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Alexandra Daum im Skiweltcup.TV Interview „Träume sind kein Zeichen von Schwäche!“

© Gerwig Löffelholz / Alexandra Daum (AUT)

© Gerwig Löffelholz / Alexandra Daum (AUT)

Aschau im Zillertal – Die ÖSV-Skirennläuferin Alexandra Daum wurde heute vor 28 Jahren in Tirol geboren. Die Zillertalerin fährt im Slalom und gehört gegenwärtig dem A-Kader an. Vor neun Jahren bestand sie die Reifeprüfung am Skigymnasium in Stams.

2001 bestritt die Tirolerin ihre ersten FIS-Einsätze. Im Dezember 2004, also vor knapp einem Jahrzehnt, bestritt sie ihre ersten Rennen im Europacup. Ihre sportliche Laufbahn wurde immer wieder durch eine Knieverletzung unterbrochen. Im Weltcup feierte die Österreicherin im Dezember 2008 von La Molina ihr Debüt. Bereits eineinhalb Monate später freute sie sich mit Rang 24 über ihre ersten Weltcupzähler. Und im März 2009 zeigte sie im Finaldurchgang von Ofterschwang ihre ganze Klasse, als sie sich mit Laufbestzeit noch auf den elften Endrang nach vorne katapultierte. Im gleichen Jahr bestritt sie auch die Österreichischen Meisterschaften und erreichte hinter der Niederösterreicherin Kathrin Zettel die Silbermedaille.

So gut die Saison 2008/09 auch verlief, so schlecht verlief der Folgewinter. Bereits in Aspen kam Daum schwer zu Sturz und zog sich eine weitere Knieverletzung zu, die sie zu einer fast einjährigen Pause zwang. Doch die Tirolerin gab nicht auf, obwohl die Olympiasaison für sie gelaufen war. In der Folge punktete sie hie und da, und konnte im finnischen Levi beim Auftakt der Slalomsaison 2012/13 mit dem neunten Platz ihr bestes Ergebnis verbuchen. Apropos neun: In der Summe gewann die Tirolerin neun FIS-Rennen.

Im Europacup fuhr die Zillertalerin zwei Mal unter die besten Drei. Für Olympische Winterspiele oder Weltmeisterschaften war Daum nie nominiert. Lediglich bei den Juniorenwelttitelkämpfen 2006 im kanadischen Québec ging sie an den Start. Beim Torlauf, den die Schwedin Maria Pietilä-Holmner für sich entschied, wurde die mittlerweile 28-jährige Athletin am Ende mit Position 13 belohnt.

Im skiweltcup.tv-Interview erzählt die ÖSV-Skirennläuferin über ihre letzte Saison, die nicht so gut verlief. Aber auch über die persönlich gesetzten Grenzen, ihre Träume, die Ernährung, sportpsychologische Aspekte und vieles mehr stand sie uns Rede und Antwort. Wir bedanken uns bei Alexandra Daum, dass sie sich während des intensiven Sommertrainings einen Augenblick für uns Zeit genommen hat.

© Kraft Foods / Alexandra Daum (AUT)

© Kraft Foods / Alexandra Daum (AUT)

skiweltcup.tv: „Alexandra, die Olympiasaison 2013/14 ging vor Kurzem zu Ende. Welche Lehren und Hoffnungen ziehst du aus der vergangenen in Bezug auf die kommende WM-Saison 2014/15?“

Alexandra Daum: „Die letzte Saison verlief leider nicht ganz nach meinen Wünschen. Trotzdem bereite ich mich konsequent auf die bevorstehende WM-Saison vor und bin zuversichtlich, dass ich meine Ziele erreichen kann.“

skiweltcup.tv: „Der alpine Skirennsport ist zwar vieles, aber nicht alles. Was machst du in der warmen Jahreszeit, um dich für den Winter fit zu halten, und hast du eigentlich für andere Dinge oder gar Hobbys Zeit?“

A. D.: „Viel Freizeit bleibt uns Skirennsportlern in der warmen Jahreszeit nicht, aber mein Konditionstrainingsplan ist  so gestaltet,  dass ich das Training mit meinen Hobbys sehr gut verbinden kann… Dazu zählen z.B. Radfahren, Laufen oder Wandern in der Zillertaler Bergwelt.“

skiweltcup.tv: „Viele Fans wollen die Skisportler nach dem Motto ‚immer höher, weiter, schneller‘ am Limit und darüber hinaus sehen. Wie schmal ist deiner Meinung nach die Gratwanderung zwischen der möglichen Angst und der Überwindung der persönlich gesetzten Grenzen?“

A. D.: „Ja, leider heißt das Motto auch im Skirennsport ‚immer höher, weiter, schneller‘. Das lässt sich einfach nicht aufhalten, aber meiner Meinung nach muss jeder Sportler für sich selbst seine Grenzen setzen.“

skiweltcup.tv: „Von der Angst zu den Träumen. Dürfen Skisportler eigentlich träumen, oder ist das Eingestehen von Träumen und Wünschen in einem knallharten Business, wie es der Weltcupzirkus ist, ein Zeichen von Schwäche?“

