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US-Boy Ted Ligety führt nach dem ersten RTL-Durchgang in Sölden und kann vom vierten Sieg träumen

Ted Ligety liegt nach dem 1. Durchgang beim Riesenslalom in Sölden in Führung

Ted Ligety liegt nach dem 1. Durchgang beim Riesenslalom in Sölden in Führung

Sölden – Mit dem heutigen Riesentorlauf am Rettenbachferner in Sölden eröffnen auch die Herren den alpinen Ski-Winter 2015/16. In Führung nach dem ersten Durchgang liegt der US-Amerikaner Ted Ligety, der mit einer Zeit von 1.12,30 Minuten vielleicht den Grundstein für den vierten Erfolg im Ötztal gelegt hat. Die Startliste (gleich nach Eintreffen) und den Liveticker für den Finallauf finden sie in der Navigationsleiste oben.

Ligety, im Vorjahr beim Saisonauftakt nur Zehnter, betonte in einer ersten Stellungnahme: „Wenn man führt, dann ist es natürlich immer ein guter Tag. Es ist aber keine komfortable Führung – Marcel ist nur 17 Hundertstel zurück.“

Hinter dem amtierenden Weltmeister reiht sich der Österreicher Marcel Hirscher mit einem Rückstand von gerade 17 Hundertstelsekunden auf Platz zwei ein. Der Salzburger erzählte im ORF-Interview: „Ich habe es ganz gut erwischt, ich darf sicher nicht klagen. Man sieht schon, es hat sich etwas zusammengeschoben – es ist sicher nicht mehr so, wie im letzten Jahr. Ted ist richtig geil gefahren. Körperlich war es schon fordernd – ich bin schon ordentlich in die Knie gegangen – aber zum Glück erst nach der Ziellinie.“

Offizieller FIS Zwischenstand – Riesenslalom der Herren in Sölden

Der Franzose Thomas Fanara (+0,33) hat mit einem guten zweiten Durchgang auch alle Chancen auf den Tagessieg, er ist derzeit Dritter. Hinter dem Athleten der Equipe Tricolore hat der Italiener Roberto Nani (+0,63) mit dem vierten Platz einen sehr guten ersten Lauf gezeigt. Hinter dem azurblauen Skirennläufer reiht sich Victor Muffat Jeandet (+1,46) als zweitbester Franzose auf Rang fünf ein.

Bester Deutscher, trotz wenigen Skitagen, ist Felix Neureuther (+1,47) auf Position sechs. Der bayerische Skifahrer sagte, auf seinen Lauf angesprochen: „Wenn man noch nicht so viele Schneetage in den Beinen hat, dann ist es hier hoch einmal anstrengender. Da geht man schon ans Limit. Nach dem ersten Durchgang weiß ich nun was auf mich zukommt. Ich bin etwas zu zaghaft gefahren, das muss ich im Finale besser machen. Dem Rücken geht es gut, durch das fehlende Training fehlt mir noch die Selbstverständlichkeit eines Ligety oder Hirscher. Für die Vorbereitungszeit ist es aber eine super Ausgangsposition.“

Der Franzose Alexis Pinturault (+1,48), bei drei Sölden-Einsätzen immer auf dem Podest, muss als gegenwärtig Siebter im Finale etwas mehr Gas geben, will er seine imposante Serie prolongieren. Hinter „Pintu“ finden wir mit Fritz Dopfer (+1,71) den zweiten DSV-Athleten auf Platz acht.

Dopfer analysierte messerscharf seine Fahrt: „Es war schon ein Vorteil dass ich die Nummer 2 hatte, mit Nummer 15 und so einer Fahrt wäre ich weiter hinten. Beim Fahren war das Gefühl nicht so verkehrt, aber ich habe gesehen dass da schon einiges mehr drinnen ist. Wenn man vorne dabei sein will muss man hier mehr attackieren.“

Die Top-10 werden von Stefan Luitz (+1,99) aus Deutschland und dem Franzosen Mathieu Faivre (+2,14) abgerundet. Luitz, der durch als Pechvogel in die Olympiageschichte von Sotschi eingegangen ist, sagte im Gespräch: „Der Steilhang war eigentlich ganz okay aber die Ausfahrt habe ich etwas verpennt. Da ist aber auch die Piste etwas schlechter geworden, aber gerade da muss man den Schwung mitnehmen. Das Versuche im zweiten Durchgang jetzt besser zu machen. Das Finale werde ich angehen wie den ersten Durchgang. Von oben weg attackieren aber die Ausfahrt versuche ich etwas runder anzugehen.““

Der Österreicher Philipp Schörghofer, vor wenigen Wochen stolzer Vater geworden, schrammt um gerade einmal eine Hundertstelsekunde an den besten Zehn des Zwischenergebnisses vorbei.

