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Beat Feuz freut sich über Abfahrtssieg in Lake Louise 2017

Beat Feuz freut sich über Abfahrtssieg in Lake Louise 2017

Beat Feuz freut sich über Abfahrtssieg in Lake Louise 2017

Lake Louise – Nun hat auch für die Speedherren das lange Warten ein Ende. Nach der Besichtigung wurde entschieden, dass die Abfahrt im kanadischen Lake Louise nur vom Reservestart gefahren wurde. Als Grund wurde gesagt, dass die Landezone nach dem ersten Sprung zu weich und das Ganze somit zu gefährlich ist. Außerdem fuhren die Athleten mit Trauerflor. Der Franzose David Poisson verunglückte vor rund zwei Wochen bei einem Training in Nakiska tödlich.

Zum Sportlichen: Der Schweizer Beat Feuz siegte in einer Zeit von 1.43,76 Minuten. Er sprach zu seinem fünften Sieg bei einer Weltcupabfahrt wie folgt: „Das gestrige Training war sicher etwas speziell, die Piste war nicht aussagekräftig. Das erste Rennen der Saison ist immer speziell, weil man nicht weiß, wo man steht. Umso schöner, dass ich jetzt weiß, dass ich mitmischen kann. Die Gefühlslage ist bei allen Athleten am gleichen Ort – die Situation ist für niemanden schön. Es ist gut, dass an David gedacht wird – das ist ein schönes Zeichen der Ski-Familie.“

Hinter dem Eidgenossen schwangen der Österreicher Matthias Mayer (+0,09) und Aksel Lund Svindal (+0,32) aus Norwegen auf den Plätzen zwei und drei ab. Der Kärntner berichtete im ORF-Interview: „Als Zweiter abzuschwingen war auf jeden Fall mal super. Das Rennen ist aber noch nicht aus – es wechselt mit dem Wetter. Aber mit meiner Fahrt bin ich zufrieden. Natürlich findet man dort und da immer wieder Hundertstel – wenn man etwa aus der Position gerissen wird. Das hat mir nicht so gefallen. Der Podestplatz taugt mir schon, weil mir die Abfahrt bisher nie gelegen ist.“

Startliste: 1. Saisonabfahrt in Lake Louise
Liveticker: 1. Saisonabfahrt in Lake Louise
Endstand: 1. Saisonabfahrt in Lake Louise

Der Norweger betonte nach seiner Fahrt: „Ich bin sehr zufrieden. Gestern war es ein bisschen ein Schock – schlechte Bodensicht, schlechte Piste. Aber heute ist es zum Glück besser gegangen. Wenn etwas nicht so funktioniert, wie man es will, dann muss man einen neuen Plan machen. Und heute ist es zum Glück gut gegangen.“

Peter Fill (+0,52) aus Südtirol belegte den vierten Rang. Hinter dem zweifachen Abfahrtsweltcupsieger schwangen die Wikinger Kjetil Jansrud (+0,63) und Aleksander Aamodt Kilde (+0,82) auf den Rängen fünf und sechs ab. Adrien Théaux (+0,85) aus Frankreich war wohl mit dem Gedanken bei seinem verunglückten Teamkollegen und klassierte sich am Ende auf Position sieben. Guter Achter wurde der Eidgenosse Mauro Caviezel (+1,17), der die drei Team-Austria-Speedherren Vincent Kriechmayr (+1,23), Romed Baumann (+1,24) und Max Franz (+1,29) auf die Plätze acht bis elf verwies.

Der Tiroler Baumann resümierte seine Fahrt wie folgt: „Ich hoffe, dass es beim Zehnten bleibt – da in Lake Louise weiß man ja nie. Ich bin mit meiner Fahrt nicht unzufrieden, natürlich wäre es besser gegangen. Nach gestern hätte ich schon auf mehr gehofft – aber wenn ich mit einem Top-10-Platz in die Saison gehe, dann bin ich schon zufrieden.“

Im ORF-Interview bilanzierte Kriechmayr: „Ich habe alles gegeben, bin ein paar zu rund gefahren – alles gut erwischt habe ich auch nicht. Es war eine solide Fahrt, aber zu rund. Ich muss mir das noch anschauen. Lake Louise ist nicht unbedingt meine Strecke, aber trotzdem möchte ich weiter vorne sein.“

Die Schweizer Gilles Roulin (+1,32) und Patrick Küng (+1,37) klassierten sich auf Rang zwölf und 13. Dahinter schwangen die beiden Deutschen Thomas Dreßen (+1,53) und Andreas Sander (+1,55) ab. Dominik Paris, das Kraftpaket aus dem Südtiroler Ultental war um eine kleine Hundertstelsekunde langsamer als Sander und wurde 16. Der erfahrene Hannes Reichelt (+1,70) aus dem Salzburger Land belegte hinter seinem jungen Mannschaftskollegen Johannes Kröll (18.; +1,65) den 19. Platz. Mit Christian Walder (+2,11) klassierte sich ein ÖSV-Mann außerhalb den Top-20. Pepi Ferstl vom DSV-Team war um eine halbe Zehntelsekunde langsamer als der Freund von Conny Hütter. Christof Innerhofer aus Südtirol hatte sich den Saisonauftakt etwas anders vorgestellt, zumal zweieinhalb Sekunden Rückstand auf Feuz doch schon ziemlich groß sind.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner  

Offizieller FIS-Endstand: Abfahrt der Herren in Lake Louise 2017

Zwischenstand nach 40 Rennläufer

 

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