und besser.“

© Tamara Tippler privat

© Tamara Tippler privat

skiweltcup.tv: „Wenn man deinem Wikipedia-Eintrag Glauben schenken mag, bist du in den Speeddisziplinen zuhause. Bist du abseits der Skipisten und Abfahrtshänge auch eine, die die Schnelligkeit liebt und das Risiko nicht scheut? Wenn ja, wo und in welchen Momenten des alltäglichen Lebens kann man das genau feststellen?“

Tamara Tippler: „No Risk, no Fun!“ Oder wie heißt das?  Ja, ich scheue das Risiko jetzt nicht. Aber zuhause genieße ich auch mal die Ruhe. Lieber bin ich auf der Piste schnell unterwegs. Aber manchmal merkt man auch beim Autofahren, das ich des Öfteren zu schnell unterwegs bin. Immer wiedermal erreichen mich Strafzettel.“  (lacht)

skiweltcup.tv: „US-Skirennläuferin Lindsey Vonn hat sich einmal bei einer WM-Titelfeier mit einer Champagnerflasche die Beugesehne im Daumen durchtrennt. Ist dir auch einmal ein ähnliches, kurioses Malheur widerfahren?“

Tamara Tippler: „Ich hatte noch keine Champagnerflasche in der Hand, so dass mir so etwas Ähnliches passieren hätte können. Aber ich hoffe, dass ich einmal eine bekomme.“ (lacht)

skiweltcup.tv: Blicken wir in die bevorstehende WM-Saison 2014/15. Wenn du jetzt in die Zukunft blickst, wo würdest du gerne heute in einem Jahr stehen, sportlich wie privat?

Tamara Tippler: „Privat passt alles ganz gut. Ich bin zufrieden und glücklich, und das ist sehr wichtig. Am Ende der Saison will ich in der Abfahrtswertung unter den Top-30 in der Weltrangliste aufscheinen und konstante Ergebnisse liefern.“

skiweltcup.tv: „Mit dem Karriere-Ende der DSV-Athletin Maria Höfl-Riesch tritt eine große Dame ab. Inwiefern wird sie in deinen Augen dem Skizirkus fehlen, und wer kann in Bezug auf das Allrounder-Dasein ihr Erbe antreten?“

Tamara Tippler: „In Zukunft vielleicht Mikaela Shiffrin. Ich glaube, sie kann auch in den schnellen Disziplinen zur Siegerin werden. Oder Anna Fenninger, obwohl der Stangenwald (Slalom, Anm. d. Red.) zu 100 Prozent keineswegs ihr Revier ist. Aber dafür ist sie in allen anderen Disziplinen top. Wer Gesamtweltcupsiegerin wird, kann bekanntlich mehr als nur gut Ski fahren.

skiweltcup.tv: „Oft wird von mangelnder Bewegung bei Kindern und Jugendlichen berichtet. Was kannst du als Sportlerin dazu beitragen, dass Sport nicht eine Belastung, sondern vielmehr eine Befreiung für den Körper ist?“

Tamara Tippler: „Sport ist keine Qual, sondern macht Spaß. Im Sport kann man immer wieder Erfolge feiern, so auch als Hobbysportler. Man merkt, wie sich der Körper verändert und man sich schnell in einigen Sachen verbessern kann. Das bringt sowohl ein positives Gefühl als auch Motivation. Sport prägt. Man kann Erfolge feiern und muss Niederschläge überwinden und wieder einen Schritt weiter gehen. Da ist Ehrgeiz gefragt, auch das prägt natürlich und hilft dann auch im Alltag.

skiweltcup.tv: „Die einstige Biathletin Magdalena Neuner hat gesagt, dass sie sehr gerne strickt. Auch hat sie darüber ein Buch geschrieben. Hast du auch ein Hobby, das du sehr gerne ausübst, und über das du vielleicht eines Tages selbst ein Buch verfassen würdest?“

Tamara Tippler: „Also handwerklich bin ich nicht sehr begabt. Darüber hinaus habe ich jetzt keine Idee, worüber ich wirklich ein Buch schreiben würde.“

skiweltcup.tv: „Bleibt abschließend eine philosophische Frage: Was unterscheidet einen sehr guten Skifahrer von einem Rennfahrer?“

Tamara Tippler: „Der Profi hat eine generelle Einstellung zum Sport und zum Ziel, das er erreichen möchte. Dazu bedarf es konsequentes, gezieltes Training, aber auch eine Leistungsdiagnostik. Das gute Material wie Schuhe und Skier sind auch wichtig. Nicht vergessen darf man die Trainingsmöglichkeiten und das Leben für den Sport, die Herausforderung des Wettkampfes und die Ambition, unbedingt die oder der Schnellste im Ziel zu sein.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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