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Tritt mit Jan Hudec der nächste kanadische Skisportler zurück?

Tritt mit Jan Hudec der nächste kanadische Skisportler zurück?

Tritt mit Jan Hudec der nächste kanadische Skisportler zurück?

Ottawa – Es ist nicht das erste Mal, dass ein Skirennläufer mit dem Verband streitet. Oft geht es um nicht erbrachte Ergebnisse oder auch um finanzielle Fragen. Seit Kurzem gibt es in Kanada den „Fall Jan Hudec“. Nachdem die offiziellen Kaderzusammensetzungen für den bevorstehenden Winter bekannt gegeben wurden, wurde dem 34-Jährigen der Status eines „nationalen Athleten“ entzogen. Das geschah auch bei Marie-Pier Préfontaine und Morgan Pridy.

Die Gründe können unterschiedlicher nicht sein. Pridy hat nicht die Ziele erreicht, die man gesteckt hatte; Préfontaine entschloss sich, die Karriere zu beenden, während Hudec aus finanzieller Sicht Probleme hat. Der kanadische Skiverband hat dem Speedspezialisten einen Platz im Nationalteam angeboten. Jedoch musste er sich einigen Auflagen unterziehen. Dazu zählten eine Serie medizinischer Kontrollen und ein Beitrag von 35.000 kanadischen Dollar.

„Ich möchte absolut nicht zurücktreten“, sagte Hudec der Presse, „und ich möchte weiterfahren, weil ich denke, dass ich noch etwas erreichen kann. Aber ich möchte lieber zurücktreten als in dieser Situation zu fahren.“

Außerdem scheint es, dass der Verband weiter Geld verlangt, sofern Hudec Ende des Jahres nicht in den Top-30 der Weltrangliste aufscheint. Der Skirennläufer erklärt, dass er keine Probleme habe, sich den Untersuchungen zu stellen, aber er will nicht die andren Auflagen erfüllen. Der 34-Jährige will nicht das Team schlechtreden oder an sich zweifeln. Doch er möchte etwas für Kanada bei der Weltmeisterschaft oder bei den Olympischen Spielen erreichen. Außerdem findet er das Ganze komisch, wenig entgegenkommend und enttäuschend. Seit 1999 ist er im Team dabei und hat auch Ergebnisse erzielt. Nach eigenen Angaben ist er die letzte Person, die sich so etwas erwartet habe. Er will das nicht tragen und wenn es nicht geht, trete er eben zurück.

Sportdirektor Martin Rufener befindet sich in diesen Tagen in der Schweiz und erklärt seinen Standpunkt. Hudec muss zeigen, dass er den richtigen Verlauf der Rehabilitation verfolgt und dass er noch schnell sein kann. Außerdem ist er mit dem Verband nicht einverstanden, was die besten Wege sind, wieder zurückzukehren. Seine Anwesenheit würde die Einstellung eines neuen Skiman bedeuten. Die Kosten würden sich auf rund 70.000 kanadische Dollar belaufen, die zur Hälfte vom Verband getragen würden.

Hudec muss sich entscheiden, ob (und wie) er die Karriere fortsetzen will oder nicht. Es kann sein, dass er mit einem Privatteam, welches selbstfinanziert ist, auftritt. So war es bei der zurückgetretenen Larisa Yurkiw auch der Fall. Auszuschließen ist ein Verbandwechsel in die Tschechische Republik. Hudec hat tschechische Wurzeln und wanderte ja mit seiner Familie aus, als er ein Kind war.

In seiner Laufbahn musste er sich neun Knie- und zwei Rückenoperationen unterziehen. Bei den Ski-Welttitelkämpfen im schwedischen Åre vor nunmehr neun Jahren gewann er die Silbermedaille in der Abfahrt. Bei den Olympischen Winterspielen vor zwei Jahren in Sotschi gewann er die Bronzemedaille im Super-G. Fünfmal kletterte er auf ein Weltcuppodest, zweimal stand er nach einem Super-G ganz oben.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: fantaski.it & skionline.ch           

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