Zwei Freundinnen im Kampf um die große Weltcupkugel.
Am Samstag starten die Damen auf dem Rettenbachferner in Sölden in die Olympiasaison 2009/10.
„Es wäre schon schön, in Sölden mal einen guten Start zu erwischen. Aber richtungweisend ist es sicher nicht“, sagte Slalom-Weltmeisterin Maria Riesch die auch in diesen Jahr ein gewichtiges Wort bei der Vergabe der großen Skiweltcup Kugel sprechen will. „Neben Lindsey und mir muss man aber auch Anja Pärson auf der Rechnung haben, auch die Niki Hosp“, wies Riesch auf die Konkurrenz aus Schweden und Österreich hin.
„Sölden ist immer etwas Besonderes, alle sind nervös“, sagte Lindsey Vonn. Das Auftaktrennen will sie im Hinblick auf das Material aber nicht überbewerten. „Man muss bis Levi, Lake Louise und Aspen warten, bis man weiß, wie das Material arbeitet.“
In dieser Saison fahren Maria Riesch und Lindsey Vonn mit den gleichen Latten unter den Füßen. Die US Amerikanerin wechselte aus Kostengründen von Rossignol zu Head.
„Ich habe in meiner Situation die beste Entscheidung getroffen“, sagte die zweimalige Weltmeisterin des vergangenen Winters und will sich nach zwei gescheiterten Olympia-Teilnahmen ihren Kindheitswunsch erfüllen. „Ich träume von einer Medaille, seit ich ein kleines Mädchen war. Ich wäre auch schon mit Bronze zufrieden. Für mich sind die Olympischen Spiele das größte Ziel in der Saison.“
Der Freundschaft, da sind die beiden sicher, werde die gemeinsame Team Zugehörigkeit nicht schaden. „In so einem Topteam (HEAD) zu fahren ist nie schlecht. Mal schauen, was wir zusammen bewerkstelligen können“, sagte Riesch.
Vom Wechsel war sie aber nicht ausnahmslos begeistert: Ihren Servicemann musste Riesch im Sommertraining selbst bezahlen, für den amerikanischen Neuzugang gab der Ausrüster Geld aus.
In der Olympiasaison möchte Vonn neben einer Medaille aber auch ihre große Weltcupkugel verteidigen – gegen harte Konkurrenz in Person von Maria Riesch. „Maria fährt in allen Disziplinen gut. Und es wird sehr schwierig, sie zu schlagen“, betonte die Amerikanerin. Eine Wette zwischen den beiden Freundinnen gibt es auch in diesem Jahr nicht. „Wir wetten niemals. Ich glaube, ich habe noch niemals wegen Sport gewettet.“




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