5 Juni 2019

Anna Veith will es noch einmal wissen

© Kraft Foods / Anna Veith will es noch einmal wissen
© Kraft Foods / Anna Veith will es noch einmal wissen

Knapp fünf Monate nach ihrem Kreuzbandriss hat Anna Veith am Mittwoch in Wien erstmals über ihre Zukunft im Skiweltcup gesprochen. Die Olympiasiegerin hatte sich Anfang des Jahres beim Riesenslalom-Training in Pozza di Fassa einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen.

Heute stand die 29-Jährige, bei einer Pressekonferenz auf der Donauinsel, den Fragen der Journalisten zur Verfügung. Mit dabei waren auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und Michaela Kirchgasser.

Zur Freude ihrer vielen Fans, verkündete Veith, dass sie es noch einmal wissen möchte und auch in der kommenden Saison ihre Karriere fortsetzen wird.

Anna Veith: „Natürlich hat es Überlegungen gegeben und ich hab versucht, in mich reinzuhören. Aber ich bin Sportlerin durch und durch. Ich habe gemerkt, dass mir der Sport sehr sehr wichtig ist und deswegen möchte ich es noch einmal versuchen, ein Comeback zu starten. Nach der Verletzung bin sehr motiviert und freue mich auf den Winter. Ich hatte in der Zeit meiner Verletzung viel Abstand zum Skifahren gehabt und trotz der schweren Verletzung gemerkt dass mein Körper sehr gut reagiert. Die Fortschritte sind sehr gut, und es macht mir wieder Spaß. Für die kommende Saison gibt es mehrere Ziele, die ich mir gesetzt habe. Ich will in zwei Diziplinen wieder ganz an die Spitze kommen. Der Weg dorthin ist weit. Jetzt ist das erste Ziel mal, zurück auf Schnee zu kommen. Wann ich wieder an den Start gehen kann, weiß ich noch nicht. Sölden ist immer schwierig, weil es vom Kalender her sehr abgeschottet ist. Ich mache mir keinen Druck, mache alles Schritt für Schritt.“

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel macht Anna Veith keinerlei Druck: „Ich bin zuversichtlich, dass sie es wieder zurückschafft. Wenn Anna wieder an den Start geht hängt von ihr ab. Von uns aus hat sie Zeit genug.“

 

ÖSV-NEWS: Ski-Olympiasiegerin Anna Veith kündigte im Rahmen einer Pressekonferenz die Fortsetzung ihrer Ski-Karriere an.

Die Olympiasiegerin von Sotchi und Silbermedaillen-Gewinnerin von Pyeongchang hat sich bei ihrer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz im Rahmen eines Milka-Events in Wien klar zu ihrer Zukunft geäußert. Erstmal nach ihrem Kreuzbandriss vor fast fünf Monaten stellte sie sich im Beisein von ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel wieder den Fragen der Journalisten

„Nach dieser Auszeit habe ich gespürt, das Feuer brennt noch.“ (Anna Veith)

„Ich bin bereit für Comeback Nummer 3“, sagte die dreimalige Weltmeisterin und zweimalige Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Veith. Die Reha verlaufe bisher nach Wunsch, die nächsten Wochen werde sie intensiv an Kraft, Koordination und Ausdauer arbeiten, um dann so fit wie möglich auf Schnee zurückzukehren.

Glücklich über diese Entscheidung zeigte sich auch ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel: „Ich bin sehr froh, dass Anna weitermacht. So haben wir wieder eine Siegläuferin und Teamleaderin. Was besseres kann Dir nicht passieren.“

„Mein Ziel ist es, im Riesenslalom und Super-G wieder zurück in die Weltspitze zu kommen“, so Veith. Ein Weg, auf dem sie in der Riesenslalom-Vorbereitung für die Ski-WM in Åre am 12. Januar im Training in Pozza di Fassa jäh gestoppt wurde. Die Diagnose: Kreuzbandriss im rechten Knie, in dem sie sich bereits 2015 Patellarsehne, Kreuzband und Innenband gerissen hatte. Ein erstes Comeback in der Saison 2016/2017 müsste sie wegen einer chronischen Entzündung der Patellarsehne und nachfolgender Operation im linken Knie abbrechen.

2018 meldete sie sich eindrucksvoll zurück: Comeback Nummer 2 krönte sie mit ihrem Weltcupsieg Nummer 15 im Super-G von Val d´Isère und olympischem Silber in Pyeongchang, geschlagen um nur eine Hundertstelsekunde. „Ich weiß, dass dieser Weg zu Comeback Nummer 3 nicht leicht sein wird und dass auch Rückschläge kommen können – aber ich bin fest entschlossen ihn zu gehen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich im Verband auch während meiner Verletzungszeit diese perfekte Unterstützung hatte und habe. So etwas ist nicht selbstverständlich“ so Veith, die seit 2015 mit Milka als Kopfsponsor am Start ist.

„Den Skisport und Milka verbindet eine gemeinsame Heimat – das sind die Alpen. Wir sind sehr stolz auf die Partnerschaft mit Anna Veith“, so Philipp Wallisch, Marketing Director Mondelēz International.

Quelle: www.OESV.at

 

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