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Daniel Albrecht: „Meine Zeit als Skirennfahrer ist vorbei“

© Kraft Foods / Daniel Albrecht

© Kraft Foods / Daniel Albrecht

«Meine Zeit als Skirennfahrer ist vorbei», sagte Daniel Albrecht am Sonntag an einer Medienkonferenz in Zürich. In den letzten Jahren hatte er stets betont, dass er so lange weiter fahren wolle, wie er Spass habe und an eine Rückkehr in den Kreis der Besten glaube. Nun hat sich der 30-jährige Walliser entschlossen, einen Schlussstrich unter eine intensive Karriere zu ziehen.

Rund viereinhalb Jahre nach seinem schweren Sturz im Zielhang der Kitzbüheler Streif zieht Albrecht einen Schlussstrich unter seine Karriere. Der lange Weg zurück an die Spitze, den er glaubte gehen zu können, erwies sich als zu schwer.

Daniel Albrecht befand sich auf steil ansteigender Erfolgskurve, als der 22. Januar 2009 seiner Karriere abrupt eine andere Richtung gab. Im Abschlusstraining zur Hahnenkamm-Abfahrt geriet der Walliser am Zielsprung, der schnellsten Stelle der Strecke, in Rücklage. Albrecht hob ab, segelte rund 70 m durch die Luft und landete auf Kopf und Rücken.

Drei Wochen lag Albrecht mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma in der Innsbrucker Uni-Klinik im künstlichen Koma. Mitte Februar wurde er ins Berner Insel-Spital verlegt, insgesamt drei Monate verbrachte er im Spital, das er erst Ende April verlassen konnte. Nach langer Zeit des Hoffens und Bangens konnte schon damals insofern Entwarnung gegeben werden, als neurologisch alles wieder in Ordnung war.

Doch Albrecht wollte mehr. Er war fest entschlossen, wieder dorthin zurückzukehren, wo er sich früher einmal befunden hatte. 2007 in Are war der Fiescher Kombinations-Weltmeister geworden, dazu gewann er Silber im Riesenslalom. Im Weltcup feierte er später vier Siege, drei im Riesenslalom und einen in der Kombination.

Albrecht träumte davon, schon im Oktober 2009 beim Gletscher-Auftakt der neuen Saison in Sölden antreten zu können, obwohl er wenige Monate zuvor erst wieder hatte richtig sprechen lernen müssen. Er fand nach seinem Unfall das Wort für Schmetterlinge nicht, brachte Lebensmittel und Automarken durcheinander. Und so musste er schon damals einsehen, dass der Weg langwieriger sein würde, als er dies im Kopf hatte.

Das Comeback im Weltcup folgte erst im Winter danach. Es war eine Rückkehr, die selbst seine eigenen Erwartungen weit übertraf. Beim Riesenslalom von Beaver Creek im Dezember 2010 blieb Albrecht im ersten Lauf nur rund zwei Zehntel hinter Olympiasieger und Weltmeister Carlo Janka zurück, problemlos schaffte er die Qualifikation für den zweiten Lauf, und am Ende stand ein sensationell anmutender 21. Platz in Rangliste. „Das ist mehr wert als der WM-Titel“, freute sich Albrecht über seinen Coup, den ihm auch keiner seiner Trainer zugetraut hatte. Niemand ahnte damals, dass dieses erste Rennen nach der schweren Verletzung gleichzeitig auch sein bestes bleiben würde. Denn in diesem erfolgreichen Stil ging es nicht weiter. Er punktete nur noch in Adelboden als 29.

Albrecht zeigt phasenweise sehr gute Passagen, aber es reihen sich immer wieder Fehler in seine Fahrten ein. Die einstige Konstanz erreicht er nicht mehr und erschwerend kommt hinzu, dass er in den Startlisten immer weiter nach hinten rutscht. Für den Winter 2011/12, versucht es Albrecht mit neuem Material, einem gleichsam riskanten Schritt. Er wechselt von Atomic zu Head, doch mit den neuen Brettern tritt keine Besserung ein. Einzig im Riesenslalom von Kranjska Gora reicht es ihm als 30. zu einem Weltcuppunkt. Aber noch immer glaubt er daran, den Anschluss zu schaffen.

Der Druck im leistungsorientierten Ski-Weltcup nahm stetig zu und zu Beginn des Winters 2012/13 bekam Albrecht eine leztzte  Startgarantie für den Weltcup-Riesenslalom von Beaver Creek, wo er zwei Jahre zuvor so überrascht hatte. Albrecht wagte deshalb den Versuch, sich über eine interne Ausscheidung für die Abfahrt von Lake Louise zu qualifizieren. Die Trainer zeigten sich skeptisch, gaben aber doch ihr Einverständnis, zumal es sich bei der Strecke in Kanada um eine vergleichsweise leichte Prüfung handelt. Doch dann stürzte Albrecht im zweiten Training an einer vermeintlich harmlosen Stelle und landete im Fangnetz. Er erlitt eine Kniescheiben-Luxation und Bänderrisse – die Saison war gelaufen, noch ehe sie richtig begonnen hatte.

Der Weg von Albrecht ist beispiellos im Sport und die Art und Weise, wie er die ihm gestellten Aufgaben meisterte, verdient grössten Respekt. Es erstaunt deshalb nicht, das „never give up“ zum Motto des Wallisers wurde. Lieber Dani, wir ziehen den Hut vor deiner Leistung und hoffen, dass du mit den Skisport in Verbindung bleibst. Swiss-Ski wünscht dir alles Gute für die Zukunft!

Quelle:  www.Swiss-Ski.ch

 

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