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Aksel Lund Svindal und der norwegische Skiverband haben Redebedarf

© Ch. Einecke (CEPIX) /  Aksel Lund Svindal: „Der Skiverband hat mich nicht mehr kontaktiert“

© Ch. Einecke (CEPIX) / Aksel Lund Svindal: „Der Skiverband hat mich nicht mehr kontaktiert“

Oslo – Rund neun Monate nach seinem Karriereende hat der frühere norwegische Skirennläufer Aksel Lund Svindal seine Biografie veröffentlicht. In dem Buch zeichnete er seine außergewöhnliche Karriere in Form einer Reise nach, welche mit der WM-Abfahrt-Silbermedaille von Åre 2019 zu Ende ging.

Während auf die deutsche Ausgabe des Buches für den europäischen Markt gewartet wird, gibt es in Norwegen ein heiß diskutiertes Thema. Bei den norwegischen Skifans wird die Frage diskutiert welche Rolle der 36-Jährige innerhalb des nationalen Skiverbands einnehmen könnte. Eine Frage die beim nationalen Verband bisher wohl nicht besprochen wurde.

Svindal hat das nicht ohne einen Hauch von Verbitterung bestätigt. „Der Skiverband hat mich nicht mehr kontaktiert“, sagte der fünffache Weltmeister, zweifache Olympiasieger und zweifache Gesamtweltcupsieger: „Wenn man das Buch und nicht nur Auszüge in den Zeitungen gelesen hätte, würde man wissen, dass ich einen Beitrag dazu leisten könnte. Es kann auch sein, dass ich den Jungs der Zukunft nichts anbieten kann, da ein guter Athlet nicht unbedingt ein guter Trainer ist, oder in einer anderen Rolle nützlich sein kann. Aber das kann man nur sagen, wenn ich es auch versucht habe“, so Svindal.

Beim Ski Weltcup Saison Opening in Sölden war Svindal mit von der Partie. Er würde gerne auch in der Nähe der ehemaligen Nationalmannschaftskollegen bleiben. Verbandsdirektor Claus Ryste äußerte sich zum Thema knapp und bekräftigte, dass Svindal vor kurzer Zeit in den Ruhestand getreten und ein sehr vielbeschäftigter Mann ist. Aber es ist offensichtlich, dass es sehr positiv wäre, wenn er Interesse an einer Rolle hätte, die mit seiner Erfahrung ausfüllen könnte.

Kjetil Jansrud, der Svindal bei der Ski-WM in Schweden die Goldmedaille um lächerliche zwei Hundertstelsekunden wegschnappte, betonte: „Ich denke, seine Mitarbeit wäre sehr nützlich und perfekt für die jungen Leute, aber auch für alle Athleten als Sparringspartner.“ Dabei verwies Jansrud auf die Erfahrung und soziale Einstellung von Svindal. Zudem weigert sich Jansrud daran zu glauben, dass der Verband Svindal nicht in seinen Reihen haben möchte.

Jansrud versteht, dass sein langjähriger Teamkollege wegen seiner geschäftlichen Verpflichtungen nicht immer beim Team sein kann, ist sich aber sicher, dass man hier eine Regelung finden könnte. Auf keinen Fall sollte man aber auf den „Input“ von Svindal verzichten.

Das Buch „Größer als ich selbst“ („Större enn meg“), kam am 1. November in Norwegen auf den Markt. An einer englischen und einer deutschen Version wird noch gearbeite, und soll demnächst im Buchhandel erhältlich sein.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: www.nrk.no, neveitalia.it

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