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Anna Veith will endlich wieder Rennen fahren

© Kraft Foods / Anna Veith

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Rohrmoos – Die Skirennläuferin Anna Veith wurde von unseren Kollegen der Onlineredaktion der österreichischen Zeitung ‚Die Presse‘ interviewt. Sie berichtet, auch im Hinblick auf die verletzte Teamkollegin Eva-Maria Brem, dass man im Sport immer an seine Grenzen geht. Die Verletzung, die man nicht vergleichen kann, war natürlich ein Schock, zumal Veith mit der Tirolerin sehr gut befreundet ist.

In der Zeit wo man nicht trainieren und Skifahren kann, hat man viel Zeit zum grübeln und nachdenken. Aber es ist sehr wichtig, dass man das Geschehene annimmt. Trotzdem fällt es der Salzburgerin immer noch schwer den Sturz auf Video anzusehen.

Im Nachhinein betrachtet erzählt die 1989 geborene Athletin, dass es richtig war, in Sölden nicht an den Start zu gehen. Auch ein Einsatz bei den Nordamerikarennen wäre noch zu früh, aber vielleicht schafft sie ein Comeback im Dezember oder erst vor der Weltmeisterschaft in St. Moritz. Auf alle Fälle ist die Rückkehr das große Ziel.

Die Rückkehr auf den Skiern ist ein emotionaler Teil in ihrem Leben. In ihrem vor kurzer Zeit veröffentlichten Buch „Zwischenzeit“ ist es einer ihrer Lieblingspassagen. Es war eine Befreiung, und trotzdem weiß Veith, dass sie ihre Grenzen finden muss. Die 27-Jährige betrachtet das Ganze auch nicht als einen Neuanfang. Sie erinnert sich noch an ihre Erfolge und möchte gerne an diese anknüpfen.

Ein ganzes Jahr ohne Rennen, kein Kampf um Hundertstelsekunden. Dies war eine große Umstellung, aber auch eine Herausforderung für die zweifache Gesamtweltcupsiegerin. Kein Wunder dass das vergangene Jahr gefühlt ganz langsam verging. Auf Neudeutsch könnte man sagen, eine Speed-Queen bei der Entschleunigung.

Bald soll es aber wieder um Hundertstelsekunden im Leben von Anna Veith gehen. Und auf die Frage, ob sie sich über einen fünften Rang freuen würde, sagte Veith, dass es keine Athletin geben würde, die freiwillig die Nummer zwei sein will. Niemand kann ihr sagen wie stark sie wieder zurückkehren wird. Sie wollte immer die Beste sein, und daran hat sich nichts geändert. Auch wenn sie weiß, dass der Sport gefährlich ist und man sich des Risikos bewusst sein muss.

Bericht für skiwelctup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: diepresse.com (Auszug)

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