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Cuche gewinnt Abfahrt von Chamonix

Der Schweizer Didier Cuche gewinnt die WM Generalprobe in Chamonix mit einer überlegenen Bestzeit von 1:58.91 Minuten. Auf der Pista La Verte verwies er zu Füßen des Mont Blanc den Überraschungsmann des Tages Dominik Paris (+ 0.67) aus Italien und Lauberhornsieger Klaus Kröll (+ 0.88) aus Österreich auf die Plätze 2 und 3. 

Für Cuche war dies der 16. Weltcupsieg insgesamt und der zweite in dieser Saison. Nachdem er bereits vor Wochenfrist in Kitzbühel seinen ersten Triumph der Saison gefeiert hatte, zählt  der Routinier zum Topfavoriten bei der WM in Garmisch Partenkirchen. 

Didier Cuche: „Der Sieg in Kitzbühel gibt natürlich sehr viel Selbstvertrauen. Man sieht es an Kostelic – wenn man Selbstvertrauen hat, traut man sich Sachen, die man sich sonst nicht traut. Wenn dann die Lockerheit bleibt, ist man schnell. Der WM-Titel ist natürlich ein schönes Ziel. Wenn es nicht aufgeht, ist es aber auch nicht schlimm. Man sieht derzeit – so viele Stürze. Der Sport ist so gefährlich.“ 

Dominik Paris: „Ich bin so froh, dass es heute so gut gegangen ist. Dass mich der Cuche abgehängt hat, ist da kein Problem – es ist einfach eine Sensation. Meine Fahrt war vom Gefühl her nicht schlecht. Als ich die Zeit gesehen habe dachte ich mir: Drei Sekunden besser als die Bestzeit im Training – das kann schon eine gute Zeit sein.“ 

Klaus Kröll: Ich hab oben schon gewusst, dass ich ein bisserl was verloren habe. Ich hab unten probiert, alles herauszuholen, habe aber die Ausfahrt leider nicht gut erwischt. Was Didier anders macht – keine Ahnung. Ich glaub, er weiß es selber auch nicht. Aber so ist es – „wenn’s laft, dann lafts“. Aber wir werden alles dran setzen, dass es bei ihm nicht so weitergeht. 

Für eine weitere Überraschung sorgte der Österreicher Joachim Pucher (+ 0.91) der sich mit Startnummer 32 vor Michael Walchhofer (+ 1.01) auf Rang 4 klassierte. Auch Hannes Reichelt (+ 1.43) fuhr mit der hohen Startnummer 43 in die Top 10 und reihte sich direkt hinter seinen Teamkollegen Romed Baumann (+ 1.36) auf dem 10. Platz ein. 

Michael Walchhofer: „Eigentlich ist es eine „einfache“ Abfahrt – gerade das macht es aber so schwer zu gewinnen. Mit Paris habe ich überhaupt nicht gerechnet. Er hatte eine ganz vordere Nummer. Das er da runter auf dieser Abfahrt so schnell ist, ist auch für ihn überraschend.“ 

Stark fuhren die Schweizer Nachwuchsfahrer Beat Feuz, Marc Gisin und Cornel Züger, die ihre besten Klassierungen im Weltcup überhaupt errangen. Feuz wurde 7., Gisin 12. und Züger 16. In die Top 15 fuhr auch Silvan Zurbriggen (13.), dem im unteren Teil ein schwerer Fehler unterlief. 

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stephan Keppler konnte man sich im DSV über die Jungen Wilden freuen. Tobias Stecher holte als 26. ebenso Weltcuppunkte wie Andreas Sander der das Rennen auf Rang 30 beendete. 

Eine weitere Schrecksekunde musste, nach den bösen Stürzen von Hans Grugger in Kitzbühl und dem Trainingsturz von Mario Scheiber, das ÖSV Team überstehen. Im Gleitstück kam Georg Streitberger auf einer Welle auf den Innenski, wurde ausgehoben und krachte auf die harte Piste. Der Akja war schon angefordert, nach bangen Minuten konnte der Salzburger aber die Ski wieder anschnallen und selbst ins Tal fahren. 

Georg Streitberger: „Mir hat es das linke Knie ein bisschen verdreht. Es tut zwar weh, aber ich kann draufsteigen und hoffe dass nichts passiert ist. Es war ein Fahrfehler. Da ist Licht-Schatten-Wechsel – mir hat es auf der Welle den Innenski verschnitten – und dann geht es eh dahin. Ich hoffe, dass bei den Bändern nichts ist – dann denke ich schon, dass ich bis zur WM wieder fit sein kann.“

Schlimmer erwischte es den Kanadier Manuel Osborne-Paradis der an derselben Stelle wie Streitberger zu Sturz kam und mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden musste. Erste Diagnose: Rippen und Knieverletzungen.

Update zur Verletzung von Manuel Osborne-Paradies: Bruch des linken Fibualköpfchen ( Das Caput fibulae ist das Köpfchen des Wadenbeines. Es ist an der äußeren Seite des Unterschenkels zu tasten, direkt unter dem Kniegelenk. Es ist also das oberste Ende des Wadenbeines, welches außen vom Schienbein gelegen den Unterschenkel stabilisiert.) Saison damit vorzeitig beendet.

Österreichische Rennfahrer bei der Abfahrt in Chamonix 

Rank Bib FIS Code Name Year Nation Total Time
 3  21  50753 KROELL Klaus  1980  AUT   1:59.79
 4  32  51327 PUCHNER Joachim  1987  AUT   1:59.82
 5  17  50041 WALCHHOFER Michael  1975  AUT   1:59.92
 9  8  51215 BAUMANN Romed  1986  AUT   2:00.27
 10  43  50742 REICHELT Hannes  1980  AUT   2:00.34
 39  54  53853 SIEBER Bjoern  1989  AUT   2:02.13
 48  37  53817 FRANZ Max  1989  AUT   2:02.97

 

Schweizer Rennfahrer bei der Abfahrt in Chamonix 

Rank Bib FIS Code Name Year Nation Total Time
 1  22  510030 CUCHE Didier  1974  SUI   1:58.91
 7  24  511383 FEUZ Beat  1987  SUI   2:00.11
 15  30  511529 GISIN Marc  1988  SUI   2:00.50
 16  19  510890 ZURBRIGGEN Silvan  1981  SUI   2:00.53
 18  34  510498 ZUEGER Cornel  1981  SUI   2:00.85
 19  14  511139 KUENG Patrick  1984  SUI   2:00.91
 25  36  511142 LUEOEND Vitus  1984  SUI   2:01.12
 31  27  510767 HOFFMANN Ambrosi  1977  SUI   2:01.25
 35  5  510747 GRUENENFELDER Tobias  1977  SUI   2:01.67
 42  39  511405 OREILLER Ami  1987  SUI   2:02.28

 

Deutsche Rennfahrer bei der Abfahrt in Chamonix 

Rank Bib FIS Code Name Year Nation Total Time
 26  41  201811 STECHERT Tobias  1985  GER   2:01.13
 30  48  200379 SANDER Andreas  1989  GER   2:01.24

 

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