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Tina Weirather im FIS-Interview

© LaThuile Audi FIS Ski World Cup / Tina Weirather

© LaThuile Audi FIS Ski World Cup / Tina Weirather

Vaduz – Die Liechtensteinerin Tina Weirather hat sich im Konzert der besten Skirennläuferinnen der Welt etabliert. Die FIS bat die gerade 27 Jahre alt gewordene Skifahrerin, die bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt 26 Podestplatzierungen in drei verschiedenen Disziplinen erreichte, zum Interview und erfuhr einiges über die Zukunft und vieles mehr.

Zuerst wollen wir dir zur großartigen Saison 2015/16 gratulieren. Mit Rang vier in der Gesamtwertung mit der persönlichen Bestleistung von 1016 Punkten und zwei Weltcupsiegen scheint es, dass du die Probleme der vorigen Saison definitiv überstanden hast. Was hat sich im letzten Winter geändert? Bist du mit deinen Resultaten zufrieden?

Ich bin sehr glücklich, was meine Saison betrifft. Das betrifft hauptsächlich den zweiten Rang in der Super-G-Wertung und meine Riesentorlauf-Performance. Was die Abfahrt betrifft, war ich etwas enttäuscht, weil ich nie das Gefühl hatte, das Beste zu zeigen. Ich habe einen neuen Trainer und ich weiß, was ich in der Zukunft noch ändern muss, um in allen drei Disziplinen noch besser zu werden. Aber alles in allem haben wir sehr gut gearbeitet.

Was war dein persönlicher Höhepunkt des letzten Winters? Ist es ein Sieg oder eine Performance, auf du die stolz bist?

Beide Siege waren unglaublich. Ich bin wirklich stolz drauf, wie ich in der Lage war, nach dem schlimmsten Rennen meiner Laufbahn so zu reagieren und am nächsten Tag in La Thuile zu gewinnen. In St. Moritz habe ich eine risikoreiche Fahrt gewählt und war in der Lage, mein Bestes aus mir herauszuholen. Es war auch ein Traum, in Sölden auf dem Podest zu stehen. Es war dadurch ein mehr als nur spannender Start in die neue Saison.

Leider ist deine sportliche Biografie durch viele Verletzungen gekennzeichnet. Als Beispiele können viele Kreuzbandrisse genannt werden. Sie tauchten immer dann auf, wenn du großartig in Form warst. Wie stehst du dazu, und was lernst du aus diesen Rückschlägen?

Nun, es ist wirklich hart, mit diesen Dingen auszukommen. Aber ich habe immer versucht, positiv zu bleiben und weiter zu kämpfen. Zudem versuche ich immer, mich selbst zu analysieren und total ehrlich zu mir zu sein. Ferner denke ich, dass es sehr wichtig ist, aus Rückschlägen tatsächlich zu lernen. Der Kampf ist ein Teil des Spiels. So denke ich, dass es bedeutend ist, wie man damit umgeht, wenn ein negatives Erlebnis auftaucht und man darüber nachdenkt. Entweder gibt man auf oder man analysiert, was falsch ist. So kann man immer besser werden. Es ist nicht der Erfolg, den man lieben soll, sondern den Prozess, dorthin zu gelangen.

Ist es hart, über deinen Werdegang und hier über den familiären Hintergrund zu sprechen? Deine Eltern Hanni Wenzel und Harti Weirather verbuchten zusammen zwei Olympiasiege, fünf Weltmeistertitel, acht Kristallkugeln und 39 Weltcupsiege. Das muss doch zu einer Menge von Erwartungen, sowohl von außen als auch von innen, führen. Du bist ein ehrgeiziger Mensch. Wie geht das? Ist es daher eine Motivation, ein Vorteil oder nur Druck?

Eigentlich weiß ich nicht, ob es anders ist, wo ich aufgewachsen bin. Es bedeutet nicht, dass ich nun einen Druck verspüre oder ob es ein Vorteil für mich ist. Manchmal fühle ich mich, wie die Leute denken, dass es irgendwie wirklich gut ist, dass ich so wie meine Eltern bin. Daher muss ich hart und gut arbeiten. (lacht)

Seit 2011 bist du im Schweizer Skiteam. Dabei sind Gesamtweltcupsiegerin Lara Gut, Abfahrerin Fabienne Suter und Kombi-Kristallkugelsiegerin Wendy Holdener. Du bist voll integriert. Wenn wir deine im Weltcup gewonnenen Punkte mitzählen, hätten die Eidgenossen die Nationenwertung gewonnen. Können wir über eine große Teamleistung sprechen, oder ist es eher jede einzelne, die eine Ausbildung unter dem gleichen Banner abspult? Was können wir über den Geist im Team erfahren?

Das wäre riesig. Ich möchte, dass meine Punkte aufgenommen werden und wir würden den Nationenwertung gewinnen. Das Team ist groß. Nicht nur die Athleten machen einen guten Job, sondern auch die Trainer und alle Beteiligten. Ich bin sehr glücklich, ein Teil des Swiss-Ski-Teams zu sein. Der Teamgeist ist positiv, sodass wir alle alles besser zusammen schaffen.

Ist die Sommerzeit eine Zeit, die du magst und zuhause genießt? Oder vermisst du das Schneetraining und das reisen?

Normalerweise liebe ich das Reisen und das „auf Achse“-sein. Aber in diesem Jahr war es das erste Mal so, dass ich das Zuhause sein für eine Zeit auch genossen habe. Ich vermisse das Skifahren, aber ich liebe nicht die Jahre zuvor, als ich über nichts Anderes als „Ich möchte Ski fahren gehen“ nachdachte. Ich bin sehr glücklich, das „Rotor Team“ zu Hause zu haben. Das erleichtert das Training der Athleten. Es wird immer besser und professioneller, und das jedes Jahr. Also ist es ein Weg, mehr Spaß zu haben. Und wir können jeden Tag trainieren, und es ist besser, als wenn man alles alleine machen würde.

Was sind deine Ziele für die nächste Saison? Worauf legst du deinen Fokus? Ist es die Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz oder die erste Kristallkugel?

Meine Ziele für den nächsten Ski-Winter sind definitiv die Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz, aber auch der Weltcup. Ich möchte so gut als möglich für die nächste Saison vorbereitet sein. Das ist mein größtes Ziel. Ich will auch eines Tages eine Medaille und eine Kristallkugel gewinnen, aber ich schaue immer auf den nächsten Tag und die nächste Woche, also Schritt für Schritt.

Freie Übersetzung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Bericht und Interview: www.fis-ski.com

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