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Tscheche Ondřej Bank hängt die Skier an den Nagel

© Kraft Foods / Tscheche Ondřej Bank hängt die Skier an den Nagel

© Kraft Foods / Tscheche Ondřej Bank hängt die Skier an den Nagel

Prag – Der tschechische Skirennläufer Ondřej Bank hat gestern Vormittag während einer Pressekonferenz in Prag sein Karriereende bekanntgegeben. Er wurde im Oktober 1980 in Ruda Nad Moravou geboren und fuhr im Laufe seiner Laufbahn zweimal auf das Podest. Zudem zeigte er bei Olympischen Winterspielen und Welttitelkämpfen mit mehreren Top-10-Platzierungen seine Klasse.

Banks Entscheidung fiel nach dem x-ten Aufsuchen eines Arztes. Der Sturz beim Training in Wengen brachte Knieprobleme und einen einmonatigen Stopp mit sich. Auch während des Sommertrainings erklärte der Tscheche, dass es nicht sicher ist, ob er die Karriere fortsetzen wolle oder nicht. Trotz eines normalen Trainingsverlaufes konnte er zwischen Lake Louise, Beaver Creek, Gröden, Santa Caterina und Wengen nie punkten. Oft schied er vorzeitig aus.

Im fernen Jahr 2001 bestritt er in Adelboden sein erstes von insgesamt 182 Rennen. Der Kombi-Spezialist gewann drei Jahre später in Chamonix seine ersten Weltcupzähler. In den ersten fünf, sechs Saisonen erzielte er immer in der gleichen Disziplin Punkte. Nach 2006 erreichte er sein erstes Weltcuppodest. In Beaver Creek erreichte er den 19. Platz in der Abfahrt und den beachtlichen vierten Rang im Slalom. In der Folge fühlte er sich im Stangenwald auch wohl. Das beweisen ein siebter Rang in Val d’Isère 2010 und ein fünfter Riesenslalom-Platz in Alta Badia 2010. In der Abfahrt von Wengen erreichte er 2015 den neunten Schlussrang.

Bei den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 zeigte sich der Tscheche in einer blendenden Verfassung. Im Super-G wurde er Neunter und in der Kombi freute er sich über den siebten Platz. Dann folgte der Riesentorlauf. Zur Halbzeit lag Bank hinter Ted Ligety auf dem sensationellen zweiten Rang, doch im Finale fiel er noch aus den Medaillenrängen und beendete das Rennen auf Position fünf.

Im Januar 2015 zeigte er kurz vor der WM in Vail/Beaver Creek wiederum Großartiges. In Wengen landete er sowohl in der Abfahrt als auch in der Kombi in den Top-10. In Kitzbühel wurde er Zwölfter im Super-G, am Ende reichte es für den dritten Platz in der Kombination. Bei den Welttitelkämpfen selbst erreichte er den ausgezeichneten siebten Rang in der Abfahrt. Im Super-G kam er nicht ins Ziel. Lebhaft in Erinnerung ist uns der Sturz bei der Kombi-Abfahrt, der beim letzten Sprung zustande kam. Dabei schlug er auf der eisigen Grundlage auf, obwohl er bis dahin mit einem dritten Zwischenplatz sehr gut unterwegs war. Der Rest ist Skigeschichte. Der Österreicher Marcel Hirscher gewann, da er durch den Sturz als Erster im darauffolgenden Slalom starten durfte, Kombi-Gold.

Das Foto des Sturzes ging um die ganze Welt. Christian Walgram, der Fotograf, sicherte sich mit diesem Foto den World Press Photo Award. Doch dieser Rennunfall war nicht der Einzige. Im Januar 2008 kam Bank in Kitzbühel schwer zu Sturz und verlor fast zwei volle Jahre. Durch einen eingefangenen Virus im Sommer 2011 in Thailand verlor der Tscheche 15 Kilo und einen großen Teil seiner Vorbereitung. Im Januar 2012 beendete er in Adelboden die Saison ohne Weltcupzähler, zumal ihn starke Rückenschmerzen quälten. Im Sommer verletzte er sich beim Training in Chile, der Winter dauerte auch nur drei Rennen. Bei dem Training in Beaver Creek verletzte er sich an der Schulter.

Bei der emotionalen Pressekonferenz erzählt der Tscheche, dass viele ihn fragten, wie seine Karriere ohne diese Zwischenfälle verlaufen wäre. Er hätte einen Moment innegehalten und sagte, dass es so wäre, als ob er eine Arbeit nur zur Hälfte getätigt hätte. Die Karriere hätte besser sein können, aber die Entscheidung ist gefallen. Nun schaut Ondřej Bank, der noch am Anfang der diesjährigen Saison im Speedbereich auf Kristian Ghedina zählte, auf andere, viel wichtigere Sachen. Seine Partnerin Tereza erwartet im Juni das zweite Kind.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.fantaski.it

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