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Auch „Fischi“ sagt dem Skiweltcup Lebewohl

© Kraft Foods / Andrea Fischbacher

© Kraft Foods / Andrea Fischbacher

Andrea Fischbacher hat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Gaflenz das Ende ihrer Skikarriere bekanntgegeben. Ihren größten Erfolg feierte die heute 29-Jährige bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. Hier gewann Fischbacher die Goldmedaille im Super-G und wurde im selben Jahr zur Sportlerin des Jahres in Österreich gewählt.

Eben im Pongau – Nach der Tirolerin Nicole „Niki“ Hosp verabschiedet sich mit der Salzburgerin Andrea „Fischi“ Fischbacher“ eine zweite ÖSV-Skirennläuferin vom alpinen Skirennzirkus. Die rot-weiß-rote Athletin, die vor allem in den Speeddisziplinen zuhause war, wurde in den fernen Jahren 2004 und 2005 Junioren-Weltmeisterin im Super-G. Im Ski-Winter 2004/05 belegte sie den ersten Rang in der Europacupwertung. Ein paar Jahre später erreichte sie den zweiten Platz in der Abfahrtsweltcupwertung. Der größte Erfolg in der Karriere der fast 30-Jährigen ist ohne Zweifel der Super-G-Olympiasieg in Vancouver vor fünf Jahren. Ein Tiefschlag für die Großcousine von Hermann Maier war sicherlich die nicht erfolgte Nominierung für die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi.

Olympiasiegerin Fischbacher beendet Karriere

Nach Alexandra Daum, Regina Sterz und Niki Hosp hat auch Andrea Fischbacher ihre Karriere beendet. Die Salzburgerin, die dreimal im Weltcup erfolgreich war, krönte ihre Karriere mit dem Super-G-Olympiasieg 2010 in Vancouver.

Nach ihrem Olympiasieg wurde Fischbacher auch zur Sportlerin des Jahres gekürt. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Val d’Isere streifte die Salzburgerin im Super-G die Bronzemedaille ein. Im Weltcup holte Fischbacher drei Siege (2 Abfahrten, Super-G) und insgesamt zehn Podestplätze. Den Abfahrtsweltcup 2008/2009 beendete sie auf dem zweiten Platz.

 *** Auszüge aus der Pressekonferenz ***

Andrea Fischbacher über …

… die Gründe für ihre Karriereende: „Die Entscheidung war nicht einfach. Ich habe sehr lange darüber nachgedacht. Nach etwas Abstand habe ich jetzt gemerkt, dass die Motivation und Lust, alles für den Skisport zu geben, nicht mehr ausreichend war. Deshalb stelle ich die Rennski in die Ecke.“

… ihre Karrierehöhepunkte: „Mit dem Olympiasieg habe ich mir natürlich einen Kindheitstraum erfüllt. Ich möchte neben den Höhen, aber auch die Tiefen in meiner Karriere nicht missen. Sie haben meine Karriere und mein Leben geprägt und mich zu dem gemacht, was ich heute bin.“

… über ihre Zukunft: „Mein Ziel ist jetzt die Berufsreifeprüfung abzuschließen, um dann studieren zu können. Irgendwann möchte ich mit Kindern im Bezug auf Sport arbeiten.“

Größte Erfolge:

– Olympia: Goldmedaille Super-G Vancouver 2010

– WM: Bronze Super-G 2009 Val d’Isere, 2-fache Juniorenweltmeisterin im Super-G (2004/2005)

– Weltcup: 3 Weltcupsiege (2 x Abfahrt/1 x Super-G), 10 Podestplätze, 2. Platz Abfahrtsweltcup 2008/09

Wir wünschen Andrea, deren Leistungen bei der ÖSV-Länderkonferenz natürlich noch entsprechend gewürdigt werden, für ihre weitere Zukunft ALLES GUTE!

Quelle:  www.OESV.at

Doch der Reihe nach: Fischbacher stand erstmals mit vier Jahren auf den Brettern. Im Alter von fünf Jahren bestritt sie schon ihre ersten Rennen. Nach der Grundschule besuchte sie die Bad Gasteiner Skihauptschule. Im Jahr 2004 schloss sie die Handelsschule in Schladming ab. Im Alter von 15 Jahren bestritt die Salzburgerin ihre ersten FIS-Einsätze. Auch in den Salzburger Landeskader wurde sie aufgenommen. Ab 2002 war sie Mitglied des Österreichischen Skiverbandes und gehörte am Anfang in den Nachwuchskader an. Durch konstant gute Leistungen und vielen Erfolgen stieg sie Ende der Saison 2002/03 in den B-Kader auf. Am Tonalepass siegte sie Ende Dezember 2003 im Europacup-Super-G und gewann im slowenischen Marburg im Rahmen der Junioren-WM 2004 die Goldmedaille im Super-G. Auch wenn sie den Sieg mit der Italienerin Nadia Fanchini teilen musste, war die Freude riesengroß.

