Home » Herren News, Pressenews, Top News

Überraschender Premierensieg für Marcel Hirscher im Super-G von Beaver Creek

Technikfuchs Marcel Hirscher im Super-G von Beaver Creek eine Klasse für sich

Technikfuchs Marcel Hirscher ist im Super-G von Beaver Creek eine Klasse für sich

Beaver Creek – Der Österreicher Marcel Hirscher gewann sensationell und für viele überraschend den Super-G von Beaver Creek. Der Salzburger nutzte seine niedrige Startnummer 4 optimal und benötigte für seinen Erfolg auf der „Birds of Prey“ eine Zeit von 1.06,90 Minuten. Da der Start aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse nach unten verlegt wurde, war die Siegerzeit auch im Vergleich zu anderen Jahren kürzer.

Der 26-Jährige, der seinen 32. Weltcupsieg und seinen ersten Erfolg in einem Speedrennen feierte, sagte im ORF-Interview: „Die niedrige Nummer war heute sicherlich kein Nachteil. Die Kurve bei Screaching Owl habe ich sehr gut erwischt – es ist eigentlich schrägt, dass ich da zum Golden Eagle hin Zeit gutmachen kann. Die Mission Super-G hier in Beaver Creek ist auf alle Fälle sehr, sehr gut gelaufen. Als der Start runterverlegt wurde, habe ich mir eigentlich gedacht: Das war‘s schon. Ich habe es sicher sehr gut erwischt, alles am letzten Zacken. Ich hatte auch einen ziemlich schnellen Ski. Mich erinnert es an die WM, als ich da gestanden bin und es hat auch so geschneit. Ich habe mich im Super-G aber sicherlich übertroffen, was meine Möglichkeiten betrifft.“

Zweiter wurde sehr zur Freude des Publikums der US-Amerikaner Ted Ligety (+0,33), der seinen Landsmann Andrew Weibrecht um drei Hundertstelsekunden auf Rang drei verwies.

Ligety, der morgen den ebenfalls in Beaver Creek stattfindenden, zweiten Riesenslalom der noch jungen Saison für sich entscheiden möchte, sagte im TV-Interview: „Es ist ein Berg, wo wir unsere Technik ausspielen können. Ich hatte Glück mit der Sicht, er mit der Nummer – aber ist unglaublich, dass wir beide uns im Super-G da vorne matchen.“

Offizieller FIS Endstand: Super-G der Herren in Beaver Creek

Der Franzose Adrien Théaux und der Italiener Mattia Casse teilten sich mit einem Rückstand von genau einer halben Sekunde auf Hirscher den vierten Platz. Der US-Amerikaner Travis Ganong (+0,56) positionierte sich als Drittbester seines Landes auf Rang sechs. Der junge Wikinger Aleksander Aamodt Kilde (+0,60) sprang für seine geschlagenen Teamkollegen Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud ein. Der Schweizer Carlo Janka (+0,65) landete vor dem Kanadier Erik Guay (+0,75) auf Platz acht. Zehnter wurde der Österreicher Vincent Kriechmayr (+0,77).

Kriechmayr, im Bundesland Oberösterreich zuhause, sagte im ORF-Interview: „Oben bin ich nicht gut gefahren, herunten hatte ich guten Speed, da war es okay. Am oberen Teil muss ich sicher noch arbeiten. Es war ein komisches Rennen. Ich hatte eigentlich eine gute Nummer – vor mir ist Weibrecht auf den Zweiten gefahren – es war also schon einiges möglich. Marcel – Wahnsinn! Der lässt uns aussehen wie Lehrbuben. Er kommt daher und gewinnt.“

Die beiden Südtiroler Dominik Paris und Christof Innerhofer, aber auch das ÖSV-Trio, bestehend aus Max Franz, Weltmeister Hannes Reichelt und Georg Streitberger schrammten hauchdünn an den Top-10 vorbei. Das Hundertstelglück hatten andere.

Sehr gut unterwegs war auch der Schweizer Thomas Tumler (+0,82), der mit der Startnummer 45 Zwölfter wurde. Nichts mit der Entscheidung zu tun hatten neben dem Südtiroler Peter Fill auch die Norweger Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud, denen aufgrund teils irregulärer Bedingungen einen großen oder sehr großen Fehler unterliefen. Dadurch landeten sie abseits der besten 15. Svindal muss also ein Jahr warten, um vier Speed-Siege in Folge zu feiern.

