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Clement Noel träumt von Medaillen und einer kristallenen Kugel

Clement Noel träumt von Medaillen und einer kristallenen Kugel (Foto: © Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool)

Clement Noel träumt von Medaillen und einer kristallenen Kugel (Foto: © Erich Spiess/ASP/Red Bull Content Pool)

Cervinia – Der französische Skirennläufer Clement Noel hatte in der letzten Ski Weltcup Saison die kleine Slalom Kristallkugel zu gewinnen, knapp verpasst. Doch am Ende der allzu früh zu Ende gegangenen Saison fehlten ihm zwei mickrige Zähler auf den Norweger Henrik Kristoffersen.

Trotzdem steckt der Athlet der Equipe Tricolore nicht den Kopf in den Sand. Er will weiterhin angreifen und nach wie vor das Erbe des Österreichers Marcel Hirscher antreten. Seit dem vergangenen Wochenende trainieren die Franzosen einschließlich der ewig jungen Veteranen Julien Lizeroux und Jean-Baptiste Grange unter der Leitung von Simone Del Dio auf dem Schnee von Cervinia.

Noel begann seine Vorbereitung auf Skiern bereits im Juni auf dem einheimischen Pisaillas-Gletscher in Val d’Isère. Coronabedingt wird die zur Tradition gewordene Reise nach Argentinien ausfallen. Im letzten Jahr litt der junge Franzose unter Rückenprobleme, die ihn im teils behinderten und nicht zur Gänze bewältigt werden konnten. Mit dem Wunsch, ein paar Riesentorlauf-Einheiten mehr ins Trainingsprogramm aufzunehmen, will der 23-Jährige aus Remiremont seinen Zielen näher kommen.

Das Hauptaugenmerk in der WM-Saison gilt aber weiterhin dem Slalom. Er will im Ski Weltcup nach der kleinen Kugel greifen und bei den Ski-Weltmeisterschaften eine Medaille gewinnen. Selbiges Ziel will der Franzose auch bei den Olympischen Winterspielen in der chinesischen Hauptstadt Peking, die 2022 über die Bühne gehen werden, ansteuern. Bei den letzten Spielen im Zeichen der fünf Ringe verpasste der Jungspund der Grand Nation um winzige vier Hundertstelsekunden den Sprung unter die besten Drei.

Er weiß, dass sowohl bei Olympischen Spielen als auch bei Welttitelkämpfen nur die Edelmetall-Platzierungen zählen und dass man lieber Fünfter als Vierter wird. Das wichtigste ist jedoch dass man gesund bleibt und bereits in der Vorbereitung konzentriert trainiert. Dann ist alles möglich.

Die Bedingungen in Cervinia sind gut, und man kommt innerhalb der Mannschaft gut voran. Außerdem will sich der junge Skirennläufer von Jahr zu Jahr verbessern. Die technischen Voraussetzungen sind bereits bestens entwickelt. Aber die Konkurrenz ist stark, und so kann auch der psychische Umgang mit Drucksituationen bei den Rennen den Ausschlag geben. Wenn es im Kopf stimmt, und der Körper seine Leistung abrufen kann, ist durchaus eine Kristallkugel und Medaillen bei den Großveranstaltungen keine Utopie.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: neveitalia.it

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