22 September 2020

Alexis Pinturault und Daniel Yule kritisieren neuen Weltcupkalender

FIS-Athletensprecher Daniel Yule übt Kritik am Weltcupkalender
FIS-Athletensprecher Daniel Yule übt Kritik am Weltcupkalender

Oberhofen am Thunersee – Die FIS hat weiter am bevorstehenden Ski Weltcup Kalender gebastelt. Mit dem Franzosen Alexis Pinturault und dem Schweizer Daniel Yule haben sich zwei Top-Athleten dazu geäußert. Bislang waren lediglich die Vorverlegung der Riesenslaloms auf dem Rettenbachferner um eine Woche und die Absage der Nordamerikarennen bekannt.

Im finnischen Levi bestreiten die Damen zwei Slaloms, der Termin der Herren wird in Alta Badia  nachgeholt. Das Herren-Parallelrennen auf der Gran Risa im Südtiroler Gadertal wird durch einen einfachen Torlauf ersetzt. Auf dem Adelbodener Chuenisbärgli freut man sich über die Austragung eines zweiten Riesenslaloms.

Die Speedspezialistinnen sind in St. Moritz rund um den Nikolaustag zweimal im Einsatz. Mit zwei Super-G’s starten sie in die neue Saison. Eine Woche später gehen im französischen Courchevel zwei Technikrennen über die Bühne. Der für den Neujahrstag 2021 angesetzte Parallel-Event in Davos wurde auf 2022 verschoben, zumal die Erfüllung der Corona-Auflagen schwer umsetzbar gewesen wäre.

FIS-Athletensprecher Daniel Yule freut sich, dass man zwar viele Rennen austragen will, die Planung aber nicht besser durchdacht hat. Gegenüber dem SRF erklärte Yule: „Sie machen eine Arbeitsgruppe, die sich mit Verletzungen beschäftigt. Dann planen sie aber Ende Januar in Kitzbühel, Schladming und Chamonix, gleich 3 Slaloms in einer Woche. Das ist eine große Belastung für die Rennläufer.“ Für den Eidgenossen mit schottischen Wurzeln ist diese Vorgehensweise alles andere als schlau.

Alexis Pinturault von der Equipe Tricolore kann sich mit den vielen Engpässen im Kalender nicht anfreunden. So werden in Alta Badia/Hochabtei und Madonna di Campiglio drei Rennen binnen 72 Stunden ausgetragen. Der Franzose verweist auf die Absicht des Weltskiverbandes, Technik- und Speedspezialisten zu trennen. Und was geschieht mit den Allroundern wie Gesamtweltcupsieger Aleksander Aamodt Kilde und eben Pinturault?

Der gegenwärtige, aber noch nicht endgültig fixierte und abgesegnete Kalender enthält bei den Damen 35 und bei den Herren 39 Rennen. Am 3. Oktober wird das Ganze offiziell, und es ist durchaus möglich, dass weitere Änderungen bis dahin vorgenommen werden.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: sportnews.bz

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