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Weltcupfinale Super G der Herren in Lenzerheide nach Sturz von Klaus Kröll abgesagt

© Gerwig Löffelholz  /  De Tessières (FRA)

© Gerwig Löffelholz / De Tessières (FRA)

Der Super-G der Herren beim Saisonkehraus in der Lenzerheide wurde bei einer wahrhaftigen Windlotterie und nach der Führung des Franzosen Gauthier De Tessières, der mit der Startnummer 1 ins Rennen ging und mit 1.22,04 Minuten die Bestzeit in den Schnee setzte, abgebrochen. Der Vize-Weltmeister von Schladming führte bis zum Abbruch vor den beiden Südtirolern Christof Innerhofer (+0,31) und Siegi Klotz (+0,59).

Der Abbruch erfolgte nach einem schweren Sturz des Steirers Klaus Kröll, der mit der Nummer 10 ins Rennen ging. Laut Mannschaftsarzt Thomas Gstrein zog sich der ÖSV-Speedspezialist eine Verletzung an der linken Schulter und am linken Oberarm zu. Vor wenigen Minuten wurde der Steirer mit dem Hubschrauber in das Kantonsspital Graubünden in Chur geflogen, wo er genauere Untersuchungen anstehen.

Außerdem ist der Gesamtweltcup praktisch entschieden. Der Salzburger Marcel Hirscher liegt uneinholbare 149 Punkte vor dem Norweger Aksel Lund Svindal. Der Skandinavier müsste also einmal siegen und einmal Vierter werden. Da aber nur technische Bewerbe auf dem Programm stehen, und Hirscher dort sehr gute konstante Leistungen bringt, ist das nur ein belangloses Rechenspiel. Für Svindal bleibt die kleine Kugel im Super-G und in der Abfahrt als kleiner Trost. Letztere geht kampflos auch an Tina Maze, denn nebenbei erwähnt wurde der heutige Super-G der Damen auch abgesagt.

ORF Stimmen zum Super G der Herren in Lenzerheide

Klaus Kröll (AUT)

Klaus Kröll (AUT)

Marcel Hirscher: „Wir haben schon beschlossen gehabt, dass wir nicht mehr fahren werden. Ich hab schon fünf Minuten vor der Mannschaft beschlossen, dass ich es lassen werde. Wenn die Gesundheit nicht gewährleistet ist, dann ist es ein Witz. Ich bin am Start noch mit dem Krölli zusammengesessen. Dass beim letzten Rennen so etwas passiert, steht sich einfach nicht dafür.“

Ivica Kostelic: „Die Bedingungen sind nicht leicht und sicher auch nicht fair. Wie ich am Start gehört habe waren 6 Trainer für den Start und 4 dagegen. Meiner Meinung war das erste blöde Rennen die Abfahrt in Kvitfjell, als der Wind so stark war. Der Lift war ausgeschaltet aber wir sind gefahren. Manchmal ist es zu viel. Gefährlich ist es eigentlich nicht. Aber es ist unfair, da es eine Lotterie ist.“

Christof Innerhofer: „Uns haben die Trainer gefragt, ob wir fahren wollen. Ich hab gesagt, ich fahre – weil ich noch eine Chance habe, nach vorne zu kommen. Bei der Trainer-Abstimmung war es 5 gegen 5. Dann hat es geheißen, die Fahrer sollen entscheiden. Das wichtigste ist immer gesund im Ziel zu sein. Dass es kein faires Rennen wird wussten wir schon beim Start. Ich drücke die Daumen, dass Klaus nichts passiert ist. Wenn man jetzt abbricht, dann hätte man nicht starten dürfen. Denn die Bedingungen sind so, wie zu Beginn. Das traurige ist aber, dass scheinbar immer etwas passieren muss, dass man reagiert.“

Romed Baumann: „Es ist hier extrem wechselhaft. Der Wind dreht. Dazu kommt der Licht-Schatten-Wechsel. Die Sonne kommt manchmal durch, dann ist es extrem diffus. Das dürfte auch dem Klaus zum Verhängnis geworden. Klaus ist schon ein guter Skifahrer, wenn der solche Probleme hat und keine Chance hat, an so einer schweren Passage zu reagieren, dann ist es schon am Limit.“

Thomas Mayrpeter: „Oben im Steilhang ist der Wind schon extrem stark. Mir ist eigentlich eine sehr gute Fahrt aufgegangen mit der ich sehr zufrieden bin. Die Freude ist groß dass ich einmal eine Weltcuprennen fahren durfte, das ist sehr schön.“

DSV-Alpindirektor Maier: „Wir vom DSV haben gegen das Rennen gestimmt. Nicht, weil wir es besser wissen. Aber der Wind ist einfach zu ungleichmäßig. Und jeder, der selbst Ski fährt, weiß, wie es ist, ohne Bodensicht zu fahren.“

ÖSV-Direktor Pum: „Wir haben bei der Abstimmung nein gesagt. Es ist um die Sicherheit gegangen. Unsere Mannschaft ist vor der Absage schon zurückgezogen worden. Ich hab so etwas in meinen 36 Jahren im Renngeschäft noch nie erlebt, dass die Jury das so weitergegeben hat. Das Trainer und Athleten entscheiden sollen. Dafür gibt es die Jury. Es steht an jeder Stelle einer aus der Jury. Wenn da die Sicherheit nicht gewährleistet ist, dann kann nicht gestartet werden. Das Tempo war heute nicht das Problem, der Wind war zu ungleichmäßig.

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