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Alexis Pinturault krönt sich zum Kombi-König von Bormio 2017

Alexis Pinturault krönt sich zum Kombi-König von Bormio 2017

Alexis Pinturault krönt sich zum Kombi-König von Bormio 2017

Bormio – In Bormio wurde heute die erste Kombination der Herren im alpinen Ski-Winter 2017/18 ausgetragen. Dabei wurde der Franzose Alexis Pinturault seiner Favoritenrolle gerecht. Er triumphierte vor dem Südtiroler Peter Fill und dem Norweger Kjetil Jansrud. Großes Pech hatten die in der Abfahrt überzeugenden Dominik Paris aus dem Ultental und Vincent Kriechmayr aus Oberösterreich.

Pinturault benötigte für seinen Erfolg eine Zeit von 2.41,13 Minuten. Der Mann aus der Equipe Tricolore berichtete nach seinem Sieg: „Es war heute sehr eng, wie ich es erwartet habe. Im Slalom war es schwierig, einen Unterschied auszumachen. Es war sehr gerade gesetzt. Aber es war eine gute Show und schön anzusehen. Ich bin bisher in der Saison schon gut gefahren, aber ich habe schon noch einiges zu arbeiten – speziell an meinem Riesentorlauf-Ski.“

Fill hatte als Zweiter 0,42 Sekunden Rückstand. Der Abfahrtsdisziplinenwertungssieger der vergangenen beiden Jahre resümierte: „Ich bin mit meinem Slalomlauf schon sehr zufrieden. Man kann auch in hohem Alter gut Slalom fahren. ich hab den Slalom eigentlich immer gerne gehabt – aber ohne Training ist es schwierig. Der Podestplatz heute ist keine Entschädigung für die Abfahrt – denn die ist mein Hauptziel.“

Jansrud (+0,45) wurde Dritter. Der Wikinger freute sich und meinte im Interview: „Mit einem Podest hätte ich nicht gerechnet – vor allem nicht mehr nach der Abfahrt. Der Wikinger sprach im Anschluss: „Ohne den Fehler von Kriechmayr wäre ich nicht auf dem Podest – wir werden von ihm noch großartiges Skifahren sehen. Der Slalom war im vergleich zu einem Spezial-Slalom schon leicht – im Flachen können wir Abfahrer aber schon auch fahren.“

Bester Schweizer wurde Mauro Caviezel (+0,68) auf Platz vier. Der deutsche Skirennläufer Thomas Dreßen (+0,83) schwang als Fünfter ab. Der Kärntner Matthias Mayer (+0,97) schwang als Sechster ab. Im Gespräch mit dem ORF sagte er: „Ich hatte schon g’scheit zum Kämpfen. Aber trotzdem runtergebracht – teilweise schon am Limit gewesen. Vor dem Ziel noch ein Hakler gemacht. Im Großen und Ganzen war es hier okay. Gestern in der Abfahrt war es schade um den Fehler, den ich im Flachen gemacht habe. Aber es hilft nichts, irgendwas nach zu jammern – ich fühle mich gut, und freue mich auf die kommenden Rennen.“

Der Slowene Martin Cater (+1,02) klassierte sich auf Rang sieben. Die besten Zehn der heutigen Kombination wurden von Broderick Thompson (+1,22) aus Kanada, vom Eidgenossen Gian Luca Barandun (+1,41) und Romed Baumann (+1,51) aus Nordtirol abgerundet. Letzterer meinte: „Der Tag ist von Haus aus lang – und dann noch auf diesem Hang Slalom fahren. Der Hang ist lange, dann muss man noch pushen – wenn man das nicht regelmäßig macht, dann wird es anstrengend.“

Der Südtiroler Christof Innerhofer schrammte als Elfter um drei Hundertstelsekunden an den Top-10 vorbei. Riccardo Tonetti (+1,84), ein weiterer Südtiroler, landete ebenfalls – dank einer vorzüglichen Vorstellung im Slalom – unter den besten 15 der Rangliste. Der Schweizer Ralph Weber (+2,15) musste mit Position 16 zufrieden sein. Pech hatten der Ultner Dominik Paris und der Oberösterreicher Vincent Kriechmayer. Während der nach der Abfahrt führende Südtiroler auf dem Weg zu einer Sensation ausschied, fädelte der ÖSV-Mann nach einer guten Fahrt im Torlauf zwei Tore vor dem Ziel ein. Anstatt eines sicheren Podestplatzes gab es eine Disqualifikation.

Kriechmayr murmelte: „Ich möchte mich für meine Flucherei entschuldigen, das gehört sich nicht. Gestern war es ein Fehler, heute war ich ein bisserl zu früh. Schade. Ich denke, ich war hier gut unterwegs vom Skifahren her – jetzt steh ich mit null da. Es ist schon bitter. Aber es ist schnell abgehakt – jeder, der mich kennt weiß, dass ich meinen Grinser nicht so schnell verliere.“

Die zweite und letzte Herren-Kombination in diesem Winter findet Mitte Januar 2018 im eidgenössischen Wengen statt. Dann geht’s im südkoreanischen Pyeongchang um Kombigold, -silber und -bronze.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Offizieller FIS Endstand: Alpine Kombination der Herren in Bormio

 

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