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Vreni Schneider wird 50, wir gratulieren!

Vreni Schneider

Vreni Schneider

Elm – Wenn wir heute den Blick in die Chronik wagen, erkennen, wir dass die beste Schweizer Skirennläuferin ihren 50. Geburtstag feiert. Die Rede ist von Vreni (eigentlich Verena) Schneider. In den 80er- und 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts hatten oft ihre Konkurrentinnen das Nachsehen. Heute arbeitet sie in einer Skischule und lässt es viel ruhiger angehen.

Wenn wir an die Olympischen Winterspiele im norwegischen Lillehammer vor 20 Jahren denken, klebte mit der Schweiz eine ganze Ski-Nation an den Fernsehgeräten, um den zweiten Durchgang im Slalom zu sehen. Vreni Schneider lag nach dem ersten Lauf nur auf Rang fünf. Nach einem wahrhaftigen Husarenritt im zweiten Lauf holte sich die Eidgenossin zur Freude aller die Goldmedaille. Ein Jahr später beendete die Schweizerin ihre sagenhafte Karriere. Drei große Kristallkugeln, 55 Siege, 27 zweite Plätze und 18 dritte Plätze und jede Menge anderer Erfolge runden das mehr als nur erfolgreiche Profil der Schweizerin ab.

Vreni Schneider hatte lange den Rekord an Weltcupslalom-Siegen gehalten, bis Ende 2013 die Österreicherin Marlies Schild diesen Uraltrekord auslöschte. Der Eidgenossin, die vom Alter her leicht die Mutter von Schild sein könnte, sieht das gelassen. Man kann das so zusammenfassen: Jede Generation hatte und hat ihre Legenden, ihre Helden und ihre Stars. Dass der lange haltende Rekord geknackt wurde, macht Schneider keineswegs traurig. Doch die Erinnerungen an eine Saison, in der das heutige Geburtstagskind fast alle technischen Bewerbe für sich entschied und nur einmal Dritte neben 14 (!) Siegen wurde, sind noch wach und bis jetzt ist es keiner Athletin gelungen, diese unglaubliche Bestmarke zu erreichen.

Fünf olympische und sechs weltmeisterliche Medaillen hängen im Trophäenschrank der Elmerin. Es wäre vermessen, wenn sie sage, sie sei stolz auf sich. Dennoch ist sie dankbar, eine so großartige Karriere erlebt und erfahren zu haben. Sie war ehrgeizig und perfektionistisch. Mit einem Lächeln auf den Lippen meint sie, dass sie bloß mit Talent 15 und nie 55 Rennen für sich entschieden hätte. Wer von ihrer Motivation zehren oder profitieren will, kann sie buchen. Träume sind dazu da, um erfüllt zu werden. Wer etwas mit Leidenschaft macht, kann etwas erreichen. Und wenn es einem nicht so gut, beispielsweise in Krisen, kann man erkennen, wer zu einem steht.

Die Kippstangenspezialistin, die auch einmal in einer Abfahrt unter die besten Drei fuhr, ist ein sonniger Charakter. Sie fuhr mit Gefühl und war von Zweifeln geprägt, als im Januar 2014 die ÖSV-Spitzenrennläuferin Ulrike Maier auf der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen tödlich verunglückte. Im nächsten Rennen pausierten verständlicherweise die rot-weiß-roten Athletinnen. Es war ein Slalom in der Sierra Nevada. Nach dem ersten Durchgang riss Schneider zwei Sekunden auf die Führende auf und ging in sich. Mit einem bravurösen, fast schon sensationellen Lauf holte sie sich den Sieg. Die Trauer, dass Ulli bei keinem Rennen, bei keiner Mannschaftssitzung, bei keinem Podium und keiner Ergebnisliste mehr aufscheinen würde, war dennoch groß.

Die Familie gibt – nach wie vor – Schneider den notwendigen Halt. Ihr Vater förderte und forderte sie nach bestem Wissen und Gewissen, nachdem die Mutter gestorben war, als Vreni gerade einmal 16 Jahre jung. Der Vater konnte seine Tochter emotional aufbauen, das Vater-Tochter-Verhältnis war gut. Neben ihrem Ehemann sind ihre beiden Jungs Florian und Flavio die wichtigsten Menschen im Leben. Und der Alltag als Mutter und Ehefrau hat Abwechslung, ja Farbe in das schier perfektionistische Dasein der einstigen Weltklasseathletin gebracht. Auch einen Auftritt in die Musikszene wagte die Schweizerin. Aber das ist eine andere Geschichte.

Abgerundet wird das Profil der Schweizer Schneesportlerin des Jahrhunderts mit den Auszeichnungen zur Schweizer Sportlerin des Jahres 1988, 1989, 1991, 1994 und 1995. Ferner holte sie sich viermal den Slalom- und fünfmal den Riesentorlaufsieg im Rahmen der nationalen Skimeisterschaften. Der Skieur d’Or wurde ihr in den beiden Jahren 1994 und 1995 verliehen. Die 1995 erschienene, mit Urs Huwyler verfasste Autobiografie hat den Titel. „Der Wille zu siegen und die Kraft, sich selber treu zu bleiben“. Das kann für viele Skirennläuferinnen und -läufer durchwegs ein Lebensmotto sein. Wir wünschen Vreni Schneider alles erdenklich Gute zu ihrem runden Geburtstag und den weiteren Lebensweg.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: eigene Recherchen, www.nzz.ch  

 

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