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Andreas Sander: Von der Streif und einem richtigen Skifahrer

Mit einem respektablen 37. Platz endete das Debüt von Andreas Sander beim traditionsreichsten Skirennen der Welt. Doch der Westfale nimmt viel mehr aus Kitzbühel mit in die Wahlheimat Oberstdorf als er zuvor gedacht hat. 

Jetzt ist Andreas Sander einer von „denen“. Der Westfale gehört seit Samstag zum erlauchten Kreis derjenigen Skifahrer, die sich der Streif gestellt und sie bezwungen haben. 

Die Gesamtumstände lassen die Leistung des 21-jährigen dabei besonders bemerkenswert erscheinen. Sander startete erstmalig in Kitzbühel. Statt der geplanten drei Trainingsfahrten wurde nur einmal trainiert.  Kitzbühel war erst seine dritte Weltcup-Abfahrt. Im Training wie im Rennen kam es zu schweren Stürzen, die keinen Athleten unberührt lassen. Und schließlich lag bereits der Schatten über der Streif, als Sander, nach einer fast 40 minütigen Rennunterbrechung inklusive Hubschrauber-Abtransport des gestürzten Skiläufers, ins Rennen ging. 

„Ich bin wirklich glücklich, dass ich das hier erleben durfte. Ich bin gesund geblieben und habe unglaublich viel Erfahrung sammeln können. Nicht nur was das Skifahren angeht, sondern auch andere Sachen konnte man hier lernen. Kitzbühel ist kein Rennen wie die anderen. Hier gibt es von allem mehr und die Tage vergingen wie im Flug. Man mag zwar denken, „die fahren ja nur zwei Minuten den Berg runter“. Aber in Kitzbühel ist man fast den ganzen Tag unter Strom. Das hätte ich nie gedacht“, fasste Sander seinen Eindrücke zusammen. 

Mit seiner Abfahrtspremiere auf der Streif war der Westfale sehr zufrieden. „Ich bin relativ kontrolliert gefahren. Zuviel Risiko wollte ich nicht gehen. Ich hier war hier um an Erfahrung zu gewinnen, und nicht das Rennen“, lacht Andi und legt aber Wert auf die Tatsache, „dass ich schon teilweise am Limit gefahren bin. Eine Sicherheitsfahrt habe ich sicher nicht hingelegt. Das wäre auch zu gefährlich, so komisch das klingt.“ 

Spricht man Sander auf sein Idol und zugleich diesjährigen Hahnenkamm-Sieger Didier Cuche an, spürt man die Bewunderung, welche die Leistung des 15 Jahre älteren Schweizer bei ihm hinterlassen hat: „Für mich war Cuche ja schon vorher der Favorit. Aber wenn man eigene Erfahrungen auf der Streif hat, und dann sieht, wie Cuche hier fährt, ist das eine unglaubliche Leistung. Wie der Ski fährt ist Wahnsinn.“ 

Es gäbe so viele Eindrücke, die das Ski-Talent von der SG Ennepetal schildern könnte. Doch sagt Sander mit einem Satz viel mehr: „Nach diesem Rennen weiß ich mehr denn je, warum ich hart traniere, auch wenn es manchmal kein Spass macht. Hier so schnell wie möglich runter fahren, dafür lohnt sich der ganze Aufwand. Die schwierige Strecke, das Drumherum, die Zuschauer: Das alles motiviert enorm.“ 

Als die Autos für die Heimfahrt bereits gepackt waren, ließ sich der ehemalige Junioren-Weltmeister dann doch noch eine besondere Geschichte entlocken. Gerade war Sander am Donnerstag im Training erstmals die Streif hinunter gerast, da erreichte ihn eine SMS von Stephan Kurz, dem Abfahrtstrainer seiner Lehrgangsgruppe beim DSV: „Jetzt bist Du ein richtiger Skifahrer“, stand da drin. Wie Recht Trainer doch manchmal haben.

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