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Andreas Sander wird Zweiter im Europacup Super G von Meribel

Andreas Sander sorgt weiter für Furore. Zum zweiten Mal hintereinander fährt er aufs Podium im Europacup. Beim Super G im französischen Meribel musste sich der Ennepetaler lediglich dem Österreicher Matthias Mayer geschlagen geben. Ebenfalls Zweiter wurde der zeitgleiche Österreicher Bernhard Graf. 

Platz 2 in Merbil bedeutete damit das beste Resultat in der noch jungen Karriere des 21-jährigen Talents seit seinem Sieg bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2008. Dementsprechend glücklich war Sander nach dem Rennen. 

„Das ist natürlich eine super Sache für mich, schon wieder auf dem Podium zu stehen. Den oberen Teil habe ich wirklich sehr gut erwischt und hatte sogar Zwischenbestzeit. Im Mittelteil habe ich dann bei einem Tor nach einem Sprung nicht ganz die Richtung gehabt und ein wenig verloren. Unten dann lief es aber wieder rund. Ich denke, dass das insgesamt wirklich ein guter Lauf war. Der Kurs war wirklich kein einfacher.“ 

Nach dem Rennen gab Sander zu, dass er am Morgen doch ein wenig skeptisch war. Bereits am Montag fand auf gleicher Strecke ein Super G statt. „Einige haben gesagt, dass weil der Super G sehr schwer ist, es ein Nachteil gewesen sei, das Montagsrennen nicht zu fahren. Den Super G zeichnet ja aus, dass man ohne Training einen schnellen Kurs fahren muss. Aber so ist eben Super G: Entweder man hat direkt bei der ersten und einzigen Fahrt eine gute Linie oder aber nicht.“ Übrigens waren mit Ausnahme von Sander die vier Bestplatzierten tatsächlich schon am Montag die Piste gefahren. 

Als wenn ein Podiumsplatz im Europacup nicht schon genug über die Leistung des Westfalen sagen würde, so ist sie umso erstaunlicher, weil das Rennen in Meribel besonders stark besetzt war. Zahlreiche Weltcup-Fahrer starteten beim zwischen den Weltcups von Kitzbühel und Chamonix liegenden Rennen. „Das wird von den FIS-Punkten her mein bestes Resultat werden und meine Startnummer auch im Weltcup deutlich verbessern“, resümierte Sander. 

Ob Andreas sein zweites Europacup-Podium auch in der Tat auf dem Podium wird genießen können, stand nach dem Rennen übrigens noch nicht fest: „Wir wollten eigentlich gleich nach dem Rennen weiter nach Chamonix fahren. Doch die Siegerehrung soll hier erst um 19h statt finden. Jetzt muss ich erstmal schauen, ob wir das umorganisiert bekommen.“ 

Die aufregenden Wochen des Westfalen gehen am Samstag in Chamonix weiter. In der Stadt der ersten olympischen Winterspiele im Jahr 1924 wird Sander bei der Weltcup-Abfahrt starten.

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