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Ana Bucik und Co. haben bislang ein gutes Sommertraining abgespult

Ana Bucik und Co. haben bislang ein gutes Sommertraining abgespult (Foto: Ana Bucik / Instagram)

Ana Bucik und Co. haben bislang ein gutes Sommertraining abgespult (Foto: Ana Bucik / Instagram)

Ljubljana/Laibach – Rund 50 Tage vor dem Beginn der neuen Ski Weltcup Saison kündigt die FIS strengere Corona-Maßnahmen an. Der Winter wird anders sein, die Nordamerika-Rennen wurden im Vorfeld abgesagt und gar einige, wenn nicht viele Entscheidungen müssen ohne Fans auskommen. Der Kalender wird sich wohl oder übel auf Einsätze in Europa beschränken. Die slowenischen Skirennläuferinnen und -läufer halten sich an die Regeln, wie ihre Trainer versichern. Im Gegensatz zu den Angehörigen der kroatischen Nationalmannschaft können sie trainieren, denn diese befindet sich nach dem Bekanntwerden zweier positiver Fälle in Quarantäne.

Die slowenischen Herren arbeiten auf dem Stilfser Joch. Bostjan Kline und Co. wissen nicht, wann die Saison beginnt. Gleiches gilt für Ilka Sthuec, die vorübergehend aus der Schweiz heimgereist ist. Auch die Speed-Stars werden in Italien arbeiten.

Zan Kranjec und Stefan Hadalin werden nach einigen Tagen Erholung zuhause und Fitnesstraining nach Saas-Fee zurückkehren. Auch Ana Bucik und Tina Robnik werden dort arbeiten. Meta Hrovat folgt dem Duo, obwohl sie in einem Privatteam arbeitet.

Klemen Bergant und Sergej Poljsak sind die Cheftrainer der technischen Teams. Sie sind mit dem letzten Training, das am letzten Freitag zu Ende ging, zufrieden. Natürlich machten sie kein Geheimnis daraus, dass sie lieber in Südamerika trainiert und gearbeitet hätten. Die zur Tradition gewordenen Einheiten mit einem ordentlichen Winter musste heuer coronabedingt ausfallen. So begrüßen sie ihre Schützlinge vor der Gondelbahn um 4.45 Uhr morgens; der erste Lauf beginnt um 6.30 Uhr. Das Training endet um 10 Uhr, damit die Piste nicht zu weich wird, und die Gesundheit der Aktiven nicht gefährdet wird.

Wie geschrieben, schenkt das slowenische Skilager den Sicherheitsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus große Aufmerksamkeit. So trägt man Masken in Fluren des Apartments, das die Ski-Stars in der Zeit des Trainings beziehen. Bergant weiß, dass die kroatischen Rivalen Zubcic und Rodes positiv getestet wurden und sich in Quarantäne befinden. Bei ihrer Rückkehr in die Schweiz wird ein weiteres Problem auf sie warten, zumal Kroatien inzwischen auf der roten Liste steht. Ein ähnliches Problem gibt es von den Spaniern zu berichten, die ein Haus in Saas-Fee gemietet haben und bei ihrer Ankunft in Quarantäne gesteckt wurden und folglich auf das Schneetraining warten müssen.

Die Slowenen befolgen also alle Sicherheitsmaßnahmen. Bei den Trainingseinheiten werden die Gedanken an das Coronavirus partout ausgeblendet. Man bereitet sich nach bestem Wissen und Gewissen vor und schaut auf den ersten Renneinsatz in Sölden, der für den 17. Oktober geplant ist. So will man auch die Vorbereitung auf die restliche Saison angehen.

Es wird Rennen geben, und Poljsak hofft, dass es so viele wie möglich sein werden. Alle sind guter Dinge und befinden sich zudem in einer sehr guten Form. Sowohl Bucik als auch Robnik versuchen ihre Mängel auszumerzen, die man in der Vergangenheit festgestellt hat. Die Marschrichtung stimmt, und alles scheint sich in die richtige Richtung hin zu entwickeln.

Für die Damen ist es kein Nachteil, mit den Herren zu arbeiten. Die neue Damentrainerin im Technikbereit glaubt, dass ein Vergleich mit Hadalin im Torlauf und Kranjec im Riesenslalom für die Mädchen durchaus willkommen ist.

Im slowenischen Team möchte man sich in den kommenden Wochen auch neuen Herausforderungen stellen. Man hat nicht nur in den technischen Disziplinen gearbeitet, sondern auch einige Super-G Runden mit den Herren abgespult. Insbesondere ist man mit den Fortschritten von Zan Kranjec sehr zufrieden.

Auch wenn die Saison erst Mitte Oktober ihre Tore öffnet, will man noch einige Antworten auf offene Fragen bekommen. Gegenwärtig läuft, wie geschrieben, alles nach Plan. Das Technikerduo verweist auf 17 Tage Schneetraining. Bis zum Auftakt am Rettenbachferner werden sich garantiert noch einige dazu gesellen. Bis dahin wird das Training abwechslungsreich gestaltet werden, auch wenn jede Athletin und jeder Athlet weiß, dass der bevorstehende Winter alles andere als normal sein und dementsprechend verlaufen wird.

Die Nordamerika-Rennen wurden im Vorfeld abgesagt; ein ähnliches Schicksal kann der Olympiageneralprobe in Yanqing passieren. Trotzdem ist man auch seitens des internationalen Skiverbands guter Dinge und fest entschlossen, die Saison beginnen zu lassen und sie in veränderter Form durchzuführen.

So kann es sein, dass nur Rennen in Europa stattfinden. Erste Kalenderpläne werden schon im September erwartet. Eine Bestätigung wird Anfang Oktober erfolgen, und die ersten Einsätze werden mit dem Riesentorlauf der Damen und der Herren im Tiroler Ötztal anstehen. In Sölden hat man sich bereits damit abgefunden, keine Fans auf die Tribüne zu lassen. Auf ein ähnliches Szenario machen sich auch die anderen Austragungsorte gefasst.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: siol.net

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