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Thomas Stauffer im Skiweltcup.TV-Interview: „Im Gesamtweltcup können am Ende ein paar Punkte entscheiden.“

Thomas Stauffer blickt in die WM Saison 2012/13

Thomas Stauffer blickt in die WM Saison 2012/13

Im Interview mit Skiweltcup.TV wagte DSV-Bundestrainer Thomas Stauffer einen Ausblick auf Levi und auf die Ski WM 2013. Er berichtete über die Gesundheitszustände von Susanne Riesch und Kathrin Hölzl. Auch seine Pläne mit Lena Dürr fanden Erwähnung.

Wie war die Vorbereitung auf die Slalomrennen in Levi und wie sind die Erwartungen?

Thomas Stauffer: „Wir haben im Oktober einige Tage Slalomtraining verloren, weil es einfach nicht so gut war. Mit einer Mannschaft, wie sie der DSV hat, ist es ganz klar, dass wir immer das Podest anvisieren. Wir haben drei Starterinnen unter den Top 30. Jede kann in ihrem Bereich vorne mitmischen. Bei den anderen werden wir versuchen, möglichst viele noch in den Finallauf zu bringen.“

Mit Lena Dürr haben Sie ein ganz großes Talent in ihren Reihen. Nach Slalom und Riesenslalom soll nun mit dem Super G auch eine dritte Disziplin in Angriff genommen werden.

Thomas Stauffer: „Richtig, der Plan ist, bei Lena eine dritte Disziplin hinzuzunehmen. Sie hat in der letzten Saison in der Superkombination von St. Moritz ihr Können bereits unter Beweis gestellt. Wir müssen sicher einen schlauen „Rennplan“ machen. Wenn man drei oder gar vier Disziplinen anstrebt, ist es ein wahnsinniger Reisestress. Man hat keine Erholungs- und Trainingsphasen mehr für Slalom und Riesenslalom. Man hat auf der anderen Seite auch wirklich schlecht Zeit, Super G und Abfahrt zu trainieren. Aber das braucht die Lena auch noch. Darum werden wir hier von Situation bzw. von Rennen zu Rennen entscheiden. Klar ist der Plan, dass wir langsam Richtung drei oder vier Disziplinen gehen.“

Wie geht es Susanne Riesch, und welche Fortschritte macht sie?

Thomas Stauffer: „Susanne geht es jetzt sicher einmal besser als in der letzten Zeit. Sie macht weiter Schritte nach vorne. Physisch ist sie sicher noch nicht auf einem Top-Niveau, welches man zum Leistungssport braucht. Wenn Susanne wieder startet, muss sie fähig sein, Weltcuppunkte zu machen. Wir müssen auch den ‚Verletztenstatus‘ beachten. Es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.“

Um Kathi Hölzl ist es in den letzten Monaten sehr still geworden. Können Sie uns bitte sagen, wie es ihr geht?

Thomas Stauffer: „Es ist etwas still geworden. Es ist einfach eine langwierige Sache. Der Rücken ist einfach eine komplexe Angelegenheit. Auch bei Kathi gilt es, dass ein Start nur einen Sinn macht, wenn sie auch um Weltcuppunkte fahren kann. Sie muss sich physisch aufbauen, damit sie wieder bereit ist, auf einem Top-Niveau zu fahren. Alles andere hat keinen Sinn. Einfach mitzufahren, kommt für Kathi sicher nicht in Frage.“

Im Februar steht die Ski-WM 2013 auf dem Programm. Ist das Training auf den Saisonhöhepunkt ausgerichtet, oder denkt man lieber von Rennen zu Rennen?

Thomas Stauffer: „Sicher nicht nur von Rennen zu Rennen. Wir schauen sicher immer, dass wir alle individuell immer besser werden, sowohl für die Weltcuprennen als auch für die WM. Es ist immer wichtig, dass man beim Start in die Saison schon merkt, dass man vorne dabei ist. Auch in Sölden haben wir bereits gezeigt, dass wir schnell genug sein können, wir aber noch nicht stabil genug waren. Wir haben daran gearbeitet, damit wir die Ergebnisse auch ins Ziel bringen. Jedes Rennen hat bereits Auswirkungen auf die WM, ob in Sachen Startnummern oder auch für das Selbstvertrauen. Darum ist es schon heute wichtig, gute Resultate einzufahren.“

Können, im Hinblick auf die Ski-WM 2013 auch taktische Schachzüge eine Rolle spielen?

Thomas Stauffer: „Das kommt auch ganz auf die Situation an. Im letzten Jahr war Maria auch mal krank und hat eine Pause gemacht, was ihr auch sehr gut getan hat. Bei der Rückkehr war sie gleich wieder auf dem Podest. Es kommt ganz darauf an, wo sie im Gesamtweltcup bzw. auch in den einzelnen Disziplinen steht. Ich bin nicht der Meinung, dass die Lindsey unschlagbar ist. Materialmäßig ist für alle wieder ein neuer Anfang; hier kann man den Vorsprung, den sie hatte, vielleicht etwas aufholen. Auch Lindsey musste in gewissen Disziplinen von vorne anfangen. Es hat sich, wie ich bereits vorher gesagt habe, gezeigt, man muss auch die Slowenin Maze auf der Rechnung haben. Tina hat über den Sommer sehr fleißig und gut auf drei Disziplinen hintrainiert und einen großen Schritt nach vorne gemacht. So glaube ich nicht, dass Lindsey unschlagbar ist. Für Maria ist es wichtig. dass sie in vier Disziplinen gut punkten kann und da auch vorne dabei ist. An Weihnachten können wir dann mal schauen, wo wir stehen und danach die Taktik ausrichten.“

Also könnte auch Maria Höfl-Riesch vor der WM vielleicht mal eine Pause einlegen.

Thomas Stauffer: „Solange man im Gesamtweltcup vorne mitkämpfen kann, sollte man freiwillig kein Rennen auslassen. Die Punkte fehlen und schlussendlich kann es um ein paar Punkte gehen. Maria hat halt auch die Möglichkeit in jedem Rennen, egal ob Speed oder Technik, auf das Podest zu fahren.“

Nach dem wetterbedingt schwierigen Riesenslalom in Sölden gibt es die Diskussion bei einem Rennabbruch nach dem ersten Durchgang diesen als vollständiges Rennen zu werten. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Thomas Stauffer: „Dass nach einem Rennen wie Sölden diese Diskussion aufkommt, ist klar. Aber es ist relativ schwierig einzuschätzen. Ich kann jetzt nicht ja oder nein sagen. Es ist sicher eine Möglichkeit, und natürlich würde man dann auch weniger Rennen verlieren.“

Die FIS hat beschlossen, die gewonnenen Weltcuppunkte beim City Event in den Slalomweltcup einfließen lassen. Was meinen Sie?

Thomas Stauffer: „Das wird sich auch noch zeigen. Die letzten drei Jahre haben wir immer ein anderes Reglement gehabt. Zuerst war es nur ein Showevent, bei dem man die Athleten mit Preisgeld geködert hat. Im letzten Jahr gab es Weltcuppunkte für die Gesamtwertung. Für diese Saison waren verschiedene Vorschläge da. Beispielsweise würde überlegt, ob man mehr Athleten mitnimmt. Wir schauen jetzt mal, wie sich das auswirkt. Ich denke, die Slalomfahrer haben bei den jetzigen Showevents die größten Chancen.“
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