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BWL-Student Fabio Renz will Schritt für Schritt in den Skizirkus zurück

© FLAVIA RENZ PHOTOGRAPHY // www.flaviarenz.com

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Bermatingen – Der 24-jährige DSV-Athlet Fabio Renz verletzte sich im Rahmen der Weltcupabfahrt im norwegischen Kvitfjell schwer. Das war im März 2015. Dabei zog er sich eine Trümmerfraktur in Schien- und Wadenbein, einen Muskelriss in der Wade und einen Bruch des Handgelenks zu. Im Europacup gehörte er schon zu den fast Besten und im Weltcup wollte er Fuß fassen.

Der Weg zum Krankenhaus war ähnlich skandalös wie fünf Jahre zuvor bei Matthias Lanzinger. Zu Beginn war kein Hubschrauber da, dann wurde er ins falsche Hospital gebracht. Später ging es mit dem Auto weiter, ehe er von einer Raststätte ins nächste Krankenhaus nach Oslo gebracht wurde. Der Deutsche dachte, im falschen Film zu sein. Zum Drüberstreuen eröffneten ihn die Ärzte, dass sie ihm erst am nächsten Tag behandeln wollten. Der Sturz geschah am Samstag um 13 Uhr, erst sonntagnachts um 2 Uhr wurde er endlich operiert.

Renz muss leiden, zumal der Bruch nie wie erhofft zusammenwächst und ein Nagel im Unterschenkel ausgetauscht wurde. Ab März 2016 kann er erst wieder richtig trainieren. Die lange Phase der Rehabilitation hat ihn vielleicht etwas nachdenklich gemacht, er steht wieder auf den Skiern, ehe bei einem Tennisspiel die Adduktorensehne reißt.

Der 24-jährige Sportsoldat berichtet, dass sein Trainer es verstehen würde, wenn der Skirennläufer die Reißleine ziehen würde. Aber er will sich zurückkämpfen. Der DSV-Athlet hat sich mit 23 Jahren an der Uni eingeschrieben und will nicht die sportliche Laufbahn beenden. Selbst wenn der sportliche Rückschritt etwas größer ist, kann der BWL-Student seinen Freunden nach der alpinen Laufbahn ein Stück voraus sein.

Wie geht es mit Fabio Renz weiter. Er schaut alles ganz entspannt an. Er will im Januar, nach den Prüfungen an der Uni wieder auf den Skiern starten. Er will beim Europacupfinale im Südtiroler Sarntal wieder im Einsatz sein. Eine Pizzeria und das schöne Wetter scheinen ihm als Anreiz in Reinswald zu gefallen. Zuversichtlich will er seinen Weg gehen, und wir werden sehen, wohin die Reise führt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.suedkurier.de (Auszug)

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