Reichelt, der eigentlich im Super-G in Beaver Creek immer gut unterwegs ist, meldete sich zu Wort: „Solche Schneerennen sind meistens nicht ganz fair. Aber vor zehn Jahren bei meinem Premierensieg hatte ich das Glück auf meiner Seite. Heute hat es halt die Topgruppe erwischt, es hat ja keiner vorne reingeschafft.

Svindal, gesundheitlich angeschlagen, sagte zur Leistung von Hirscher und Ligety: „Beide sind sicherlich sehr gut gefahren. Sie hatten sicherlich auch kein Pech mit dem Wetter, aber so ist es halt. Die beiden muss man als starke Riesentorläufer auf der Rechnung haben. Es war sicher noch mehr möglich. Mein Beginn war nicht so schlecht, aber mit einem großen Fehler im Flachen geht es dann nicht. Die Magenverstimmung war sicherlich nicht ideal, aber jetzt geht es schon wieder besser.“

Der Kärntner Matthias Mayer, der das Rennen wahrscheinlich nicht in den Punkterängen beenden wird, gab im TV-Gespräch zu Protokoll: „Es war eigentlich eine entschlossene Fahrt, das hätte schon gepasst. Aber im Flachen habe ich mich niedergelegt, da geht dann nichts. Es ist halt ein Freiluftsport, da kann es wechseln. Es war ein schweres Rennen, aber so ist unser Sport.“

Pech hatte der junge Deutsche Klaus Brandner, der mit der Nummer 34 ins Rennen ging und recht gut unterwegs war und nach der zwölftbesten Zwischenzeit bei dem Übergang in den Flachteil komplett die Linie verlor und aus den Punkterängen flog. Bester DSV-Athlet wurde Andreas Sander (+1,18) wurde 22; der Bozner Riccardo Tonetti (+1,29) landete dahinter.

Morgen steht ein Riesentorlauf in Beaver Creek auf dem Programm. In dem sehr kurzen Super-G mit 66 Sekunden Laufzeit konnten Hirscher und Ligety ihre technischen Qualitäten gut ausnutzen. Es ist nicht auszuschließen, dass wir die beiden auch morgen auf dem Podest sehen werden. Auf alle Fälle hat sich der Salzburger im Kampf um die große Kristallkugel gegenüber Svindal jede Menge Punkte gut gemacht und kann ohne Sorgen in das morgige Rennen gehen.

Der nächste Super-G der Männer findet am 18. Dezember auf der legendären „Saslong“ im Südtiroler Grödnertal statt. Es bleibt abzuwarten, ob der Gelegenheits-Super-G-Fahrer aus dem Salzburger Land dort fahren wird.

Offizieller FIS Endstand: Super-G der Herren in Beaver Creek

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

09-zwischenstand-super-g-herren-beaver-creek-2015

Alle News zum Ski Weltcup in dein Postfach
Gib deine E-Mailadresse ein und Du bekommst
täglich alle News direkt in dein E-Mailfach:

Delivered by FeedBurner

Alle News zum Ski Weltcup 2015/16 finden Sie in unserer NEUEN FACEBOOK SEITE

FIS Ski Weltcup Rennkalender der Herren – Die Termine der Saison 2015/16
FIS Ski Weltcup Rennkalender der Damen – Die Termine der Saison 2015/16
FIS Europacup Kalender der Damen Saison 2015/16
FIS Europacup Kalender der Herren Saison 2015/16

In eigener Sache: Wir suchen immer Skifans die uns mit Skiweltcup News und Nachrichten aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz versorgen. Wer Lust am Schreiben hat oder über „Insider News“ verfügt, einfach bei uns melden: news@skiweltcup.tv
Du möchtest in Sachen Skiweltcup immer auf dem Laufenden sein? Dann trage deine E-Mailadresse unten ein. Bestätige deine Anmeldung (Mail) und schon kommen alle aktuellen Nachrichten direkt in dein E-Mail Postfach.

Das TV-Sport Netzwerk: Ihr Partner in Sachen Sport
www.TV-Sport.de
www.Liveticker.TV
www.Skiweltcup.TV
www.Biathlonweltcup.TV

Für Werbe und Kooperationsanfragen stehen wir immer gerne für Sie zur Verfügung.
Ansprechpartner: Karl “Charly” Seidl
Telefon: 0049 (0)9471 / 1664
Mobil: 0049 (0)1575 / 4 791 287
E-Mail: info@skiweltcup.TV

Anmerkungen werden geschlossen.