Frisch in den A-Kader aufgenommen, sorgte sie in ihren ersten Weltcuprennen für Furore. Beim Super-G von Cortina d’Ampezzo erreichte sie den sehr guten achten, bei der Ski-WM 2005 in Bormio sogar den siebten Platz. Bei der Junioren-WM im italienischen Bardonecchia verteidigte die Salzburgerin die Goldmedaille im Super-G und überdies siegte sie bei zwei weiteren Europacuprennen. Durch ihre hervorragenden Resultate in der kontinentalen Rennserie fuhr die Salzburgerin ab der Saison 2005/06 ausschließlich im Weltcup. Zu Beginn dieser Saison kletterte sie sogar zweimal in Übersee auf das Podest. Auch wenn sie in diesem Winter nicht mehr unter die besten Drei fuhr, belegte sie bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin im Super-G den 13. Schlussrang.

In den nächsten Wintern fuhr sie 15 Mal unter die Top-10. Bei der Ski-WM im schwedischen Ǻre gehörte sie zwar der rot-weiß-roten Nationalmannschaft an, kam jedoch aufgrund eines Sturzes im Abfahrtstraining zu keinem Renneinsatz. Im Februar 2008 siegte sie zum ersten Mal bei einem Weltcuprennen. Im Super-G von Sestriere teilte sie den Erfolg mit der Eidgenossin Fabienne Suter. Außerdem war die Saison 2007/08 die letzte, in der sie auch bei Slaloms an den Start ging.

Erfolgreich war auch der Ski-Winter 2008/09. Bereits beim Auftaktrennen am Rettenbachferner in Sölden belegte sie im Riesentorlauf den dritten Rang. Weitere Top-Resultate folgten. Bei der Ski-WM 2009 im französischen Val d’Isère belegte sie im Riesenslalom den enttäuschenden 24. Platz. Jedoch steigerte sie sich sukzessive und kam in der Abfahrt auf Rang sieben. Im Super-G holte sie hinter der US-Amerikanerin Lindsey Vonn aus den USA und der Lokalmatadorin Marie Marchand-Arvier den dritten Platz und gewann somit die Bronzemedaille. Ende Februar 2009 gelang ihr im bulgarischen Bansko der zweite Weltcupsieg. Im Gesamtweltcup reichte es für den zehnten Platz. Wesentlich erfolgreicher war sie im Abfahrts-Weltcup. Hier belegte sie hinter Vonn den sehr guten zweiten Rang.

In der Olympiasaison 2009/10 bestach die Salzburgerin mit mehreren Top-10-Ergebnissen. Bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver schrammte sie in der Abfahrt nur um winzige drei Hundertstelsekunden an einer Medaille vorbei. Wesentlich besser lief es im Super-G, als sie vor Tina Maze aus Slowenien und Lindsey Vonn die Goldmedaille holte. Im gleichen Jahr wurde sie darüber hinaus zur österreichischen Sportlerin des Jahres gewählt.

Im darauffolgenden Winter lief es für die 1985 geborene Österreicherin nicht so rund. Sie verfehlte zwar mehrfach einen Podestplatz, doch bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen blieb Fischbacher wohl hinter ihren eigenen Erwartungen. Die Ränge neun bzw. 25 in der Abfahrt bzw. im Riesenslalom waren gewiss nicht das, was sich die Salzburgerin vorgenommen hatte. Im Super-G schied sie aus. In den beiden nächsten Saisonen gelangen der Skirennläuferin nur vier Top-10-Resultate.

Auch wenn Fischbacher nicht bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi nominiert wurde und auf diese Weise nicht ihren Olympiasieg von Vancouver verteidigen konnte, zeigte sie im darauffolgenden Rennen ihre Krallen und siegte beim ersten Weltcuprennen nach Olympia bei der Abfahrt von Crans-Montana. Nun geht aber ihre lange, etwas wechselhafte Karriere zu Ende. Wir von skiweltcup.tv bedanken uns bei „Fischi“ für die schönen und emotionalen Rennen, die sie uns gezeigt hat und hoffen, sie bald wieder zu sehen. Das kann als Trainerin oder Kommentatorin sein. Ohne Zweifel verliert der Österreichische Skiverband nach dem Rücktritt von Niki Hosp und dem jetzigen von Andrea Fischbacher ein weiteres Aushängeschild.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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