Schörghofer betonte im ORF-Interview: „Es waren gute Schwünge dabei. Bis zum Ende des Steilhangs war es ganz okay – es hat sich zwar schlimm angefühlt, aber so wird es jedem gegangen sein, die Kurssetzung war schon extrem. Unten runter hatte ich leider einen dummen Fehler.“

Der Südtiroler Florian Eisath liegt gegenwärtig auf Rang 16. Sein Rückstand von 2,72 Sekunden auf Ligety ist sehr groß, doch bei einem furiosen Finale kann eine einstellige Endplatzierung durchaus realistisch sein. Der Norweger Aksel Lund Svindal (+3,43) feiert ein gelungenes Comeback und reiht sich auf Platz 21 ein.

Der Wikinger sagte im ORF-Interview: „Es war schwierig, aber ich habe das gewusst. Eigentlich wollte ich zunächst nicht fahren, dann hatte ich ein paar gute Tage Riesentorlauf-Training – also habe ich gesagt, dann fahre ich. Der Plan im Frühjahr war, Sölden nicht zu fahren – aber Pläne ändern sich schnell. Im Riesentorlauf werde ich flexibel sein – wichtig sind für mich aber Abfahrt und Super G.“

Der Schweizer Gino Caviezel ist ausgeschieden. Ihm brachte die Startnummer 13 wohl kein Glück. Sein Teamkollege Justin Murisier befindet sich nach einem wilden Ritt auf dem Rettenbachferner und einem Rückstand von 3,70 Sekunden auf Platz 22 und hat alle Chancen der Welt, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren und sich auch zu verbessern.

Hausherr Christoph Nösig wird möglicherweise in der Entscheidung nichts zu tun haben; im Steilhang zeigte er eine wahre Rutschpartie. Am Ende reißt er vier Sekunden Rückstand auf. Auch für Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt aus dem Salzburger Land wird es eine Zitterpartie; Romed Baumann aus der Biathlonhochburg Hochfilzen hat 5,02 Sekunden Rückstand auf Ligety. Das reicht nicht für die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Soweit der Stand nach 32 Startern. Das amtliche Endergebnis nach dem ersten Lauf und etwaige Updates werden nachgereicht.

Update:
+++ ÖSV-Skirennläufer Roland Leitinger als 22. zeigt eine sehr gute Fahrt. Mit Startnummer 39 und einem Rückstand von 3,51 Sekunden ist die Finalquali Formsache. Und sogar Svindal ist nur acht Hundertselsekunden schneller. Hut ab vor dem 24-Jährigen, der im letzten Jahr die EC-Riesenslalomwertung für sich entschieden hatte und verletzungsbedingt zwei Jahre aussetzen musste. Teamkollege Manuel Feller (gegenwärtig 27.) muss noch zittern. +++

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Christian Hirschbühl geht mit der Nummer 52 ins Rennen. Die Fahrt im Steilhang ist gut, auch der Zielhang wird gut gemeistert. Mit 3,24 Sekunden Rückstand ist er ausgezeichneter 19. Das macht als Drittbester des ÖSV-Teams Appetit auf mehr. Die Leistung des Weltcupdebütanten ist sehr gut!
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Auch der Italiener Andrea Ballerin, mit der Startnummer 57 unterwegs, zeigt seine große Klasse. Am Ende wird er mit dem 21. Rang belohnt. Die Qualifikation für den zweiten Durchgang ist geschafft. Sollte dem azurblauen Skirennläufer ein ähnlich beherzter Lauf gelingen, ist auch ein Rang unter den Top-15 drin. Man kann ihm raten, an nichts zu denken und den Ski nur laufen zu lassen. Dann ist alles möglich!
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Was ist denn da los? Manfred Mölgg, der „alte Fuchs“ aus dem Gadertal liegt nach der ersten Zwischenzeit nur neun Hundertstelsekunden zurück! Auch im Steilhang ist der Südtiroler – trotz Startnummer 62 – gut unterwegs. Mit knapp drei Sekunden Rückstand reiht er sich im Ziel auf Platz 17 ein. Ein sehr starkes Comeback, einfach Chapeau, Manni!
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Auch Steve Missillier als 25. kann stolz auf sich sein. Der Franzose geht mit der hohen Startnummer 66 ins Rennen. Mit einer couragierten Fahrt ist er stets bei der Sache, und komplettiert dadurch ein sehr gutes Mannschaftsresultat. Pech indessen hat der Tiroler Manuel Feller, der durch die nahezu sichere Qualifikation des Franzosen aus den Top-30 fällt und seine Koffer packen muss.
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Offizieller FIS Zwischenstand – Riesenslalom der Herren in Sölden

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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