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Christian Mitter sieht im ÖSV-Damen-Team großes Potenzial

Christian Mitter sieht im ÖSV-Damen-Team großes Potenzial

Christian Mitter sieht im ÖSV-Damen-Team großes Potenzial

Sölden – Auch wenn das letzte Jahr allzu früh zu Ende ging, verlief die alpine Ski Weltcup Saison 2020/21 für die ÖSV-Damen bescheiden. Nun will Frauencheftrainer Christian Mitter optimistisch in die Zukunft schauen und mit seinen Athletinnen erfolgreich sein. Der frühere Betreuer der Norweger lobt die Professionalität, den Ehrgeiz und die Bestimmtheit seiner Schützlinge.

Mitter konzentriert sich auf interne Abläufe. Dazu zählen beispielsweise Faktoren wie Gruppengrößen und Strukturen. Dabei greift er auf das einstige Drei-Disziplinen-Erfolgsmodell zurück. Die ÖSV-Stars früherer Tage – und dazu zählen Hermann Maier, Stephan Eberharter und Hans Knauss – sind damit gut, wenn nicht zu sagen, ausgezeichnet gefahren.

Die junge Athletin Nadine Fest und ihre Teamkolleginnen Ricarda Haaser, Rosina Schneeberger und Ramona Siebenhofer wollen über den Riesenslalom zum Speed gelangen. Chef ist dabei Wolfgang Grabner. Man will als Kollektiv und nicht so ein „weder Fisch noch Fleisch“-Gebilde auftreten. Man will auch nicht das leidgeprüfte Coronathema trotz schwieriger Umstände an die große Glocke hängen. So ist allen bekannt, dass die Lage komplex ist, aber man möchte mit Ergebnissen punkten.

Alle wissen, dass der Trainer inmitten der Pandemie eine Schlüsselposition bekleidet. Er arbeitet mit jeder Gruppe und ist somit ein großer Risikofaktor, weil er eben Kontakt mit allen hat. Seit Mai musste er sich schon 20 PCR-Tests unterziehen. Aber das Wichtigste ist die Gesundheit. So appelliert er an alle Betreuer und Spitzensportlerin, den Job und alles, was darum geschieht, ernst zu nehmen. Wenn die Disziplin nachließe, wäre das für den Skirennsport alles andere als gut.

Zum Sportlichen: Der Riesentorlauf ist nach wie vor so etwas wie die Achillessehne der ÖSV-Damen. Man hat nicht sehr große Erwartungen, was den Saisonbeginn am Samstag in Sölden betrifft. Trotzdem sollte eine gut vorbereitete Katharina Liensberger auch weit nach vorne fahren können. Neben der wieder gesund gewordenen Bernadette Schild und Stephanie Brunner gehen acht weitere Frauen am Rettenbachferner an den Start.

Im Slalom kann man zufrieden sein, und in den Speedbereich preschen viele junge Athletinnen nach vorne. Dazu zählen etwa Nina Ortlieb, Franziska Gritsch oder auch Elisa Mörzinger. In der Summe hofft Mitter, dass man eine kompakte und schlagfertige Gruppe aufstellen kann, in der pro Disziplin vier bis fünf Mädels etwas reißen können.

ÖSV Präsident Schröcksnadel gab den ÖSV-Speed-Ladys Schuld am Verlust des prestigeträchtigen Nationencups. Mitter lässt das nicht ohne Gegenkommentar stehen und erklärt, dass das mathematisch nicht stimmt. Jedoch haben auch die azurblauen Konkurrentinnen mit vielen Vertreterinnen unter den besten Zehn eine bärenstarke Saison hingelegt. Da nun mehr oder weniger alle gesund sind und der interne Kampf auch nicht zu unterschätzen ist, will man zu alten Erfolgen zurückkehren.

*** Programm AUDI FIS Skiweltcup Sölden *                                       

Samstag, 17.10.2020: Riesentorlauf Damen (10.00 bzw. 13.00 Uhr)
Sonntag, 18.10.2020: Riesentorlauf Herren (10.00 bzw. 13.15 Uhr)

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: kleinezeitung.at

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