14 Februar 2020

Aleksander Aamodt Kilde gewinnt den Super-G von Saalbach-Hinterglemm 2020

Aleksander Aamodt Kilde gewinnt den Super-G von Saalbach-Hinterglemm 2020
Aleksander Aamodt Kilde gewinnt den Super-G von Saalbach-Hinterglemm 2020

Aleksander Aamodt Kilde feierte in Saalbach-Hinterglemm seinen vierten Weltcupsieg, den zweiten in einem Super-G Rennen. Der Norweger setzte sich in einer Zeit von 58.30 Sekunden vor dem Schweizer Mauro Caviezel (+ 0.15) durch. Thomas Dreßen (+ 0.31) aus Deutschland, konnte sich 24 Stunden nach seinem Abfahrtserfolg, als Dritter erneut über einen Podestplatz freuen. Mit seinem heutigen Erfolg übernahm Kilde die Führung sowohl im Gesamt- als auch im Disziplinen-Weltcup.

 

Aleksander Aamodt Kilde: „Es war ein schwieriges Rennen und ein langer Tag. Erster Sieg in dieser Saison, das ist schon gewaltig. Natürlich ist der Sieg für den Gesamtweltcup und Super-G-Weltcup wichtig, aber noch wichtiger ist er für das Selbstvertrauen. Es ist immer cool in Österreich schnell zu fahren. Im Kampf um die große Kugel bleibt es spannend, Pintu und Henrik sind in den technischen Bewerben sehr konstant.“

Mauro Caviezel: „Das Rennen war sicher sehr schwierig. Die Ausgangslage mit dem Wetter war schlecht und die Piste hat das auch nicht hergegeben was man sich wünscht. Darum war die niedrige Nummer sicher kein Nachteil. Es war auch schon mit Startnummer 5 eine Herausforderung, da kann man sich vorstellen, dass es weiter hinten noch schwerer geworden ist. Der Ski macht bei solchen Bedingungen oft das was er will, und trotzdem muss man angreifen. Ich schau jetzt nicht auf die Super-G Kugel. Ich probiere Rennen für Rennen mein Bestes zu geben, und am Ende der Saison können wir dann abrechnen.“

Thomas Dreßen: „Super-G ist noch nicht meine Paradedisziplin, aber vielleicht wird das ja noch. Für mich ist es gut ausgegangen, aber man sollte schon überlegen ob es Sinn macht, ein Rennen bei diesen Bedingungen unbedingt durchdrücken zu müssen. Wenn du in weichen Schnee hinaus kommst und verschneidest, bist du nur noch Passagier. Hoffentlich kommt jeder heil herunter. Das Kitzbühel-Wochenende hat mich gelehrt, dass mit Gewalt nichts geht. Ich probiere einfach im Moment das Ganze zu genießen und Spaß zu haben.“

 

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In Saalbach-Hinterglemm war am heutigen Freitag viel Geduld gefragt. Beim Ersatz Super-G der Herren, für das aufgrund des Coronavirus abgesagten Rennen in Yanqing (CHN), musste der Start wegen starkem Wind zunächst nach unten, und mehrmals im 30 Minutentakt nach hinten verlegt werden. Um 12.30 Uhr gab FIS Renndirektor Markus Waldner grünes Licht, dass der Start um 13.00 Uhr erfolgen sollte. Bis das Rennen dann wirklich in Szene gehen konnte gingen weitere 20 Minuten ins Land.

Christian Walder (+ 0.52) verpasste als Vierter und somit bester Österreicher knapp den Sprung auf das Podium und reihte sich, vor dem Italiener Mattia Casse (5; + 0.61) und Alexis Pinturault (6; + 0.61) aus Frankreich, der wichtige Punkte im Kampf um die große Weltcupkugel sammeln konnte, auf dem vierten Rang ein.

 

Christian Walder: „Es war für die Läufer vorne weg schon etwas leichter, zwar hatten wir nicht so viele Infos, dafür war die Piste besser. Thomas Dreßen hat das mit Startnummer 19 echt gut gemacht, dafür gebührt ihm Respekt. Er ist dann zu mir gekommen und hat mir zu meiner Fahrt gratuliert und dass er nichts dagegen gehabt hätte, mit mir ex aequo auf Platz drei zu liegen.“

 

Eine starke Leistung zeigte DSV-Rennläufer Andreas Sander (+ 0.64) der sich zeitgleich mit dem US-Amerikaner Travis Ganong (+ 0.64), den vierten Platz teilte.

Die Mitfavoriten Kjetil Jansrud (+ 0.65) aus Norwegen und der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr (+ 0.96) mussten sich mit den Rängen neun und zehn begnügen.

Hinter dem Kärntner Max Franz (11; + 0.97) beendeten Marco Odermatt aus der Schweiz und der Franzose Johan Clarey das Rennen auf den Plätzen zwölf und dreizehn.

 

Vincent Kriechmayr: „Eine vordere Nummer wär sicher von Vorteil gewesen. Aber Thomas Dreßen hat es auch geschafft mit einer hohen Nummer auf das Podest zu fahren. Ich war beim Übergang vor dem Ziel nicht optimal unterwegs.“

 

Der im Super-G vor dem Rennen in Führung liegende Matthias Mayer aus Österreich, schied nach einem Fahrfehler aus. Das gleiche Missgeschick unterlief dem Schweizer Beat Feuz, der jedoch nicht mehr in den Kampf um die kleine Kristallkugel eingreifen konnte.

 

Matthias Mayer: „Es ist sehr warm geworden und die Piste hat extrem nachgelassen, das war sicher nicht optimal. Ich habe beim Sprung einfach zu wenig Richtung gehabt und daher ist es nicht ausgegangen. Dreßen ist immer besser ins Fahren gekommen, der Sieg gestern hat ihn sicher beflügelt. Ich ärgere mich schon, es wäre sicher einiges drinnen gewesen. Aber ich muss nach vorne schauen, es sind noch drei Super-G ausständig, da muss ich voll angreifen.“

 

Im Gesamtweltcup hat Alexander Aamodt Kilde mit 982 Punkten, die Führung von seinen Teamkollegen Henrik Kristoffersen (903) übernommen. In Schlagdistanz folgt der Franzose Alexis Pinturault (882) auf dem dritten Rang. Auch in der Super-G Disziplinenwertung hat sich Kilde (336) an die Spitze geschoben. Sein erster Verfolger ist hier der Schweizer Mauro Caviezel (285), aber auch Kjetil Jansrud (265), Matthias Mayer (264), Vincent Kriechmayr (262) und Marco Odermatt (185) machen sich noch berechtigte Hoffnungen auf die kleine Super-G Kristallkugel.

Zwischenstand nach 50 Rennläufern

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