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Bei Marc Gisin und Mauro Caviezel wächst die Zuversicht

Mauro Caviezel  könnte Anfang Oktober wieder auf Skiern stehen.

Mauro Caviezel könnte Anfang Oktober wieder auf Skiern stehen.

Zermatt – Vor 21 Monaten stürzte der 198 cm große Swiss-Ski-Hüne Marc Gisin auf der Saslong in Gröden schwer. Er zog sich dabei viele Brüche am Rippenbogen, sowie Verletzungen an der Hüfte und der Lunge zu. Nach seinen ersten Trainings in Zermatt wägt der Mann aus Engelberg Positives und Negatives hinsichtlich seiner persönlichen Entwicklung ab.

So sieht der Eidgenosse, dass sein Körper just die Basis erreichte, die ein Ski Weltcup Rennläufer benötigt. So macht der Körper, was Gisin will. Aber ein negativer Punkt ist das Vertrauen, das immer noch ein Problem darstellt. Es geht ab und zu etwas voran, aber es bedarf vieler Schritte oder eines großen Schrittes nach vorne, um zur hundertprozentigen Leistungskapazität zu gelangen, die ihn vor dem Horrorsturz in Südtirol auszeichnete.

Trotzdem weiß der Bruder von Dominique und Michelle Gisin, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt, bis die Saison beginnt. Gut, die Rennen in Nordamerika werden abgesagt, aber er möchte schon, dass alles wieder reibungslos funktioniert. Sollte das nicht gelingen, wird man sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Ganzen stellen müssen.

Abfahrtstrainer Reto Nydegger ist überzeugt, dass der Kämpfer Marc Gisin den Anschluss schafft, denn er war in der warmen Jahreszeit um ein Vielfaches besser als im Vorjahr. Heuer hat er das ganze Pensum ohne Probleme durchgezogen; jetzt gilt es, die letzte Hemmschwelle als Hindernis zu überspringen. Dann kann man ans Limit gehen. Und der Coach geht davon aus, dass das auch passieren wird.

Dass einige Rennen coronabedingt bereits vor der Fixierung des Weltcupkalenders 2020/21 abgesagt wurden, freut indirekt auch Gisins Teamkollegen Mauro Caviezel. Bei einem Floorballspiel riss er sich die Achillessehne. Die Ärzte glaubten nach dem chirurgischen Eingriff an eine Pause von einem halben Jahr. Doch der 32-Jährige schwitzte ordentlich in der Reha-Phase, sodass die Fortschritte viel größer waren als vorerst angenommen. Die Entwicklung des Eidgenossen verläuft sensationell, sodass Konditionstrainer Tom Jäger davon ausgeht, dass sein Schützling Anfang Oktober auf den Skiern stehen könnte. Außerdem meint Jäger, dass Caviezel im Winter sehr stark unterwegs sein wird.

Nun haben Caviezel und Gisin bis 12. Dezember Zeit, um sich weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen und ideal vorzubereiten. Dann könnte sich für das Duo ein Start bei der Abfahrt im französischen Val d’Isère ausgehen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quellen: blick.ch, krone.at

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