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Andreas Sander: 854 km bis zur nächsten Weltcup-Chance

Genau 854 km liegen am Morgen des zweiten Weihnachtstages zwischen Andreas Sander und seiner nächsten Chance auf einen Weltcup-Einsatz. Im heimischen Ennepetal, wo Sander Weihnachten mit Eltern und Geschwistern feierte, packte der Westfale seine sieben Sachen und machte sich auf den Weg nach Bormio/Italien. Auf der wohl schwersten Piste im alpinen Weltcup erhält Andreas Sander die Chance, sich nach Gröden erneut im Weltcup zu beweisen. 

Dokumentiert wird die Schwierigkeit der Piste durch immer wieder aufkommende Diskussionen bei den Fahrern über die Pistenpräperierung vor Ort. Während die meisten Abfahrer stets vereiste Pisten bevorzugen, erscheint vielen Fahrern in Bormio eine vereiste Piste als unfahrbar. So erklärt sich auch, dass die Starterzahlen auf der Stelvio zu den geringsten im Weltcup-Zirkus gehören. Selbst in Kitzbühel gehen meist mehr Fahrer an den Start. 

Auch Andreas Sander hat gesunden Respekt vor der Stelvio: „Keine Ahnung, ob es wirklich die schwerste Abfahrt der Welt ist. Ich bin ja noch nicht alle gefahren. Aber die Trainer behaupten es zumindest und wenn ich mich an 2008 zurück erinnere, war das wirklich brutal.“ 

Sander bekam im Dezember 2008 erstmals die Gelegenheit die Trainingsfahrten zum Weltcup in Bormio zu bestreiten. Ein Renneinsatz war 2008 aber kein Thema, was für die Entwicklung des 21-jährigen Westfalen sicher die richtige Entscheidung war. Der heutige Eurosport-Kommentator Christoph Gruber befand die Strecke damals „lebensgefährlich“, Michael Walchhofer fand die Piste als „zu viel für einen Familienvater“ und Didier Cuche wollte „am Ende gar nicht mehr schnell fahren, sondern nur nur runter kommen“. 

Die damalige Kritik zeigte Wirkung. Im Vorfeld der diesjährigen Austragung versuchte der Pistenchef frühzeitig darauf hinzuweisen, dass die Strecke wegen des frühern Wintereinbruchs deutlich weicher als in den Vorjahren sei. Letztlich hänge es aber von der Kurssetzung ab, wie schwer die Abfahrt wirklich sei. 

Laut Sander liegt die Schwierigkeit der Stelvio vor allen Dingen daran, „dass hier kein längeres Gleitstück ist. Man gleitet nur kurz nach dem Start, aber ansonsten fährt man ständig Kurven, muss springen, hat extrem viele Schläge und eigentlich keine Ruhephase. Die Erschöpfung macht die Stelvio so schwer. Zum Schluss kann man kaum noch die Abfahrtshocke halten.“ Dementsprechend zurückhaltend formuliert der 21-jährige Ennepetaler auch seine Ziele: „Ich möchte mich einfach an die Piste herantasten und Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Aber wenn ich schon hier bin, möchte ich mich für das Rennen auch qualifizieren.“ 

Das vorrangige Ziel des Westfalen liegt demnach erst einmal in der Qualifikation fürs Rennen. Insgesamt schickt der DSV fünf Athleten nach Bormio, von denen Stephan Keppler und Tobias Stechert wohl gesetzt sind. Andreas Sander fährt also mit zwei weiteren Nachwuchsfahrern aus der Lehrgangsgruppe 1b des DSV um den letzten freien Startplatz. 

„Sollte ich an den Start gehen, dann wäre eine Platzierung um Platz 40 ein wirklich gutes Ergebnis. Gröden kann hier nicht die Messlatte sein. Für Punkte in Bormio dürte ich fast zu jung sein.“ Dass es sich bei dieser Einschätzung nicht um Understatement, sondern um eine realistische Wahrnehmung der Begebenheiten handelt, zeigt der Blick auf die Sieger der Stelvio. Erst zwei Fahrer, die in den 1980er Jahren geboren wurden, konnten in Bormio gewinnen. Letztmals gelang es vor fünf Jahren einem 21-jährigen Fahrer, in Bormio überhaupt zu punkten. 

Insgesamt zeigt sich der 21-jährige Sander jedoch vorsichtig optimistisch. „Die kleine Pause an Weihnachten hat körperlich und mental gut getan. Jetzt freue ich mich, dass es endlich wieder los geht.“ Besonders freut sich Sander über die Begleitung von Vater Michael, Bruder Michael und Schwester Nina. Die SG Ennepetal, Sanders stolzer Heimatverein, ist also nicht nur auf der Piste, sondern auch im Publikum zahlreich vertreten. 

Weitere Informationen unter www.andreas-sander.com

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