7 Dezember 2019

Beaver Creek: Die „Birds of Prey“ bittet zum heißen Tanz

Beaver Creek: Die Birds of Prey bittet zum heißen Tanz
Beaver Creek: Die „Birds of Prey“ bittet zum heißen Tanz

Der Super-G ist Geschichte, die Abfahrt Gegenwart und der Riesenslalom noch ferne Zukunft. Um 19 Uhr (MEZ) beginnt die Abfahrt auf der berühmt, berüchtigten „Birds of Prey“. Am vergangenen Wochenende starteten die Speed-Piloten im kanadischen Lake Louise in die Ski Weltcup Saison 2019/20. Hier konnten sich die Athleten, auf einer verhältnismäßig einfachen Piste an die „Rennluft“ und die schnelle Geschwindigkeit gewöhnen. Doch die Eingewöhnungszeit ist vorbei. In Beaver Creek ist an diesem Wochenende Mut und Überwindung gefordert, wenn es auf der berühmt, berüchtigten „Birds of Prey“ zur Sache geht. (Die offizielle FIS Startliste und Startnummern, sowie den FIS Liveticker finden Sie, gleich nach Eintreffen, in unserem Menü oben!)

Hier geht es zum Vorbericht zur Herrenabfahrt in Beaver Creek

Die Raubvogelpiste zählt neben der „Pista Stelvio“ in Bormio, die zur Freude der Skifans auch dieses Jahr wieder im Kalender aufscheint, und der „Streif!“ in Kitzbühel zu den schwierigsten Strecken im Weltcup. Das Abfahrtsrennen (Samstag, Start 19.00 Uhr MEZ) wird in diesem Jahr wieder auf der „klassischen“ Birds of Prey-Piste ausgetragen.

Die Abfahrer starten auf 3.483 Metern über dem Meer und legen während ihres Husarenritts ins Ziel gut 2,5 Kilometer und 750 Höhenmeter zurück – mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern.

Während die Athleten aus dem Starthaus heraus wenig aggressiv gleiten und Geschwindigkeit aufnehmen sollten, wird ihnen 30 Sekunden nach dem Start alles abverlangt: Vom „Flyway“ geht es in die Brink- und dann in die Talon-Passage, wo die Aktiven einige der steilsten Teilstücke des Weltcupzirkus erwarten.

Der „Talon“ ist der anspruchsvollste Abschnitt der Birds of Prey, hier muss der Rennfahrer Reaktionsschnelligkeit zeigen und die perfekte Linie treffen – nicht so einfach bei einem Gefälle von 47 bis 65 Prozent und Kurven, die mit einer Kompression aufwarten oder gar abfallend sind, so dass es einen beim Schwungansatz beinahe bis ins Fangnetz hinaustragen will. Konzentration und Testosteron sind in dieser Passage am Anschlag!

Wenn der Talon gemeistert ist, geht es über fünf Sprünge bis ins Ziel. Die ersten beiden Luftfahrten werden noch im steilen Gelände gemeistert, aber vor allem das Tripel vor der Zieleinfahrt hat es in sich: Wenn die Piste am Ende von „Russi’s Ride“ etwas flacher wird, ist das nur der Anlauf auf den Golden-Eagle-Sprung, von dem aus die Athleten 60 Meter in der Luft zurücklegen – nur um dem „Harrier-Jump“ entgegen zu fliegen! Der mag nicht der größte sein, nach ihm muss jedoch ein exakter Richtungswechsel gesetzt werden, um nicht von der Siegerspur abzukommen. Und dann heißt es noch einmal Luft anhalten: Über den „Red Tail“ geht es bis zu 70 Meter weit und geradewegs auf die Zuschauer im Zielbereich zu!

Wir wünschen allen 63 Rennläufern, die den Tanz mit der „Birds of Prey“ wagen, eine fehlerfreie Fahrt, und vor allem eine gesunde Zielankunft. Den Zuschauern vor Ort, aber auch den Millionen Fans vor den Bildschirmen, ein spannendes und unfallfreies Rennen.

Bei der Ski-WM 2015 zeigte die Birds of Prey auch Topstar Body Miller die Krallen
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