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Countdown für Europacupslalom von Obereggen am 18. Dezember

Countdown für Europacupslalom von Obereggen am 18. Dezember (Foto: Paolo Codeluppi)

Countdown für Europacupslalom von Obereggen am 18. Dezember (Foto: Paolo Codeluppi)

Es ist alles angerichtet für den traditionsreichen Europacupslalom in Obereggen am Mittwoch, 18. Dezember. Die kroatischen Sieger von 2017 und 2018, Matej Vidovic und Istok Rodes, stehen genauso auf der provisorischen Meldeliste wie Ex-Olympiasieger Giuliano Razzoli, Ex-Weltmeister Jean-Baptiste Grange, der frischgebackene Dritte des Weltcupslaloms in Val d’Isere Stefano Gross und zahlreiche andere Topathleten, auch weil der Sieg in Obereggen stets ein gutes Omen ist – aber dazu später.

Die anspruchsvolle Maierlpiste ist bereit. Nur über die Wetterprognosen samt milder Temperaturen ist Rennleiter und OK-Chef Eduard „Edi“ Pichler nicht sonderlich glücklich: „Wir werden trotzdem alles daransetzen, um den Athleten jene Bedingungen zu bieten, die sie von Obereggen gewohnt sind. Die Latte liegt bekanntlich hoch.“

Die beiden Durchgänge starten um 10 und um 13 Uhr. Das Rennen wird live auf Rai Sport übertragen. Es lohnt sich aber auch, direkt nach Obereggen zu kommen, weil die Stars im Zielraum so hautnah zu erleben sind wie bei keinem Weltcuprennen. Nicht-Skifahrer erreichen die Maierlpiste von der Talstation aus bequem mit der Ochsenweide-Kabinenbahn und der Laner-Telemixbahn.

Klingende Namen haben für den Slalom auf der weltcupwürdigen, bis zu 55 Prozent steilen Maierlpiste gemeldet, womit Obereggen auch heuer seinem Ruf gerecht wird, so gut besetzt zu sein wie kaum ein anderes Europacuprennen. Der Beste auf dem Papier ist der Brite Dave Ryding, die Nummer 9 der aktuellen FIS-Weltrangliste. Zu rechnen ist wieder mit den Kroaten, die die gesamte Nationalmannschaft gemeldet haben und den dritten Obereggen-Triumph in Folge anpeilen. Titelverteidiger Istok Rodes hat mit einem 14. Platz beim Weltcupslalom in Levi und einem 2. Platz beim Europacupslalom in Funesdalen seine gute Form unter Beweis gestellt. Selbiges gilt für den Deutschen Linus Strasser: 8. in Levi, 1. und 3. in Funesdalen bei den bislang einzigen Europacupslaloms der Saison – da kommt einer mit viel Selbstvertrauen nach Obereggen. Die Franzosen haben das Kommen von zwei ganz Großen angekündigt, nämlich den dreifachen Weltcupsieger Julien Lizeroux und den zweifachen Weltmeister Jean-Baptiste Grange. Bei den US-Amerikaner steht auf der provisorischen Meldeliste Luke Winter, der am Sonntag beim Weltcupslalom von Val d’Isere die zweitbeste Zeit im ersten Lauf hingeknallt hatte. Auf der Meldeliste steht auch der Norweger Sebastian Foss-Solevaag, zwei Mal Neunter in den beiden bisherigen Weltcupslaloms der Saison in Levi und Val d’Isere.

Zu den Azzurri: Sie haben unter anderem Stefano Gross (exzellenter Dritter am Sonntag beim Weltcupslalom in Val d’Isere nach seiner Knieverletzung), Alex Vinatzer, Simon Maurberger und Tommaso Sala gemeldet. Ein Geburtstagsgeschenk könnte sich Giuliano Razzoli machen, der exakt am 18. Dezember seinen 36. Geburtstag feiert. An Obereggen hat Razzoli gute Erinnerungen: 2018 wurde er Zweiter, 2009 gewann er und holte sich zwei Monate später den Olympiasieg. Überhaupt hat Obereggen schon oft Glück gebracht: Die Sieger der beiden letzten Jahre, Istok Rodes und Matej Vidovic, holten danach die Europacup-Slalomwertung.

Zur Erinnerung: Obereggen ist mit einer 36-jährigen Geschichte der älteste Europacup überhaupt. Leute wie Marcel Hirscher, Andre Myhrer, Giuliano Razzoli, Clement Noel, Alberto Tomba, Stephan Eberharter, Kristian Ghedina und Manfred Pranger standen dort auf dem Podium.

Die endgültige Startliste für den Europacupslalom wird am Dienstagabend nach der Mannschaftsführersitzung feststehen, die um 20 Uhr stattfindet.

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