A. D.: „Träumen darf man immer! Das sehe ich nicht als Zeichen der Schwäche, sondern Träume, Wünsche und positive Gedanken können einen nur noch mehr beflügeln!“

skiweltcup.tv: „Wo sind in deinen Augen die Grenzen im Umgang mit dem eigenen Körper? Sollen wir für den sportlichen Erfolg wirklich alles Mögliche und Unmögliche in Angriff nehmen, was derzeit technisch machbar ist, oder kann das zu rasche Ausloten und Übertreten der selbst gesetzten Limits zu schnell das Gegenteil bewirken?“

A. D.: „Jeder  Sportler  sollte  seinen  Körper  selbst  am besten  kennen  und  seine  Grenzen bewusst setzen.“

© Gerwig Löffelholz / Alexandra Daum (AUT)

© Gerwig Löffelholz / Alexandra Daum (AUT)

skiweltcup.tv: „Was kannst du Sportlern raten, die meinen, nur aufgrund des Talents ‚nach oben‘ zu kommen? Wieso sind Charakterzüge wie Fleiß, Ehrgeiz, Hausverstand die bedeutsamen Faktoren, um als kompletter Skifahrer angesehen zu werden?“

A. D.: „Talent alleine genügt nicht. Man muss seine Ziele fokussiert verfolgen, und diese erreicht man durch konsequentes Training.“

skiweltcup.tv: „Gehört zu den angeführten Eigenschaften auch unter Umständen ein klein bisschen Demut dazu?“

A. D.: „Ja, Demut gehört dazu, damit man in Zeiten des Erfolges am Boden bleibt.“

skiweltcup.tv: „Welches ist der beste Ratschlag, den du als junge, aufstrebende Skirennläuferin von einem Betreuer, einer Teamkollegin oder gar deinen Eltern bekommen hast, und der dich auch heute noch aus schwierigen Lagen als strahlende Siegerin zurückkommen lässt?“

A. D.: „Geh  gelassen,  mit  positiven  Gedanken  und  innerer  Ruhe  geduldig  an  die  Dinge heran, die auf dich zukommen.“

skiweltcup.tv: „Eine sportpsychologische Zwischenfrage: Wie wichtig ist die Stabilität der mentalen Stärke im Skisport? Kann man diese lernen wie alles andere auch, und wie bedeutsam ist es für dich als professionelle Sportlerin, jemanden zu haben, der dir hilft, die richtige Struktur und Perspektive in deinem Leben zu finden, damit du auf der Piste ganz locker und entspannt dein ‚Ding‘ durchziehen kannst?“

A. D.: „Mentale Stärke ist auch für mich eine wichtige Komponente um erfolgreich zu sein. Mit  meinem Mentaltrainer  arbeite  ich  konzentriert  an  diesem Ziel,  sodass  ich  im Winter locker und entspannt an den Start gehen kann.“

skiweltcup.tv: „Wenn du deine Skikarriere bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt betrachtest: Welches sind deine persönlichen Höhepunkte, und auf welche Momente würdest du am liebsten gerne verzichten und aus deinem Gedächtnis streichen?“

A. D.: „Meine persönlichen Höhepunkte meiner bisherigen Skikarriere sind ein neunter Platz beim Weltcupslalom in Levi 2012, der zehnte Rang beim Weltcupslalom in Courchevel und der österreichische  Slalommeistertitel  2013.  Auf  meine  zahlreichen  Knieverletzungen würde ich natürlich gerne verzichten, aber genau diese Verletzungen haben mich auch immer wieder stärker zurück gebracht.“

skiweltcup.tv: „Kommen wir zur Ernährung: Ist es schwer, sich als Profisportlerin sehr gesund zu ernähren und vor allem, sich jeden Tag daran zu halten? Oder verbrennt man als Skirennläuferin, die ganze und bunt gefächerte Trainingspalette inklusive Rennen durchmacht, mehr Kalorien als eine andere Leistungssportlerin?“

A. D.: „Die Ernährung ist natürlich auch ein wichtiges Thema. Ich achte darauf, mich gesund und vor allem ausgewogen zu ernähren.“

skiweltcup.tv: „Du bist vor allem in den technischen Disziplinen Slalom und Riesentorlauf zuhause. Wie stehst du zu den schnellen Disziplinen, oder lässt du da lieber anderen Teamkolleginnen wie beispielsweise Anna Fenninger den Vortritt?“

A. D.: „Nach meinen Verletzungen habe ich mich auf den Slalom spezialisiert und darauf konzentriere ich mich voll und ganz.“

skiweltcup.tv: „Apropos Anna Fenninger: Sie setzt sich mit ihrem Engagement für den Erhalt von Geparden ein. Ist für dich auch der Naturschutz wichtig, oder hast du andere Präferenzen, die deine soziale Ader im Dienste der Menschheit am besten unter Beweis stellt?“

A. D.: „Natürlich liegt mir der Naturschutz sehr am Herzen, denn was gibt es Wichtigeres als die  Lebensgrundlage  für  Menschen,  Tiere  und  Pflanzen  in  unserer  Heimat  zu schützen und zu erhalten.“

skiweltcup.tv: „Ein Blick in die nahe Zukunft: Welche Schlagzeile möchte Alexandra Daum am Ende der Weltcupsaison 2014/15 am liebsten über dich lesen?

A. D.: „Am  liebsten  wäre  mir  natürlich:  ‚ALEXANDRA  DAUM  GEWINNTWELTCUPSLALOM…‘“ (lacht)

© Kraft-Foods / Alexandra Daum (AUT)

© Kraft-Foods / Alexandra Daum (AUT)

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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