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Bernadette Schild im Skiweltcup.TV-Interview: „Meine Träume bleiben privat“

© Kraft Foods / Bernadette Schild

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Saalfelden – Auch, wenn die letzte Ski-Saison keineswegs immer nach Wunsch verlaufen ist, blickt die österreichische Technik-Spezialistin Bernadette Schild zuversichtlich und hoffnungsvoll nach vorne. Die sympathische Skirennläuferin, die in ihrer Laufbahn bis jetzt dreimal auf ein Weltcuppodest fahren konnte, spricht im Interview über das Schöne an ihrer Sportart, Mikaela Shiffrin und vieles mehr.

skiweltcup.tv: „Bernadette, deine Teamkollegin Mirjam Puchner hat einmal in einem Interview gesagt, dass Skifahren die persönliche Freiheit und die Natur verbindet. Siehst du es ähnlich, und was ist für dich das Schöne an dieser Sportart?“

Bernadette Schild: „Mirjam hat das sehr schön gesagt. Auch ich bin ein naturliebender Mensch, allerdings kann ich die Natur eher abseits der präparierten Piste genießen, d.h. im Gelände, sei es im Winter sowie im Sommer. Für mich ist an meiner Sportart die Abwechslung das Schöne, die Suche nach Perfektion und die Herausforderung, sich auf sein Können zu verlassen.“

skiweltcup.tv: „Was sind für dich die schönen und weniger schönen Kapitel der abgelaufenen Saison 2015/16? Welche Hoffnungen und Lehren ziehst du im Hinblick auf den bevorstehenden WM-Winter 2016/17?“

Bernadette Schild: „Die letzte Saison war sicherlich sehr durchwachsen und zeitweise auch schwierig. Aber ein Highlight war sicherlich der vierte Platz in Crans Montana. Dort konnte ich zeigen, was in mir steckt.“

© Kraft Foods / Bernadette Schild

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skiweltcup.tv: „Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin gewinnt nahezu jeden Torlauf mit einem Vorsprung, bei dem es nicht nur der Konkurrenz kalt über den Rücken läuft. Was macht sie so unantastbar, so wahnsinnig schnell? Hat ihre Präsenz den Damenslalom revolutioniert?“

Bernadette Schild: „Sie ist Perfektionistin und zieht einen Lauf von oben bis unten wie aus einem Guss durch; minimalistisch und doch superschnell. Sie befindet sich derzeit sicherlich ein Level über dem Rest der Slalomwelt, aber das kann sich auch wieder ändern.“

skiweltcup.tv: „Ein Blick in die nahe Zukunft: Auf welche Trainingseinheiten legst du in den warmen Sommermonaten besonderen Wert, und kannst du uns einen kleinen Einblick in dein detailliertes und zurechtgeschneidertes Programm gewähren?“

Bernadette Schild: „Den Fokus werde ich wieder auf Verletzungsprophylaxe und Schnelligkeit legen und so oft wie möglich Ausgleichssportarten machen. Dazu zählen beispielsweise Klettern, Tennis und Yoga.“

skiweltcup.tv: „Eine private Abschlussfrage: Von was träumt Bernadette Schild? Dürfen Skirennläufer träumen, oder ist das Eingestehen von Wünschen und Träumen in einem knallhaften Business, wie es der Weltcupzirkus ist, ein Zeichen von Schwäche?“

Bernadette Schild: „Für mich wäre es das Schlimmste, wenn ich aufhören müsste, zu träumen. Träumen kann einen langweiligen Tag zu einem wunderschönen, abenteuerlichen Tag machen. Wovon ich allerdings träume, ist dann doch meine eigene Sache und bleibt daher privat.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

© Kraft Foods / Bernadette Schild

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