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Tina Weirather hat mit Olympia noch eine Rechnung offen

Tina Weirather und ihr Neustart mit ihren Head Ski

Tina Weirather hat mit Olympia noch eine Rechnung offen

Planken – Wenn man die Karriere der liechtensteinischen Skirennläuferin Tina Weirather näher betrachtet, erkennt man, dass sie von vielen Verletzungen gekennzeichnet ist. Und dennoch: Eine Aufgabe gibt es für die 27-Jährige nicht. Im letzten Winter wurde sie mit der Silbermedaille im WM-Super-G von St. Moritz endlich belohnt. Doch der Reihe nach.

Weirather hat beinahe so viele Kreuzbandrisse im Knie erlitten wie sie Finger an einer Hand hat. Bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi lagen die Medaillen in Reichweite, doch ein Sturz im letzten Training machte alles zunichte. Die Athletin, die sich in mehreren Disziplinen in Top- und somit in Edelmetallform befand, brach sich den Schienbeinkopf. Daher ist es klar, dass die Liechtensteinerin mit Olympia mehr als nur eine Rechnung offen hat.

Die Tochter von Hanni Wenzel und Harti Weirather biss die Zähne zusammen und wollte es bei den Weltmeisterschaften 2015 in Vail/Beaver Creek besser machen. Doch ein Wimpernschlag oder in Zahlen ausgedrückt – gerade einmal sechs Hundertstelsekunden – fehlten ihr zur mehr als nur verdienten Medaille. Diese Auszeichnung war bei den folgenden Welttitelkämpfen in St. Moritz fällig, ja überfällig.

Doch erneut schlug die Verletzungshexe erbarmungslos zu. Im Januar, als die Riesenslalom-Elite auf dem Südtiroler Kronplatz gastierte, hängte sich die Liechtensteinerin an einem Tor ein. Zu Beginn dachte man an eine starke Prellung, ehe dann auch von einem Bruch die Rede war. Doch Weirather wollte nicht resignieren. Warum auch? St. Moritz stand vor der Tür, und die Athletin wollte allen zeigen, was sie kann.

Am 7. Februar war es soweit. Mit einer schmerzstillenden Spritze und einem demzufolge schmerzerfüllten Lächeln ging sie an den Start. Die Devise hieß: Jetzt oder nie! Und auch wenn die Fahrt etwas fehlerhaft war, konnte sie am Ende strahlen. Die Schmerzen verflogen in Windeseile, und die Silbermedaille hinter der ÖSV-Starterin Nicole Schmidhofer glänzte wie Gold. Außerdem war die Liechtensteinerin sogar um drei Hundertstelsekunden schneller als die Gold-Favoritin Lara Gut, die sich vor heimischer Kulisse viel ausrechnete, vielleicht etwas zu hoch pokerte und am Ende sogar beim Einfahren vor dem Kombi-Slalom zur tragischen Figur avancierte.

Doch dieser Text widmet sich Tina Weirather. 18 Jahre lang musste das kleine alpine Fürstentum zwischen der Schweiz und Österreich auf weltmeisterliches Edelmetall warten. Marco Büchel gewann 1999 zuletzt eine Medaille. Bei den Frauen liegt eine ähnliche Errungenschaft noch weiter zurück. Da war die liebe Tina noch nicht einmal auf der Welt. 1982 gelang dies Ursula Konzett beim Riesentorlauf von Saalbach-Hinterglemm.

Dass St. Moritz ein mondäner Skinobelort ist, wissen alle. Und dass dieses schöne Stückchen Erde auch für die Familie von Weirather ein besonderes Pflaster ist, ist nur Ski-Insidern bekannt. Vor 43 Jahren krönte sich an Ort und Stelle Mama Hanni zu Slalom-Gold. Am Ende des langen und in mancher Hinsicht auch emotionalen Winters staubte das Stehaufweibchen noch die kleine Kugel und das rote Leibchen in der Super-G-Disziplinenwertung ab. Nun steht eine neue Saison vor der Türe. Und wer die 27-Jährige weiß, dass die kleine Kämpfernatur in Südkorea zu olympischem Edelmetall fahren kann und will.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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