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Aleksander Aamodt Kilde: „Die Zeit ist eine andere als vor der Pandemie.“

Aleksander Aamodt Kilde: „Die Zeit ist eine andere als vor der Pandemie.

Aleksander Aamodt Kilde: „Die Zeit ist eine andere als vor der Pandemie.

Noch muss der norwegische Gesamtweltcupsieger Aleksander Aamodt Kilde auf seine große Weltcupkugel warten, auch eine größere Feierlichkeit konnte noch nicht stattfinden. Der 27-Jährige hat sich nach seiner Rückkehr und auf Anweisung der norwegischen Gesundheitsbehörden in die Quarantäne begeben.

Auch wenn ihm einige angebliche „Fachleute“ den Sieg madig machen wollen, da er in der abgelaufenen Saison nur einen Ski Weltcup Sieg auf seinem Konto hat, und sein größter Konkurrent Alexis Pinturault fünf, ist er glücklich, dass sich sein Kindheitstraum erfüllt hat. Es liegt auch nicht in seinen Händen, dass der Coronavirus für ein vorzeitiges Saisonende sorgte.

Kilde bestätigt, dass er Pinturault nach dem Saisonende eine Nachricht geschickt hat, wo er sich für den fairen Wettstreit bedankte. Die Antwort des Franzosen kam umgehend: „Du hast völlig verdient gewonnen.“ Der Norweger kann sich aber auch in die Stimmungslage von Pinturault versetzten. „Das ist eine politisch korrekte Antwort. Es kann sein, dass er anders denkt, was auch verständlich wäre.“

„Ich lese in vielen Kommentaren, dass Pinturault mehr Rennen gewonnen hat. Es geht aber auch darum, die ganze Saison über, stabil seine Punkte einzufahren. Er ist in ein paar Rennen zu viel ausgeschieden und das hat ihm den Gesamtweltcup gekostet“, analysierte der Wikinger das Saisonende.

Die Frage ob Aleksander Aamdot Kilde seinen Vorsprung bis zum Ski Weltcup Finale in Cortina d’Ampezzo verteidigen hätte können, wird man nie beantworten können. „Ich habe geplant, das vollständige Programm bis zum Saisonende zu fahren. Aber ich denke es wäre ein sehr enger Kampf gewesen, so wie bereits über die gesamte Saison hinweg.“

Kilde macht aufgrund seines Erfolgs kein großes Aufsehen. Er ist in seiner Wohnung in Oslo und genießt es nach dem Gewinn der großen Kristallkugel in einem Atemzug mit  Kjetil André Aamodt (1994), Lasse Kjus (1996 und 1999) und Aksel Lund Svindal (2007 und 2009), genannt zu werden.

Durch die auferlegte Quarantäne, hat er nur wenige Leute mit denen er über seinen Erfolg spricht. Er ist nicht enttäuscht dass er noch nicht die Trophäe erhalten hat, auch wenn es schade ist, dass er nicht vor vielen Fans die Ehrung zum Gesamtsieger erfahren konnte.

„Die Zeit ist eine andere als vor der Pandemie. Es hat sich eine Situation entwickelt, in der wir noch lange mit dem Skifahren unterwegs waren. Jetzt steht die Gesundheit der Menschen an erster Stelle. Ich hoffe dass wir keinen weiteren Winter verlieren“, hat Kilde Verständnis für die aktuelle Lage und fügte hinzu, „Die Party kommt später, das kann ich versprechen. Aber erst, wenn die Umstände wieder sicher sind.“

Einen richtigen Plan für die nächsten Wochen und Monate hat der Wikinger noch nicht. Auch die Skigebiete in Norwegen sind geschlossen, und damit gibt es keine Möglichkeit Skitests durchzuführen. Auch die nationalen Meisterschaften in Hafjell wurden ersatzlos gestrichen. Während der Quarantäne darf er alleine über die Felder und in den Wäldern laufen gehen. Ansonsten steht viel Krafttraining innerhalb der eigenen vier Wände auf dem Programm.

Quelle: vg.no

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